Die Manuka Bay Road ist eine Allradpiste im Westen von Big Island. Vom Hwy. 11 zweigt man auf diese ab und fährt 6 Meilen, dann ist das Ende der Piste und somit der Kamoi Point erreicht. Ist das Meer ruhig, ist hier ein wunderschönes Schnorchelgebiet.

Beim Befahren der Manuka Bay Road erlischt mit einem Mietwagen automatisch der Versicherungsschutz und man ist für sämtliche Schäden haftbar.

Aus meiner Sicht ist für die Manuka Bay Road ein Allrad Pflicht!

Die Karte wurde mit der Topo Map von DeLorme erstellt.

Von Hilo fährt man am Hwy. 11 Richtung Westen.

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Beim Schild "Manuka State Park" wird noch nicht abgezweigt, es heißt weiter fahren.

Zwischen MM 82 und 83 führt links die Manuka Bay Rd. hinunter.

Rechts geht eine Piste hinauf mit einem verrosteten Gate. Dort steht „Manuka National Area Reserve, please kokua“ drauf, gesperrt ist sie nicht.

Gegenüber dieser Piste ist die Manuka Bay Road.

Wenn man den Highway genau betrachtet, dann sieht man etwas, das einen auf die Manuka Bay Road aufmerksam macht: Quer über alle Fahrbahnen ist ein Pfeil gezeichnet, dieser deutet zur Manuka Bay Road. Das war jedenfalls an dem Tag, an dem wir hier fuhren, der Fall.

Besser ist es, man richtet sich nach den Meilenangaben im Auto und nach den Schildern.

Nach geschätzten 50 m ist man bei einem gelben Gate. Hier stehen einige Schilder.

Die Manuka Bay Road ist eine Lavapiste, die mit unterschiedlich großen Steinen durchsetzt ist. Zu Beginn ist sie gut befahrbar, allerdings kann man nur langsam fahren.

Bald ist zur Rechten eine große Betonplatte. Wäre sie nicht so schief, könnte man glauben, es ist die Betonplatte von einem Haus. Es sind sogar Schläuche eingelegt, man kann eine gewisse Zimmereinteilung erkennen.

Reifenschonend ist die Manuka Bay Road nicht gerade, aber bei Lavapisten ist das meistens so.

Betonplatten gibt es mehrere. Es scheint, als hätte es hier früher mal eine kleine Siedlung gegeben oder - ein anderer Gedankengang - die Siedlung war erst im Aufbau, obwohl es nicht danach aussieht, aber das kann täuschen.

Kurz nach diesen Betonplatten war, als wir fuhren, die Piste in einem dermaßen schlechten Zustand, sodass wir den Jeep ohne jemanden zu behindern am Pistenrand abstellten und zu Fuß weiter liefen.

In der Folge war der Pistenzustand in wechselndem Zustand.

Der Wald ist zu 90 % von Ohias geprägt.

Hier gibt es einen Schädling der besonderen Art. Es ist keine Schlingpflanze, die von unten nach oben wächst, sondern eine Schlingpflanze, die von oben nach unten wächst. Sie vereinnahmen u. a. die Ohias und zerstören sie. Diese Schlingpflanze ist ein Parasit und heißt Kauna’oa pehu (Hawaiian Dodder). Da der Schädling endemisch ist, darf man nichts dagegen unternehmen.

Je weiter man Richtung Meer läuft, umso spärlicher wird der Bewuchs. Die Ohias werden immer weniger, die Farne werden mehr.

Auf der Piste finden sich alle möglichen Dinge, angefangen beim Haargummi, bis zum Auspuff und einem Flipflop. Weiteres könnte ich noch eine verrostete Feder, einen Bleistift, eine Zündkerze, eine Blattfeder sowie ein Ein-Cent-Stück anbieten , aber das behalte ich lieber selbst, sozusagen als Glücksbringer

Und es geht weiter.

Auffallend ist, dass es weiter unten grüner wird, vorerst in Form von Büschen, aber auch Bäumen.

Vor einem liegt der Kipuka Kaulanamauna, ein teilweise grünes Wäldchen mit niedrigem Grasland dazwischen.

Nach insgesamt 6 Meilen ist die Manuka Bay mit dem Kamoi Point (links vom grünen Wäldchen) erreicht. Das Foto rechts unten ist Richtung Osten geschossen worden.

An Wochenenden sind hier oftmals Einheimische, die campieren.

Wenn man möchte, kann man über runde Steine in östliche Richtung zur Manuka Historical Site laufen. Das ist ein aus Lavasteinen errichteter - ich vermute - alter Hei'au. Die zweite Hälfte, die der Meerseite zugewandt ist, ist ebenfalls mit ein paar Etagen Lavasteinen versehen und obenauf ist ein Steinmännchen mit weißen Korallen.

Am selben Weg, den man gekommen ist, läuft man wieder zurück.

Vor Antritt der Fahrt auf die Manuka Bay Road das Auto unbedingt volltanken. Genügend Trinkwasser und einen kleinen Snack mitnehmen. Es gibt keinerlei Versorgungsmöglichkeiten und notfalls ist man völlig auf sich selbst angewiesen, besonders dann, wenn man diese Piste unter der Woche fährt.