Autor Thema: Flightright  (Gelesen 188 mal)

Offline Markus615

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Flightright
« am: 29. März 2021, 23:17:49 »
Hallo zusammen,

Flightright hat mir mittlerweile 5 Cent mehr als 50% meiner zustehenden Entschädigung für eine massive Flugverspätung im Jahr 2019 bezahlt.

Meiner Meinung nach zocken die auch nur ab... immerhin habe ich so 125,05 € (von 250€) bekommen ohne mich selbst darum kümmern zu müssen.

Ich habe mich nur ein wenig geärgert, weil die Kosten nicht transparent kommuniziert werden und man zusätzlich zu der satten Privision noch Anwaltskosten in Rechnung gestellt bekommt.

Heute bekam ich dann noch eine E-Mail und sollte ihre Leistung bewerten... mehr als 2 Sterne gibt es dafür halt nicht.
Wenn nur die Provision die auf der Website auf der ersten Seite fällig gewesen wäre, dann hätte es halt 5 Sterne gegeben (auch wenn das über ein Jahr dauerte) weil dann wäre ich "kostenlos" geflogen...  ;)

Also falls ihr mal einen Langstreckenflug mit über der "erlaubten" Verspätung hattet, dann kümmert man sich lieber selber, dass die Entschädigung kommt, weil bei größeren Beträgen als den 250 € (für Kurzstreckenflüge) wäre es dann doch ärgerlich, wenn man fast 50 % "verliert".  :thumbsup

Offline Cide

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Re: Flightright
« Antwort #1 am: 30. März 2021, 07:35:28 »
Da Flightright nicht mehr tut, als man selbst in 10-20 Minuten erledigen kann, ist das für mich rausgeschmissenes Geld. Egal ob 125€ oder 300€. Problematische Fälle nehmen sie gar nicht erst an. Unproblematische Fälle kann man selbst klären (im Notfall übergibt man das einfach einem Anwalt...).

PS: Das mit den Anwaltskosten steht hier: https://www.flightright.de/kosten "Juristisch komplexe Fälle, bei denen die Airline den Entschädigungsanspruch abblockt, erfordern den Einsatz unserer Partneranwälte. Für diese besonderen Fälle berechnen wir zusätzlich einen Anwaltszuschlag von 14 % bei Erfolg."

Und da fast jede Airline im Jahr 2020 erstmal abgeblockt hat, sind das ja fast Fixkosten, die man mit einkalkulieren muss (was natürlich Blödsinn ist, weil Flightright diese Kosten auch der Airline in Rechnung stellt...).

Online jebi

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Re: Flightright
« Antwort #2 am: 30. März 2021, 12:22:12 »
Da Flightright nicht mehr tut, als man selbst in 10-20 Minuten erledigen kann, ist das für mich rausgeschmissenes Geld.

Genau!  :thumbsup
Aloha Jessica  :schildkroete1

Hawai'i 2014 + 2017 + 2018 + hoffentlich Silvester 2021 wieder :)


Online maledivenhexe

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Re: Flightright
« Antwort #3 am: 30. März 2021, 12:37:50 »

Wenn man selbst nicht weiterkommt mit der Airline kann ich folgendes empfehlen:


Schlichtungsstelle für den
öffentlichen Personenverkehr e.V.


Wir hatten 2016 Ärger mit der Condor ( 7 Stunden Verspätung, keinerlei Infos und Verpflegung in Cancun am Flughafen und Taxikosten, weil wir spät am Abend erst zurück waren und uns niemand mehr abholen konnte). Condor wollte nur Taxi und Verpflegung, nicht aber die 1200 € die uns zu zweit wegen der Verspätung zustanden.
Die Schlichtungsstelle sprach mit Condor über die etwa 1300€, die wir wollten- erhalten haben wir dann etwa 1100€ von der Condor, weiter nachgehakt haben wir nicht. Die Schiedsstelle bekam kein Geld.

Offline Markus615

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Re: Flightright
« Antwort #4 am: 30. März 2021, 19:06:48 »
Da Flightright nicht mehr tut, als man selbst in 10-20 Minuten erledigen kann, ist das für mich rausgeschmissenes Geld. Egal ob 125€ oder 300€. Problematische Fälle nehmen sie gar nicht erst an. Unproblematische Fälle kann man selbst klären (im Notfall übergibt man das einfach einem Anwalt...).

Du kennst Spanien nicht...  ;)

PS: Das mit den Anwaltskosten steht hier: https://www.flightright.de/kosten "Juristisch komplexe Fälle, bei denen die Airline den Entschädigungsanspruch abblockt, erfordern den Einsatz unserer Partneranwälte. Für diese besonderen Fälle berechnen wir zusätzlich einen Anwaltszuschlag von 14 % bei Erfolg."

Ja das hatte ich dann auch irgendwann gefunden... man könnte das aber auch auf der Homepage bei den Kosten auf der ersten Seite bekannt geben. Da ist das nicht mal kleingedruckt zu finden.

Und da fast jede Airline im Jahr 2020 erstmal abgeblockt hat, sind das ja fast Fixkosten, die man mit einkalkulieren muss (was natürlich Blödsinn ist, weil Flightright diese Kosten auch der Airline in Rechnung stellt...).

Hab ich vergessen zu erwähnen, dass die Forderung noch aus Zeiten vor der Pandemie stammte? Scheint so... also das war eine Flugverspätung von über drei Stunden, weil Vueling zu eng getaktete Flugpläne hatte und sobald etwas nicht optimal funktionierte, dann werden aus den üblichen 30 Minuten eben schnell über drei Stunden Verspätung. Logischerweise bekommt man darüber am Flughafen  gar keine Informationen, keine kostenlosen Getränke oder sonstige Verpflegung und im Flugzeugt bekam ich dann als Angebot eine Dose warmes, spnisches Bier für (ich glaube es waren) 5 €.
Mal abgesehen davon, dass auch das Priority Boarding nicht wirklich funktioniert und man auch nicht durch die Schnellabfertigung an der Sicherheitskontrolle in Stuttgart kam obwohl das extra angepriesen wurde... egal, mit denen fliege ich so oder so nie wieder, die zweite Fluggesellschaft nach Ryanair die ich als Kunde nie wieder belästige.  ;)

Wenn man selbst nicht weiterkommt mit der Airline kann ich folgendes empfehlen:

Schlichtungsstelle für den
öffentlichen Personenverkehr e.V.


Gute Idee, aber ->

Wir hatten 2016 Ärger mit der Condor ( 7 Stunden Verspätung, keinerlei Infos und Verpflegung in Cancun am Flughafen und Taxikosten, weil wir spät am Abend erst zurück waren und uns niemand mehr abholen konnte). Condor wollte nur Taxi und Verpflegung, nicht aber die 1200 € die uns zu zweit wegen der Verspätung zustanden.
Die Schlichtungsstelle sprach mit Condor über die etwa 1300€, die wir wollten- erhalten haben wir dann etwa 1100€ von der Condor, weiter nachgehakt haben wir nicht. Die Schiedsstelle bekam kein Geld.

Ab ca. 500 € ist bei mir die "Bagatellgrenze" überschritten und da lasse ich mich dann gerne auch auf Ärger ein.
Wenn ich dann nicht weiter komme, dann gehe ich massiv vor und warne vielleicht ein oder zweimal vor, bevor das teuer wird.
Da gebe ich dann aber auch keinen Cent nach, wenn ich im Recht bin. Von wegen 1100 € statt 1200 € ... (die 100 € zu den 1300 € könnten strittig sein, das lohnt sich nicht).
Wenn man schon Zeit und Nerven investiert, dann richtig...  :thumbsup

Naja ich freue mich über 125,05 € die ich sonst wohl kaum bekommen hätte und werde halt beim nächsten Problem in der Größenordnung einen anderen Dienstleister heraus suchen.  ;)
Ob es da besser gibt, wird man sehen. Die BC Flüge von 2020 nach Südafrika die habe ich selber zurück gefordert und auch da erst nach Drohung mit dem Anwalt relativ zügig ausbezahlt bekommen.
Da ging es aber auch in der Größenordnung um richtig Geld. Da wären 30 % oder gar 50% richtig viel Geld gewesen von dem man schon so einen schönen zweiwöchigen Urlaub machen kann.  ;)