Aloha

Der Lapakahi State Historical Park befindet sich am Hwy. 270 und zwar 12,4 Meilen nördlich von Kawaihae im Nordwesten von Big Island.

Dieser Park zeigt, wie die früheren Hawaiianer gelebt haben. Für alle, die an der Kultur der Hawaiianer interessiert sind, ist ein Besuch des Lapakahi State Historical Park ein Muss.

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.

Achtung! Das Gate wird überpünktlich um 4pm geschlossen. Der im Visitor Center diensthabende Hawaiianer bläst zwar zum Rückruf, aber ich bezweifle, dass das über das weite Gelände zu hören ist, also rechtzeitig umdrehen.

In diesem winzigen Visitor Center erhält man die nötige Broschüre für die self guided Tour.

Der Eintritt ist frei.

Diese self guided tour wird mit 45 Minuten angegeben, was meines Erachtens viel zu kurz ist, außer, man will durchrasen, was aber nicht Sinn und Zweck des Besuches ist.

Vor Ort sind die einzelnen Objekte mit Nummern versehen, diese Nummern mit kurzen Erklärungen finden sich in der Broschüre wieder, sodass man eigentlich ganz gut zurecht kommt.

Also dann auf zur Tour!

Nummer 1 ist der „curbed trail“, ein mit Steinen markierter Trail, der hier beginnt und einerseits ins Landesinnere, andererseits in Richtung Meer verläuft.

Nummer 2 ist die „burial site“: Das ist eine mit Steinen gefüllte Plattform, die die Gebeine von mehreren Menschen beinhaltet.

Nummer 3 ist eine sogenannte "house site":

Wenig später sehen wir nach einer Rechtskurve linkerhand einen abgeschnittenen Baumstamm, auf dem mit weißen Steinchen „Wauke“ geschrieben steht. Wauke ist Baumwolle.

Nummer 4 ist „Canoe Halau“. Eine Art Kanu-Haus, das ursprünglich überdacht war.

Der Kanu-Landeplatz ist gleich nebenan.

Nummer 5 ist ein „historic house“, das aus Bambus gebaut und mit getrocknetem Piligras bedeckt war, wurde im früheren 19. Jahrhundert verwendet.

Nummer 6 ist Ku’ula: Egal, ob ein großer oder kleiner Fisch gefangen wurde, der Fischer gab eine Portion in die Schale und spendete sie dem Fischergott, der in diesem Stein lebte.
Nummer 7 ist das Fischen an der Küste. Hier landeten die Fischer mit ihren Kanus. Es wurden Speere, Netze und Angelhaken aus Knochen und Perlenmuscheln verwendet.
Ich lege zwischendurch das Spiel Konane auf und versuche, Michi die Spielregeln zu erklären, aber richtig erfolgreich bin ich nicht.

Nummer 8: Hier lebten die meisten Leute, es wurden Pflanzen angebaut. Die Absenkung des Grundwasserspiegels war eventuell der Grund, weshalb die Leute im späten 18. Jahrhundert Lapakahi verließen (warum ich keine Foto habe, kann ich nicht beantworten ).

Nummer 9 zeigt, wie Salzwasser gewonnen wurde. Die Schalen sind heute noch zu sehen. Salz wurde damals hauptsächlich dazu verwendet, Fisch und andere Speisen zu konservieren.
Nummer 10 ist Hale, also Haus. Es ist ein großer Komplex von Häusern, von denen allerdings nur mehr angedeutet die alleruntersten Steinwände stehen.

Nummer 11 ist das Display für das Octopusfischen. Früher wurde eine Alge mit einer Muschel, die der Octopus gerne frisst, versenkt und an einem Knochenfischhaken befestigt und das wurde dann herausgezogen, wenn sich ein Octopus darin verfangen hat.

Nummer 12 ist Canoe Halau, also wieder ein Kanuhaus.
Gefahren konnten wir keine wesentlichen erkennen.

Nummer 13 ist ein family Hei’au. Es war eine religiöse Stätte, wo gebetet und Geschenke gemacht wurden.

Nummer 14 ist Ko’a, also der fishing shrine, an dem Geschenke hinterlegt wurden.

Witzig finde ich den Hinweis auf die Kokospalme:

Nummer 15 ist Waihona kukui: Das Öl von der Kukuinuss wurde angezündet und sorgte dadurch für Licht.

Nummer 16 ist ein Hale (Haus). Die Steinwände sollten das Haus tagsüber vor Hitze schützen und nachts vor Kälte verschonen. Das Dach war üblicherweise gedeckt. Die Wände sollten außerdem vor Sonne, Wind und Regen schützen.

Ab jetzt geht vor Ort die Reihenfolge etwas durcheinander.

Nummer 19: Vor Ort steht Ohelo Kai, in der Beschreibung steht Papamu. Also was nun?
Gleich neben der Nr. 19 steht eine kleine Holzbank. Von hier aus wurde das Meer beobachtet und zwar sowohl die Fische als auch die Meeresvögel.
Das Spiel Konane wurde auf diesem Steinbrett gespielt, es liegen auch ein paar Pebbles herum.

Wenn man sich hier umdreht, ist Nr. 17, Hale. Der Boden des Hauses war mit Ili’ili, also runden Basaltsteinen, belegt.

Nr. 18 und 19 entziehen sich meiner Kenntnis.

Nr. 20 ist ein Rock Shelter. Zu verschiedenen Zeiten wurde dieser Shelter benutzt, um sich vor Wind und Wetter zu schützen. Die früheren Siedler haben möglicherweise in solchen Sheltern gewohnt, ehe sie sich gedeckte Häuser gebaut haben.

Überpünktlich holt der Hawaiianer die beiden Flaggen in der Nähe des Visitor Centers herunter und wir verlassen die gastliche Stätte, ehe er wieder hupen muss

Der Lapakahi State Historical Park hat uns sicher nicht zum letzten Mal gesehen, es ist wirklich sehr interessant.