Autor Thema: 2 Wochen Hawaii 2010  (Gelesen 1234 mal)

Offline Kaena

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2 Wochen Hawaii 2010
« am: 30. September 2016, 14:51:38 »
Da wir evt wieder nach Hawaii reisen, hab ich unseren alten Reisebericht ausgegraben :D


Kauai
31.10.2010
Ankunft in Lihue auf Kauai.
Bis wir unser Mietauto bekommen müssen wir auch eine geschlagene Stunde warten. Es hat so viel Andrang vor dem Schalter. Anschliessend gehts mit dem neuen Auto zu unserem Hotel Best Western Plantation Suites. Wow, mega coole Suite hier! Wir haben ein Wohnzimmer mit Küche, Bad und ein riesen Schlafzimmer. Das Hotel ist direkt neben dem Coconut Place. Ein Einkaufsplatz mit ganz vielen Läden. Sonntagabends hat dort leider nicht mehr viel geöffnet. Aber wir finden noch was, um unser Morgenessen zu besorgen, und etwas zu Abend zu essen.

01.11.2010
Wir erwachen um 8, die Sonne drückt schon etwas durch. Gemütlich nehmen wir ein Frühstück auf dem Balkon. Es ist schon jetzt schön warm. Wir haben uns entschieden heute den Canyon zu besuchen. Etwa 40 Meilen jedoch geht es rund 2 Stunden bis zum Canyon Aussichtspunkt. Unterwegs betrachten wir die phänomenale Aussicht. Wir fahren an die verschiedene Punkte, der Nebel bleibt leider am Berg hängen, sodass wir nicht immer alles sehen. Wir sehen auch zur Insel Niihau, auf welche keine Touristen dürfen.
Am obersten Punkt machen wir noch eine Wanderung zu einem höhergelegenen Aussichtspunkt. Unterwegs sehen wir dann endlich bis zur Bucht. Die Wanderung war doch ziemlich anstrengend, die feuchte Luft schlaucht extrem und der Boden ist oft nur Matsch, es geht ständig rauf und runter. Oft wird es zu einer Rutschpartie. Auf dem Rückweg fahren wir zum «spooking horn», dies sieht aus wie ein Geysir ist jedoch keiner. Es hat unterirdisch ein Zufluss vom Meer. Wir fahren weiter zum Doppelwasserfall - Peakafall, hier wimmelt es wieder von Hühner, überall hat es diese, es scheint hier eine Plage zu sein. Von dort noch zum letzten Wasserfall dem Wailuafall. Sehr viel sieht man nicht. Die Aussicht auf den Fluss ist jedoch schön und man sieht bis zum Meer. Nun machen wir uns auf dem Weg zum Supermarkt damit es auch ein Abendessen gibt.
Später gibt’s dann noch eine gemütliche Runde im warmen Jacuzzi.

02.11.2010
Wir erwachen vor dem Wecker um 7:00 Uhr. Aufstehen und frühstücken, danach machen wir uns auf den Weg Richtung Princeville. Unterwegs treffen wir auf unsere ersten grossen Wellen. Vom Ufer her kann man nicht bestimmen wie hoch sie sind, aber sie “rollen” und “brechen” schön. Auf dem Weg hats einige Stopps mit schönen Landschaften (z.B. Hanalai Lookout). Wir machen Stopp im Ching Young Village Shopping Center, wo es diverse Lädelchen gibt.
Die Fahrt geht weiter nach Haena, wo wir die «Waikapalae wet cave» bestaunen und langzeitbelichten. Der Strand dahinter hat ebenfalls grosse Wellen. Wobei bei die Surfer Hochsaison, welche ja erst beginnt, bis zu 12 Meter hohe Wellen beschert. Und so gross waren sie dann doch noch nicht. Der Weg hier geht nicht weiter. Irgendwo haben wir gelesen, dass auf dieser Insel nur 30% des Sehenswerten per Auto erreichbar ist. Für den Rest muss man wohl den Hubschrauber nehmen, welcher hier auch rege benützt wird. Es ist bisweilen fast nervig, so viele Hubschrauber. Wir fahren also retour und bestaunen die zweite Höhle «Maniniholo dry cave». Diese ist begehbar und recht gross.  Am Strand davor essen wir unser mitgebrachtes Mittagsessen.
Die Fahrt retour führt wieder an den schmucken Häuschen am Strand vorbei. Diese sind hier alle auf Stelzen gebaut. Wahrscheinlich für den Fall das die Flut kommt. Aber hier würde es sich leben lassen. Wir fahren zum «Kilauea Lighthouse». Zu unserem Erstaunen ist hier der National Park Pass gültig. Wir bekommen Sicht zur donnernden Brandung. Es hat viele Enten auf dem Platz, welche hier nisten. Auf den Felsen ringsum hat es ausserdem viele Vögel. Leider ist der Leuchtturm selbst eingepackt, sodass man ihn nicht gut fotografieren kann.
Wir fahren wieder retour zum Hotel, wo wir auf dem Weg bei Safeway noch etwas einkaufen. Dann ab an den Strand und zum Schwimmen ins Pool. Am Abend heissts Koffern packen, wir müssen morgen früh los, um auf Maui zu kommen.

03.11.2010
Früh aufstehen, packen und zum Flughafen fahren. Die Wage Rückgabe klappt schnell.

Maui
03.11.2010
Ankunft in Kahului.

Wir fahren zu unserem Hotel “Maui Coast”, wo wir ein superschönes Zimmer beziehen. Es sieht alles recht neu und modern aus.
Wir machen uns auf nach Honokohau Bay. Wir fahren dabei an wunderschönen Stränden vorbei. Die Temperatur zeigt zwischen 29-30°. Auf dem Weg hat es noch eine längere Baustelle, bei welcher der Verkehr nicht so flüssig läuft. Allgemein fällt auf, dass eigentlich überall, wo wir waren gebaut wurde. Wahrscheinlich, weil Nebensaison ist. In der «Honokohau Bay» hat es sehr viele Surfer im Wasser. Wir machen kehrt und fahren retour. Wir halten in Lahain. Ein wunderschönes Städtchen. Wir gehen in ein Gebäude shoppen, es hat ganz viele Läden darin, welche schön ringsum angeordnet sind. In Lahain hat es ausserdem den «Banyan Tree», ist der grösste Banyan (ein Baum aus der Ficus-Familie) Hawaiis. Ein ganzer Markt findet darunter Platz.
Wir fahren retour Richtung Hotel und noch weiter nach unten Richtung Wailea. Das scheint die Edel-Hotel Meile zu sein. Es hat hier auch viele Golfplätze. Alles ist wunderschön begrünt. Ein Stück weiter im Landesinneren ist es karg. Die Strasse geht weiter zum Big Beach, wo es anscheinend den feinsten Strand geben soll. Wir fahren erst noch weiter durch die erstarrten Lavafelder. Welch ein Anblick! Quer durch die Lavafelder führt eine schmale Strasse, wo sich bisweilen keine 2 Autos kreuzen können. Die Strasse für hoch und runter, genauso wie die Lava erstarrte. Der Anblick ist gewaltig. Man sieht den Strom, welchen die Lava durch die Landschaft genommen hat, und bis ins Meer floss. Am Strand hat es auch überall erstarrte schwarze Lava.
Wir drehen irgendwann um (anscheinend ist diese Strasse nämlich nicht durch die Versicherung unseres Mietwagens abgedeckt, wahrscheinlich, weil sie so schmal ist). Das für den Durchschnittsamerikaner dies sehr schwierig ist, sehen wir bei der Retourfahrt. Ein entgegenkommendes Auto fährt schon sehr früh retour. Als ich ganz an den Rand fahre, um ihm Platz zu machen, traut er sich fast nicht durchzufahren und fragt erst. Es hat sicher noch einen halben Meter Platz zwischen unseren Autos. Zitternd fährt er dann vorbei. Nun ist klar, weshalb man mit dem Mietwagen nicht hier durchfahren soll. ;-) (Für uns Schweizer ist das eigentlich eine normale Bergstrasse...)
Danach machen wir noch halt am «Big Beach» und kehren dann heim ins Hotel. Wir verpflegen uns, checken das Wetter für morgen und legen uns schlafen. Auf dem Plan steht Tagwache um 2.45 Uhr, um den Sonnenaufgang auf dem Haleakala zu bestaunen. Das Internet sagt morgen Vormittag das bessere Wetter voraus als Übermorgen. Mal schauen...

4.11.2010
2:45 Tagwache! Wir schauen raus uns sehen Sternen, somit steht dem Ausflug auf den Haleakala nichts im Wege, wir fahren zurück Richtung Flughafen, es fängt an zu regnen, je näher wir dem Haleakala kommen wie schlimmer wird es. Die Sichtverhältnisse auf der Strasse sind nicht so toll, es hat Nebel. Kurz vor 5 sind wir dort, es hat noch kaum Autos, jedoch kommen immer mehr auch Cars, alle drängen sich unter das WC-Häuschen und suchen Schutz vor dem Regen, es ist stock dunkel, wir suchen mal den Einstieg zum Trail für den aussichtpunkt, es wird immer schlimmer und wir verziehen uns ins Auto, um halb 6 entschliessen wir uns zurückzufahren zum «kalahaku overlok», evt sieht man dort mehr, aber auch dort, ist es neblig und regenreich, immerhin hat es dort einen Unterstand und wir sind alleine. Um halb 7 brechen wir auf, zwischenzeitlich ist zwar heller und man sieht Umrisse, viel mehr sehen wir jedoch nicht. Nach einem kurzen Tankstopp fahren wir Richtung Kaupo. Wir durchqueren das Upcountry, es ist alles ausgestorben, die Touristensaison ist wohl vorbei. Immerhin es ist dort trocken und die Sonne kommt zum Teil. Kurz vor Ende des Fahrverbotes steigen wir aus dem Auto aus und wollen die Aussicht geniessen, es windet uns fast fort... wir kehren um. Der Haleakala ist immer noch wolkenverhangen sodass wir zügig daran vorbeifahren Richtung «Ioa Needle». Heute scheint der Regenbogentag zu sein. Wir sehen einen Regenbogen nach dem anderen, und darunter sind so intensive farbige, wie wir sie noch nie gesehen haben.
Beim «Ioa Needle» wird schon beim Zufahren klar, dass wir auch hier kaum etwas der Aussicht sehen werden, es regnet wiedermal... immerhin ein hoher Wasserfall ist zu sehen, und der Wind und Regen von der Nacht hat einige Steinbrocken auf die Strasse gerissen. Nach langem Überlegen brechen wir ins «Maui ocean center» auf. Dort bestaunen wir das Riesenaquarium und sehen einige bekannte Fische und Haie wieder. Zurück im Hotel machen wir es uns vor dem TV gemütlich, und schauen eine Infos über Hawaii im speziellen Maui an. Endlich sehen wir hier wie blau der Himmel sein könnte, und  wie der Krater bei Sonnenaufgang aussehen sollte. Wir werden es sicher nochmals versuchen.

05.11.2010
Der Wecker kommt heute um 7 Uhr. Wir müssen wieder zügig los, da wir nach Hana (resp. Oheo Gulch) wollen. Und der Weg dorthin ist recht weit. Laut Führer braucht man 3,5h für einen Weg (56 einspurige Brücken, 617 Kurven, 50 Meilen). Bei uns im Hotel ist das Wetter super. Aber je näher wir dem Flughafen kommen, desto schlechter wird das Wetter. Es ist unglaublich, der Haleakala und der Puu Kukui sind beide wieder Wolkenverhangen. Die Streifen um Kihei hat immer gutes Wetter, aber überall anderswo ist es nicht so toll. Naja, wir fahren weiter und müssen schon bald den Scheibenwischer einschalten. ;-)
Der erste Stopp ist bei Paia am Hookipa Beach. Dies ist anscheinend das Windsurfzentrum des Sports. Der Strand ist jedoch gesperrt, und so bestaunen wir die Wellen, bis der Regen wieder anfängt. Die Fahrt geht weiter. Die vielen Kurven beginnen. Die Höchstgeschwindigkeit der Strecke ist auf 15 Meilen angelegt. Für Amerikaner verständlich. Die Einheimischen dort kennen jedoch keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Man soll rechts rausfahren, wenn jemand von hinten kommt. Das wird auch schön anständig gemacht. Alle machen uns den Weg frei, und so können wir mit anständiger Geschwindigkeit die schöne Kurvenstrasse durchfahren. Leider ist die Sicht sehr schlecht. Wir sehen bisweilen nicht mal bis zum Meer hinunter.
Der Haipuaena Wasserfall ist ganz schön eindrucksvoll. Es hat natürlich recht viele Wasserfälle auf dem Weg. Durch den Regen des letzten und heutigen Tages führen diese auch ganz schön viel Wasser. Es fallen auch Geröll oder Äste auf die Strasse. Als wir um eine Kurve biegen, ist unsere Spur voll mit Herd und Geröll überdeckt. Zum Glück kann man auf der anderen Seite ausweichen. Die Strasse ist bisweilen recht schmal und teilweise einspurig.
Der nächste grössere Stopp ist vor Hana. Wir begehen einen Lava Tube. Das ist ein Tunnel, welcher die fliessende Lava durch die Erde gefressen hat. Wir bekommen starke Taschenlampen, und können den Tunnel selber begehen. Dieser ist ¼ Meile lang. Es hat überall Infotafeln, wo alles schön beschrieben ist. Es ist Stockdunkel im Tunnel. Man sieht rein gar nichts, ohne Taschenlampe. Es gibt ein paar Langzeitbelichtungen mit der Kamera, und mit dem Lichtstrahl der Kamera fahren wir die Wände ab. Das wirft genügend Licht für die Kamera retour. Im Tunnel ist es recht tropfig, aber extrem spannend. Wir verweilen 1,5 h darin, ohne dass wir es merken.
Danach geht es weiter zum Waianapanapa State-Park, welcher ganz in der Nähe ist. Wir spazieren die angeschriebenen Sehenswürdigkeiten an. Z.b. die gewaltigen Wellen, die die Bucht schlagen, oder den schwarzen Strand. Es hat dort ausserdem noch Becken mit grünen ganz stillen Wassern, welche in Höhlen gelegen sind. Das Wetter hält, aber sobald wir ins Auto einsteigen fängt es wieder an zu regnen. Das nächste Ziel ist der «Kaihahulu Beach». Ein roter Strand. Diese Attraktion kennt fast keiner, weshalb sie auch schwierig zu finden ist. Der Parkplatz, welcher im Führer beschrieben ist finden wir schnell. Dann fragen wir ein paar Kids, welche uns die Richtung weisen und meinen, dass der Weg gefährlich sei. Wir laufen zu den Hana Maui Hotels, wo der Trampelpfad irgendwo beginnen soll, können ihn jedoch nicht finden. Wir beobachten zwei weitere Personen, welche suchend umherlaufen. Wir laufen ihnen hinterher, und finden dann den Trampelpfad welcher zuerst in den “Dschungel” führt, bis wir dann den roten Strand zu sehen kommen. Zu viert haben wir ihn somit gefunden. Wir versuchen den Abstieg, es ist sehr steil und rutschig. Durch die Regenfälle wurde der Weg noch gefährlicher. Deshalb geben wir etwa auf halber Höhe auf. Es ist zu gefährlich. Und man sieht schliesslich auch von hier gut zum Strand.
Die Fahrt geht weiter nach Kipahulu. Die Strasse hat keine Mittellinie mehr, hier muss man selbst zurechtkommen. ;-) In Kipahulu ist ein weiterer Teil des Haleakala Nationalparks. Wir bestaunen wir Sevenpools. Das sind so “Pools” innerhalb des Baches. Bei normalen Wetter kann man hier in diesen Pools baden. Heute ist es natürlich gesperrt, da reissend viel Wasser kommt. Das Wetter reisst wieder etwas auf. Wir gehen einen Trail nach oben, zu einem weiteren Wasserfall. Kaum sind wir dort angekommen, fängt es an zu regnen. Wir sind also schön nass bis wir wieder beim Auto sind. Zum Glück ist jedoch schön warm, somit ist es selbst nass nicht kalt.
Wir fahren die Strasse wieder retour. Teilweise sehen wir etwas mehr, und können bis zur Küste sehen. Bei schönem Wetter wäre die Strasse phänomenal. Gegen Ende der Kurvenstrasse giesst es wie aus Kübeln. Einmal ist die eine Fahrbahn von einem Baum versperrt. Den Schutt vom morgen, haben sie jedoch bereits weggeräumt.
In Kihei finden wir noch ein gutes Restaurant mit sehr feiner italiensicher Pasta. Beim Longs Drugs Einkaufszentrum (gleich links davon im Ecken). Das Restaurant heisst “Antonios”.

06.11.2010
Der Abend gestern ging noch etwas länger, bis alles gepackt und parat für den Weiterflug heute war. Wir planten auch noch einen Anlauf auf den Haleakala für den Sonnenaufgang. Der Wecker stand auf 03:45.

Die Fahrt sieht bedeutend besser aus als Vorgestern. Man kann bisweilen auch Sterne um den Haleakala sehen. Auf dem Weg treffen wir auch noch auf ein grosses Feuer. In einem grossen Kreis wird etwas verbrannt. Keine Ahnung was. Könnte geerntetes Zuckerrohr sein, das hier gross angepflanzt wird. Die Fahrt auf 3000 Meter beginnt. Die Wagen vorne dran gehen immer schön zu Seite, wenn man schneller kommt. Zeitweise fängt es an zu regnen, zeitweise ist es trocken und man kann Sterne sehen. Die letzten etwa 500 Höhenmeter fahren wir in teilweise dichtem Nebel. Auch oben angekommen ist alles noch in Nebel gehüllt und es regnet leicht. Wir machen uns gleich auf den Weg nach dem (???) Lookout, welcher 0.3 Meilen vom Parkplatz entfernt ist. Dort soll es weit weniger Touristen haben. Wo wir anfangs noch alleine sind, kommen auf einmal etwa 30-40 Leute, welche teilweise natürlich genau vor die Linse stehen. Anfangs sieht man gar nichts, doch plötzlich lichtet die Sonne etwas durch die Wolken durch. Der Nebel lichtet sich etwas und eine wunderschön mystische Stimmung wird in schönes Morgenrot getaucht. Der schwallende Nebel bringt jedoch auch Wasser und Niesel mit, womit wahrscheinlich das Objektiv ziemlich beschlägt. Der Nebel kommt und geht. Wir sehen zwar leider nie in den Krater, aber die Stimmung ist phänomenal. Es sieht so aus, als ob sich der Nebel speziell für den Sonnenaufgang gelichtet hätte. Wir fahren noch etwas weiter zum (???) Lookout. Bisweilen sehen wir von hier bis zur Küste. Man sieht hier auch die speziellen (?Name?) Pflanzen, welche nur ein einziges Mal in ihrem Leben blühen und dann absterben. Deshalb sieht man sie auch fast nie blühen. Die Pflanze ist vom Aussterben bedroht, deshalb wurden die wilden Tiere ausgerottet oder ferngehalten, damit die Population dieser speziellen Spezies weiter bleibt. Beim Runterfahren sind wir bereits wieder im Nebel und es regnet bisweilen. Die zwei unteren Lookouts sind komplett eingehüllt. Sodass uns eine live Sicht zum Krater verwehrt bleibt.
Wir fahren runter und versuchen unser Glück nochmals am Ioa Valley (Ioa Needles), wo wir gestern schon kurz hingefahren sind, jedoch gleich wieder umkehrten. Das Wetter sieht momentan etwas besser aus. Man muss jedoch 5$ bezahlen um dort parkieren zu dürfen. Das finden wir im Nachhinein etwas übertrieben, für das, was es zu bieten hat. Gut vielleicht ist die Landschaft bei besserem Wetter schöner, aber das Gebiet selbst ist nicht weitläufig. Das Wetter hält nicht mehr und es fängt wieder an zu regnen.
Wir fahren zum Strand neben dem Airport und räumen unseren Wagen aus. Um 14:30 geht unser Flug.

Big Island
06.11.2010
In Kailua-Kona ist ein sehr offener Flughafen. Unser Hotel King Kamehameha's Kona Beach Hotel ist mega schön. Wir haben ein Seaside Zimmer gebucht und sehen damit direkt zum Meer. Nach dem kurzen Auspacken gehts für einen Bummel zum Kona Beach. Das Städtchen ist hübsch. Überall hat es schmucke Lädelchen, welche einem allerlei verkaufen. Wir essen im Kona Canoe Club direkt mit Meeresblick. Die Kellnerin warnt mich noch, dass denn der (Vorspeise) Nachos Teller gross sei. Wir ignorieren es, und sie bekommt recht. Mit vollen Bäuchen gehen wir zurück ins Hotel und holen erst mal den Schlaf nach, welchen wir in der Nacht zuvor nicht bekommen haben.

7.11.2010
Auch heute geht um 7 der Wecker los, wir wollen schliesslich zum Vulkan, reine Fahrzeit ist 2.5h es sind ungefähr 100Milen. Auf der Fahrt hat man Sicht aufs Meer, und wir sehen viele Kaffeeplantagen. Überall könnte man den Orginal Kona Kaffe degustieren. Je näher wir zum Vulkan kommen desto schlechter wird das Wetter... von weitem sehen wir schon wo wohl die Lava direkt ins Meer fliesst. Leider können wir dies heute nicht anschauen, das wäre nochmals mehr als eine Stunde fahrt. Als erstes steuern wir das Visitorcenter an und müssen feststellen das die Rundstrasse leider immer noch gesperrt ist, da der Qualm und die Gasse auf die Strasse gedrückt werden. Wir fahren zum Jacker observatorium und werfen einen Blick auf den Krater, viel erkennen kann man nicht, es regnet und ist neblig, es ist nicht ganz klar was Rauch vom Vulkan ist. Wir Steuer den nächstens Aussichtpunkt an, auch hier nicht viel zu sehen. Beim 3. Aussichtspunkt, dem Steam vents, sehen wir den heissen Dampf. Wir können nahe dran und es ist mega heiss. Anschliessend fahren wir zügig zum «Chain of Crater Road», und sehen schon bald wo die Lava in den 70er Jahren Richtung Meer floss. Unten am Meer ist die Strasse dann auch verschüttet und wir machen einen Spaziergang über die erkaltete Lava. Die Steine sind sehr scharfkantig und glänzen zum Teil in den Farben rot, gelb und blau. Zurück schauen wir noch den «Arch» aus Lavagestein an. Zwischenteilich zeigt sich auch die Sonne und wir fahren zurück zum Krater, unterwegs machen wir noch beim Lava Tube Pause. Es herrscht gerade Massenandrang mindestens 5 grosse Cars und einige kleine. Der Tube ist ausgeleuchtet und somit erscheint das Ganze nicht so dunkel wie auf Maui. Er ist auch viel kleiner, und in der Mitte hat es eine riesige Wasserpfütze, mit einem Stein in der Mitte und einem Ast kommen zur Stütze kommen wir jedoch trocken darüber. Zurück beim «Jacker Zenter» sehen wir endlich die Rauchwolke, im Museum erfahren wir noch das im Kraterloch flüssige Lava ist. Wir machen uns auf dem Rückweg nach Kona und machen noch stopp bei den «Tree Molds», dies sind riesige Löcher mit abdrücken von Baumrinden. Die Bäume hatten dem Lavafluss standgehalten und nach dem trocknen der Lava sind diese irgendwann verrottet. Zeitweise wachsen darin auch wieder neue Bäume. Als letzter Stopp fahren wir noch zum schwarzen Sandstrand. Zurück im Hotel sehen wir gerade noch den Sonnenuntergang. Anschliessend ziehen wir los und suchen ein Restaurant. Es war wiedermal sehr lecker. Als Abschluss vom Tag gehen wir noch in den Worlpool und ins Pool.

8.11.2010
Wir stehen zügig auf und kochen uns wieder Kaffee auf, natürlich den original Kona. Heute gehts Richtung Norden. Wir fahren zuerst nach «Pololu Valley» und bestaunen die Aussicht, im Anschluss gehen wir auf die andere Seite des «Kohala Berges» an den «Waipio Valley Lookout», hier ist es noch schöner, respektive man sieht die Klippen besser. Im Anschluss fahren wir nach «Laupahoheoe Beach Park». Ein wunderschöner Park, mit tischen und kleinen Häuschen zum picknicken, leider haben wir aber nichts dabei. An den alten Lavablöcken brechen sich die Wellen wunderbar. Anschliessend fahren wir noch etwas weiter zum Aussichtspunkt wo man den «laupahoheoe beach» von oben sieht. Wir entschliessen uns doch nicht in Hilo zu übernachten sondern wieder zurück ins Hotel zu fahren. Urprünglich wollten wir im Jeep übernachten. Unterwegs gibts immer mal wieder einen fotostopp. Hier vor dem Hotel hat es eine wunderschön geschützte Bucht, so hat es nicht mal Wellen.  Abendessen gab es mexikanisch. Heute wollen wir früh zu Bett, wir müssen bereits um 0:15 abfahren....

9.11.2010
Mitternacht wir machen uns langsam auf den Weg, es wird wohl etwa eine 3.5h Fahrt! Die Strassen sind nahezu Menschenleer. Nach knapp 3h kommen wir zum Milemarker, wo wir mit Chris abgemacht haben. Wir fahren mal daran vorbei bis ans Ende der Strasse. Dort sieht man aber nichts von Lava, also zurück zum Treffpunkt. Dort steht bereits ein Auto, wir vermuten dass diese zwei wohl auch mit auf die Tour kommen. 3:45 Chris trifft ein. Es geht los, die ersten Meter über erkaltete Lava, und schon sehen wir ein rotes glitzern. Der Boden wird ganz warm. Es ist nur ein kleines rotes Flammen flüssiger Lava in der Tiefe! Chris drängt uns, damit wir weitergehen. Es soll noch viel besser werden. Wir laufen quer zum Meer. Am Meer wäre es viel zu gefährlich, weil da etwas abbrechen könnte. Wir wandern und wandern, keine Ahnung wie lange. Vermutlich so eine Stunde. Das Laufen ist wie eine Mischung von Laufen auf Eis und Glas. Die extrem dünne Oberfläche ist scharf (nur ein paar Millimeter dick). Dann kommt der massive Stein. Bisweilen hören sich Schläge mit dem Stock auf dem Boden hohl an. Wahrscheinlich wird untenrum irgendwo die Lava durchlaufen. Die Sonne ist zwischenzeitlich aufgegangen, es hat jedoch so viele Wolken, dass wir es kaum merken.

Und plötzlich sehen wir es! Es glüht rot! Wir nähern uns vorsichtig, es wird immer heisser, bald ist es wie in einer Sauna. Wir haben jedoch noch Glück und der Wind weht von uns weg. Der Anblick der flüssigen Lava ist unbeschreiblich. Die Lava wälzt sich durch jegliche Lücken und kriecht voran. Wir schauen dem Phänomen gespannt zu und machen Unmengen von Fotos. Es ist einfach unglaublich. Teilweise laufen wir sogar über die zuvor flüssige Lava. Diese erstarrt innert Minuten. Es ist einfach extrem heiss, sobald man sich in der Nähe der flüssigen rotglühenden Lava befindet. Man hält es kaum aus. Ca 2h später ist die ganze Senke, die wir antrafen mit frischer Lava übergossen und es sieht ganz anders aus. Es ist unglaublich, wie sich in so kurzer Zeit so viel verändert hat! Extrem spannend wie plötzlich wieder Lava aus dem Gestein ausbricht, und sich ganze Ströme bilden. A

Zwischenzeitlich sehen wir sogar noch einen Regenbogen. Dass es zwischendurch aus Strömen regnet, registriert man gar nicht wirklich. Es gibt immer so kurze Schübe, dann ist es wieder trocken. Dafür ergibt sich ein hammer Bild, wenn der Regen auf dem heissen Stein verdampft. Und da es so heiss ist, trocknet auch die Kleidung wieder schnell. Wir sind schlussendlich viel länger dort, als  ursprünglich gesagt hat. Etwas wiederwillig machen wir uns dann auf den Rückweg und erreichen kurz vor 10 die Autos.
Wir fahren Richtung Lava Tree State Park, leider ist dieser aber geschlossen, zumindest die Strasse, somit fahren wir zügig Richtung Hilo und weiter zu dem Rainbowlfall. Wir sind schon etwas spät dran sodass wir nicht mehr einen ganzen Regenbogen sehen, eindrücklich war es dennoch, und es war stahlblau! Und dies in Hilo wo es sehr oft regnet. Wir machen uns kurz nach dem Mittag auf den Rückweg, es sollte wohl so 4h Autofahrt werden, die Müdigkeit macht sich langsam breit. Am Vulkano Park machen wir nochmals einen Abstecher und sehen heute sogar den ganzen Krater. Weiter gehts auf direktem Weg zum Hotel. Um 5 kommen wir müde aber glücklich zurück. Italienisches Abendessen. Eigentlich wollten wir noch etwas die Läden betrachten, doch diese sind leider schon geschlossen.

10.11.2010
Wir stehen gemütlich auf und machen uns Richtung Flughafen. Bei uns am Strand gäbe es noch einen Markt, doch dieser öffnet leider erst um 9.

Oahu
10.11.2011
Nach nicht mal einer Stunde Flug landen wir in Honolulu. Wir werden sogar mit einem Lei begrüsst. Einen wunderschönen Blumenkranz aus violetten Orchideen Blüten. Zügig weiter ins Hotel. Das Zimmer ist jedoch etwas alt, und unglücklich eingerichtet, jänu, immerhin haben wir Meersicht! Da es ziemlich windet und die Sonne von einer dunklen Wolke bedeckt ist machen wir uns parat und laufen durch die Strassen, überall hat es süsse kleine Läden und «Shoppingcenter» die unter freiem Himmel sind. Auf dem Weg finden wir noch ein Tairestaurant welches von aussen sehr gemütlich Aussicht, wir wollen am Abend dorthin fürs Nachtessen. Beim Zurücklaufen finden wir noch ein T-Shirt und wenden uns dann Richtung Meer. Am Strand spazieren wir zurück und bestaunen die anderen Hotel, zum Teil haben die Pools nur wenige Meter vom Meer entfernt. Zurück im Hotel ziehen wir uns um und gehen zum Strand, es ist kurz vor Sonnenuntergang. Das Wasser ist schön warm, wärmer als in Kona, oder evt hält die Wellenbrecher das kalte Meerwasser auch etwas zurück. Im frühen Abend ziehen wir los Richtung Restaurant, wir finden es auf Anhieb wieder. Das Essen ist extrem lecker und üppig. Mit vollem Magen machen wir uns auf den Rückweg. Es hat extrem viel Obdachlose unterwegs und ständig wollen sie einem zettelandrücken für irgendwelche Aktivitäten. Auch hat es viele Strassen Künstler, Musiker, Zauberer, Pantomime, Masseure ect.

11.11.2010
Wir stehen gemütlich auf uns machen uns auf dem weg und suchen ein Frühstück.Wir setzen uns an den Strand und geniessen das Morgenessen mit Sicht aufs Meer und Sonne im Gesicht. Zurück auf dem Zimmer packen wir und machen uns parat für den Rückflug nach san Francisco. Wir wären gerne noch länger hiergeblieben.

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So etwas schönes, und abwechslungsreiches haben wir noch nie gesehen, einfach Traumhaft.

Seit 2010 träumen wir davon irgendwann zurückzukommen.
Evt Klappts 2017??


Offline Angie

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Re: 2 Wochen Hawaii 2010
« Antwort #1 am: 30. September 2016, 15:46:41 »
Ganz lieben Dank für deinen Reisebericht, den ich in einem Rutsch gelesen habe :) Wettermäßig hattet ihr etwas Pech, aber im November kommt das gerne mal vor.

Der Lookout am Haleakala, wo ihr beim 2. Mal zuerst gewesen seid, heißt White Hill. Anschließend seid ihr hoch zum Red Hill gefahren, das ist der höchste Punkt des Haleakala.

Die Pflanze, die vom Aussterben bedroht ist, ist das Silversword, auf gut deutsch einfach Silberschwert.

Ich hoffe sehr für euch, dass ihr 2017 wieder nach Hawai'i reisen dürft. Das 'Iao Valley wurde dieses Jahr durch einen heftigen Tropical Storm so schwer zerstört, dass er auf unbestimmte Zeit gesperrt ist. Die 2 Trails, die früher existieren, gibt es nicht mehr, sie wurden weggespült und können wegen des fehlender Untergrundes nicht mehr an der ursprünglichen Stelle errichtet werden.
Liebe Grüße,
Angie


Hawai'i 1995/96,96/97,97/98,2000,01,04,05/06,07,09,10,11,12,13,14,15,16,17,18,19,20=storniert, 22=storniert, 22 Lanzarote, 23 Lanzarote