Die Mana Road, auch Keanakolu Road genannt, ist eine bei Touristen nahezu unbekannte Allrad pflichtige unpaved road, auf der man den Mauna Kea vom Südosten nach Nordwesten umfährt und letztendlich in Waimea ist. Selbstverständlich kann man die Strecke auch umgekehrt fahren.

Die Karte wurde mit der Topo Map von DeLorme erstellt.

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Linkerhand ein Stück der Mauna Kea Access Rd., rechterhand - bei der gebogenen Leitplanke - beginnt die Mana Road.

Sie führt auf 43 Meilen durch das Privatgelände der mittlerweile Hawaiian Homelands (früher gehörte es der Parker Ranch), aber die Mana Road selbst steht der Öffentlichkeit zur Verfügung. Abkommen vom Weg oder Spaziergänge über die Wiesen zu unternehmen, ist allerdings nicht erlaubt.

An dieser Stelle empfiehlt es sich, den Meilenzähler im Auto auf Null zu stellen.
Aber! Mittlerweile gibt es das Schild nicht mehr, es steht aber direkt beim Beginn der Mana Rd.

Beim Befahren der Mana Road erlischt mit einem Mietwagen automatisch der Versicherungsschutz und man ist für sämtliche Schäden haftbar.

Im großen und ganzen ist die Mana Road gut befahrbar, wenn…

… es nicht ein paar Hundert Meter gäbe, die ausnahmslos mit einem Auto mit hoher Bodenfreiheit und – ganz wichtig mit sehr guten Allraderfahrungen machbar sind

Ich rate jedem, der „schon mal ein wenig offroad gefahren“ ist, dringend von diesen 2 Meilen ab In diesem Fall umkehren, das ist – außer auf den erwähnten 2 Meilen – immer möglich.

Die meiste Zeit eine ziemlich harmlose Piste.

Besonders schön ist die Fahrt von Beginn der Mana Road bis zum Schild „Hakalau Forest National Wildlife Refuge“ in den Monaten Dezember bis Februar, da in dieser Zeit der Stechginster blüht und es in diesem Gebiet ganze Felder davon gibt.

Der Mauna Kea zur Linken...

...geht es mitten durch die Blumenpracht hindurch.

 

Kurz nach dem vor Ort stehenden Schild "MM 12" kommt man an einem rechterhand gelegenen Weiler vorbei, in dessen Nähe sich manchmal Nene aufhalten. Also vorsichtig fahren und auf die Staatsgänse von Hawai’i Acht geben!

Bei Meile 17,6 ist vor einem in einer Rechtskurve ein Solarpanel mit einer Antenne. Michi meint, es handelt sich um eine Umweltmessstation.
Nur ein ganz kleines Stück weiter steht zur Linken dieser Baum, dem man besondere Beachtung schenken sollte. Fast in Bildmitte habe ich einen zarten roten Pfeil zum Schild von Dr. Douglas' Monument gesetzt.

Gegenüber des Schildes, also auf der anderen Seite der Piste, führt ein Weg durch teilweise etwas unwegsames Gelände zum Denkmal, das man Dr. David Douglas an dieser Stelle setzte. Douglas war ein schottischer Botaniker, der viel in der Welt herum kam, u. a. war er auch auf Hawai'i. Er bestieg den Mauna Loa und Mauna Kea. Was ganz genau passiert ist, darüber wird viel geschrieben, vermutet und gemunkelt. So wie es aussieht, dürfte er am Rückweg von Mauna Kea auf Grund seiner ziemlich starken Kurzsichtigkeit ein größeres Bodenloch übersehen und hinein gestürzt sein. Dummerweise befand sich in dem Loch ein wilder Stier, der Douglas zu Tode trampelte, während Douglas' Hund am Rand des Loches auf sein Herrchen wartete.

Eine andere Version zum Tod von Douglas ist, dass er Gold bei sich trug, deswegen mit einer Axt ermordet und ins Loch geworfen wurde. Der Mörder sei mit dem Gold geflohen.

Und nun auf zum Monument von Dr. Douglas, man erkennt es auf den Bildern so gut wie nicht, aber teilweise geht es deutlich abwärts. Dieses "Trailchen" hat sogar einen offiziellen Namen: Kaluakauka Trail. Auf Grund des Namens "Kaluakaua" kommt man in Versuchung, die Theorie mit dem wilden Stier anzuzweifeln, denn "kalua" heißt übersetzt "Schwein". Aber gut, lassen wir das

Man passiert ein kleines Türchen und ist fast schon am Ziel.

Im Sommer werden hier die wilden Pflaumen reif. Eine Köstlickeit für sich!
Kurz darauf ist das Monument erreicht.

Wieder zurück auf der Piste - wenn es bereits westwärts geht - beginnen die schon erwähnten paar Hundert Meter. Während diese paar Hundert Meter kamen wir vor lauter Konzentration überhaupt nicht zum Fotografieren.

Andere, die nicht so mutig sind wie wir, sollten vor diesen paar Hundert Meter besser umdrehen.

Wer sich über die paar Hundert Meter wagt, kommt anschließend durch saftiges, grünes Weideland. Immer wieder sind Gates zu öffnen und anschließend zu schließen, entsprechende Schilder weisen darauf hin.
Viele Kühe weiden.

Der Mauna Kea ist stets zur Linken, rechterhand sieht man sehr oft zum Pazifik – eine traumhafte Route!

Jene, die nur den Teil mit den saftigen Wiesen und Kühen durchfahren möchten, rate ich, die Strecke in Waimea zu beginnen, die Mana Rd. ist vor Ort ausgeschildert. Dann einfach so weit fahren, wie man möchte und rechtzeitig wieder umdrehen.

Nach 40,5 Meilen hat man das andere Ende der Mana Rd. erreicht.

in Waimea: Hinweisschild zur Mana Road

Genauso gut ist es mit dem ersten Teil mit den blühenden Stechginster-Feldern machbar – fahren, soweit man möchte, ev. bis zum Weiler mit den hoffentlich vorhandenen Nene und wieder umdrehen.

Egal, von welcher Seite und wie viele Meilen: Die Mana Road ist eine Piste, die durch eine wunderschöne Landschaft führt.