Kurzbericht Hawai'i 2019 live

 

Samstag: 25. Mai 2019:

Am 22. Mai flogen wir von Gran Canaria nach Frankfurt, wo wir zwei volle Tage zur Verfügung hatten.

Am 25. Mai flogen wir von Frankfurt über Los Angeles nach Honolulu, wo wir um 21:30 landeten. Die Flug von Frankfurt nach Los Angeles waren unspektakulär, ebenso der Flug von Los Angeles nach Honolulu.

Von Frankfurt nach Los Angeles flogen wir in der Business Class, was wir sehr genossen haben. Dank der Allergenliste, die seit neuestem in der LH-Maschine aufliegt wusste ich, wo Soja enthalten ist und wo nicht.

Von Los Angeles nach Honolulu flogen wir mit der United Airlines in der First Class. Wer meint, die First Class in der United sei etwas Besonderes, irrt sich. Diese United entspricht m.M.n. ungefähr einer Economy Plus, also mehr Sitzabstand und - gegenüber Economy Plus - breitere Sitze. Das war es auch schon.

In der UA war keine Allergenliste vorhanden und ich erfuhr, dass überall Soja enthalten sein kann. Also konnte ich nur Abstand von diesem Essen nehmen, ausgenommen 4 Cocktailtomaten.

Kaum im Condo eingecheckt fuhren wir noch zum Foodland in der S. Beretanie Str., der im Juni d. J. geschlossen wird. Wir kauften das Nötigste und gingen erst um 4 Uhr morgens ins Bett.

 

Sonntag, 26. Mai 2019:

Es kam, wie es kommen musste - wir wachten erst um 12 Uhr mittags auf. Egal, wir haben Urlaub!

Nach einem ausgiebigen Frühstück trödelten wir herum und fuhren erst am späten Nachmittag ins Ala Moana Center. Dort kauften wir beim AT&T zwei SIM Cars zu je $ 35/30 Tage mit 1 GB. Das genügt für uns und ist die preiswerteste Variante.

Dann ging es nochmals zum Foodland, um den Rest zu kaufen.

Was morgen auf unserem Plan steht, wissen wir noch nicht, denn meine Liste ist sehr lang!

 

Montag, 27. Mai 2019:

Heute ist Memorial Day. Am Vormittag bummelten wir an der Kalakaua Ave. und der Kuhio Ave. entlang. Mittags wollten wir nur eine Portion French Fries essen, aber in Waikiki French Fries finden, die NICHT in Soybean Oil fertig gestellt wurden, ist offenbar ein Ding der Unmöglichkeit. Es blieb uns nichts Anderes übrig, als zum Condo zu gehen, wo wir eine Kleinigkeit aßen.

Am Nachmittag gingen wir zum Ala Moana Beach Park, wo heute das Lantern Floating stattfand. Seit diesem Jahr trägt das Lantern Floating einen neuen Namen, nämlich Shinnyo Lantern Floating.

Her Holiness Shinso Ito war natürlich selbst vor Ort, man konnte ihre Reden an den Großbildleinwänden sehen:

 

Im Anschluss begann das Shinnyo Lantern Floating, hier nur zwei Fotos, mehr gibt es später im ausführlichen Reisebericht:

Dieses Jahr wurden rund 50.000 (!) Besucher gezählt.

Zu Fuß ging es zum Waikiki Banyan zurück, wir waren rasch unterwegs und benötigten 50 Minuten.

 

Dienstag, 28. Mai 2019:

Mein Laptop ist entweder ganz im Eimer oder mit ein wenig Glück noch zu retten. Ich kann auf die externe Festplatte nicht mehr zugreifen, weil ich über das iPad schreibe.

Ich kann nur verraten, dass wir heute im Ho‘omaluhia Botanical Garten waren. Angeblich reicht 1 Stunde, wir waren 3 Stunden dort und haben bei weitem nicht alles gesehen. Wir wollten gerne alles sehen, aber das war unmöglich, da der Garten um 4pm sperrt.

Michi bemüht sich schon fast 4 Stunden mit dem Laptop, sollte er ihn wieder hinkriegen, reiche ich gerne Bilder nach.

 


Mittwoch, 29. Mai 2019:

Nachdem mein „United Schnupfen“, wie ich ihn nenne, gestern ganz besonders arg war und Michi sich gestern Abend auch nicht wohl fühlte, beschlossen wir, es heute ganz gemütlich angehen zu lassen.

Ganz gemütlich heißt meistens bei uns, ein wenig bummeln.Dazu bot sich das Ala Moana Center an.

Unser erster Weg führte uns zum AT&T-Laden, denn seitdem ich die Hawaiian Sim-Card habe, gehen schon frühmorgens und später im Laufe des Tages zahlreiche Anrufe vom Mainland ein. Was wir vom jungen Mann beim AT&T erfuhren, warf uns vom Hocker.

Wir bummelten dann gefühlt ewig umher, aßen knusprige Hähnchenteile beim Jollibee, das war richtig lecker.

Wir beobachteten ein wenig die anderen Leute, sie kauften unglaublich viel in Boutiquen ein.

Anschließend fuhren wir zum Office Max, Michi wollte endlich eine neue externe Festplatte kaufen (mit 1 TB, unsere beiden 500 GB externe Festplatten sind schon uralt) und ich habe nicht die geringste Lust auf weitere Probleme. Die Cloud kommt für Michi nicht in Frage (noch nicht....... ;) ).

Wir fühlen uns nach dem ruhigen Tag besser, sodass wir morgen hoffentlich ein wenig wandern können.

 

Donnerstag, 30. Mai 2019:

Was ich gestern verschwiegen habe: Im Ala Moana Center waren wir zwischendurch im Island Vintage Shave Ice. Michi bestellte für sich einen Kaffee, ich wollte nichts. Doch auf einmal sah Michi bei einem anderen Kunden einen köstlich aussehenden Früchtebecher und er meinte, das wäre etwas für mich. Oh ja, der Früchtebecher sah wirklich sehr lecker aus und Michi bestellte einen für mich, während ich den einzigen freien Tisch verteidigte. Michi erkundigte sich, ob ohnehin nichts mit Soja im Früchtebecher enthalten sei und wies auf meine Sojaallergie hin. Nein, wurde ihm versichert, da ist ganz sicher kein Soja drinnen , also ließen wir uns beide den Inhalt des Früchtebechers schmecken, der zu unterst eine Lage mit Granola hatte. Nachdem wir alles aufgegessen haben, sagte Michi zu mir "guck doch mal im Internet nach, was diese Acai Bowl (der Früchtebecher) wirklich alles enthält". Das tat ich umgehend und erschrak! Granola wird mit Sojabohnenöl zubereitet!!! In mir schrillten sämtliche Alarmglocken!!! Aber ich konnte nichts mehr ändern, zu spät ist zu spät...

Heute wollten wir entweder wandern oder etwas anderes tun. Michi schlug vor, noch einmal in den Ho'ohamulia Botanical Garden zu fahren. Diese Idee gefiel mir hervorragend, aber nicht meiner Sojaallergie, mit dessen Folgen ich mich heute herum schlug - den ganzen lieben Tag lang. Es blieb uns nämlich nichts anderes übrig, als im Condo zu bleiben.

Michi bemühte sich weiterhin mit meinem Laptop und kam sehr gut voran, bis er schließlich grünes Licht zur Benutzung gab!! Meine Freude war übergroß, denn nun kann ich wieder auf meine Website zugreifen, um diesen Bericht weiter zu schreiben. Und überhaupt - ich kann den gesamten Laptop so benutzen wie zuvor!

So sah heute in der Früh der Blick zu den Ko'olau Mountains aus:

Wunderschön, oder?

Meinem Stitch-Programm ist es allerdings zu verdanken, dass der Ala Wai Kanal nicht gerade, sondern etwas gebogen dargestellt wird. Aber gut, damit kann man leben, wenn man es weiß.

 

Nachtrag der Fotos vom Ho'omaluhia Botanical Garden vom 28. Mai 2019:

Foto unterhalb: An dieser Stelle darf nicht im See geangelt werden:

Stau am H1 Richtung Honolulu gegen Abend:

 

Ich musste jetzt ein paar Tage pausieren, da ich im Ala Moana Center in Honolulu eine Acai Bowl aß, Michi aß nur wenig, daher traf mich das in der Acai Bowl vorhandene Sojabohnenöl mit voller Wucht.

Deswegen setze ich meine live-Berichterstattung von Hawai'i erst am

Montag, 3. Juni 2019 fort.

Der Höhepunkt meiner zuletzt stattgefundenen Sojaallergie war am Sonntag, 1. Juni 2019, gefolgt von der Nacht zum 2. Juni und den 2. Juni untertags.

In der Nacht zum 2. Juni ging es mir ganz schlecht. Massivste Durchfälle, massivstes Erbrechen setzten ein, begleitet von enormer Müdigkeit und Kraftlosigkeit.

Wir überlegten ernsthaft, ob wir unseren geplanten Flug von O'ahu nach Kaua'i am 2. Juni nicht verschieben müssen. Mein Wunsch war es, nach Kaua'i zu fliegen, aber würde ich das überhaupt schaffen?

Zum Glück hatte ich fast zur Gänze unsere beiden Koffer schon zuvor gepackt. Das letzte - und auch teilweise unsere Kofferrucksäcke - musste Michi alleine packen. Ich war viel zu schwach dafür, zudem trat immer wieder plötzliche Übelkeit auf.

Wir konnten wie geplant am 2. Juni nach Kaua'i fliegen. Bei Alamo konnten wir einen 4-door Jeep Wrangler ergattern. Damit fuhren wir zu den Plantation Hale Suites, wo wir zwar früher schon des öfteren gewohnt haben, aber noch nie in einem privaten Condo. Das war bzw. ist dieses Jahr neu für uns in den Plantation Hale Suites in Kapa'a.

Hier ist der Link zu dem von mir vor Monaten gebuchten Condo > KLICK

Das Condo sieht - bis auf Kleinigkeiten - genau so aus wie auf dem Link. Eine genaue Beschreibung von mir wird es nach diesem Urlaub geben, was aber ein wenig dauern wird.

Wir sind im großen und ganzen sehr zufrieden.

Heute, am 3. Juni 2019, hatten wir ein blind date mit einer Userin aus meinem Hawai'i-Forum. Sie suchte in meinem Forum dringend nach jemandem, der ihr eine kleine, für sie sehr wichtige Schraube, nach Hawai'i mitbringen kann. Eine Userin meldete sich, doch die gewünschte Schraube kam einen Tag nach ihrem Abflug nach Hawai'i an, also zu spät.

Ich kontaktierte das Steigenberger Airport Hotel und fragte, ob es möglich ist, dass jemand anderer ein kleines Kuvert für uns dorthin schickt. Ja, wurde mir gesagt, wenn ich eine bestätigte Buchung habe, ist das machbar. Ja, ich hatte natürlich eine bestätigte Buchung, sodass ich beim Einchecken ins Steigenberger Airport Hotel das Kuvert in Empfang nehmen konnte.

Ich fragte heute die Userin nicht, ob ich ihren Vornamen erwähnen darf, daher lasse ich es sein. Sie war heute sehr erfreut und auch dankbar, dass sie die nun längst ersehnte Schraube hat, sodass sie nun mit ihrem Mann und den beiden kleinen Kindern die weitere Weltreise ohne Sorgen genießen kann. Es ist schön, wenn man jemandem mit einer an sich kleinen Bitte so gut helfen kann.

Michi und ich fuhren am Nachmittag zum KFC nach Lihu'e, wo wir nur eine Kleinigkeit aßen. Dann ging es weiter zum Walmart in Lihu'e, wir kauften aber nur wenig, weil wir das Nötige schon gestern beim Foodland kauften.

Es tut mir leid, dass ich momentan noch nicht mit besonders schönen und vor allen Dingen nur wenigen Fotos dienen kann, aber meine Gesundheit machte mir einen dicken Strich durch die Rechnung. Ich hoffe sehr, dass sich das jetzt rasch ändert, damit wir unseren Urlaub genießen können.

 

5. Juni 2019:

Als ich heute aufwachte, stellte ich kurz darauf fest, dass es mir so gut geht, wie schon Tage nicht mehr.

Nach dem Frühstück, das wir am Lana'i verspeisten, begab sich Michi mit der Schmutzwäsche in die Laundry. Rein theoretisch und praktisch sollten wir gar keinen Zutritt zur Laundry haben, dieser steht nur Gästen des Resorts, aber nicht Gästen in privaten Unterkünften des Resorts zur Verfügung. Der Dame bei der Rezeption ist beim Einchecken offensichtlich ein Fehler unterlaufen, sodass wir Zutritt zur Laundry haben, auch nicht übel :-)

In der Zwischenzeit kümmerte ich mich um das Mittagessen. Dann fuhren wir zum Foodland, ein Kurzeinkauf war nötig und wir statteten dem Safeway einen Blitzbesuch ab.

Beim Safeway sahen wir wunderschöne Blumen, Michi kaufte mir einen Strauß wunderschöne Rosen :-)

Wasser zapften wir auch, damit ging es zum Condo und anschließend gingen wir zum Coconut Market Place hinüber, wo gerade die Hula Show begonnen hatte.

Die Kleine auf dem Foto unterhalb guckte sich immer bei ihrer Schwester (?) ab, welche Bewegungen diese tat und machte sie so gut wie möglich nach. Erstklassig waren die beiden!

Am Ende der Hula Show wurden selbst gebastelte Leis verkauft. Zu meinem großen Erstaunen kaufte Michi einen Plumeria-Lei und legte ihn um meinen Hals :-) Er sagte, meine Genesung müssen wir feiern! :-)

Es war für uns - nach all den Tagen zuvor - ein wunderschöner Tag.

Für morgen haben wir einen Plan, aber lt. Wetterbericht im TV will uns Petrus einen Strich durch die Rechnung machen. Warten wir es ab.

 

Freitag, 7. Juni 2019:

Wettermäßig sah es schon in der Früh traumhaft aus, also beschlossen wir, den Kuamo'o Nounou West Trail zu laufen. Den Trail liefen wir früher schon mehrfach.

Es war ein Zusammentreffen unglücklicher Umstände: Sehr matschiger Trail kurz nach Beginn und eine bei dieser Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit Selbstüberschätzung meinerseits, sodass wir nach kurzem Laufen beschlossen, umzudrehen. Wir wollten z. B. nicht wie jene Hiker aussehen, die uns entgegen kamen. Fast alle von denen hatten unliebsamen Kontakt mit dem Matsch, entsprechend sahen ihre Klamotten und Schuhe aus. Nein, das muss nun wirklich nicht sein.

Da wir schon in der Nähe waren, fuhren wir zum Keahua Arboretum, wo man wunderschöne Rainbow Eucalyptus bewundern kann.

Wir sahen Jugendlichen zu, die unterhalb der ziemlich neuen Brücke ein paar Seile angebracht und Schaukeln errichtet haben:

Nun ging es zum Kilauea Beach weiter. Eine in der Folge etwas raue Piste führt dorthin, lt. heutigem Stand jedoch mit jedem normalen Mietwagen zu befahren.

Wir liefen noch ein Stück an den Klippen entlang:

Drehten aber bald um und suchten uns einen schönen Platz, weil wir Seevögel beobachten wollten, derer es hier mehr als reichlich gibt.

Hier ein Rotschwanz-Tropikvogel:

Und hier ein Bindenfregattvogel:

Zahlreich flogen sie knapp über unseren Köpfen hinweg, teilweise kamen sie direkt auf uns zugeflogen, um dann rasch abzudrehen. Wir konnten fast nicht genug bekommen, traten aber nach längerer Zeit doch die Rückfahrt an.

 

Samstag, 8. Juni 2019:

Es wurde Zeit, dass wir endlich westwärts fahren und dort einen kleinen Trail im Koke'e SP laufen. Der Berry Flat Trail sollte es werden, den wir schon mehrfach gelaufen sind.

Dieser Trail wurde u. a. während des Hurrikans 1992 schwer in Mitleidenschaft gezogen, zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder geknickt.

Das für uns Schöne am Berry Flat Trail ist, dass dort nur sehr selten ein Tourist anzutreffen ist und auch Einheimische sieht man kaum.

Unten stehendes Bild zeigt den Wurzelstock eines Redwood Tree. Unglaublich, welche Wucht der Hurrikan Iniki hatte!

Der Trailverlauf ist für uns neu. Früher liefen wir nie über solch ein massives Wurzelgeflecht. Wir mussten vorsichtig gehen, um nicht zu stürzen.

Dieser Matsch zwang uns zum Umdrehen, wir hatten keine andere Wahl, denn wir kamen weder rechts noch links vorbei, überall war Matsch.

My home is my castle :-)

Am Trailhead stand unser Jeep im schönsten Sonnenlicht.

 

Sonntag, 9. Juni 2018:

Das herrliche Wetter lockte uns wieder in den Koke'e SP. Dieses Mal wollten wir Lapa Ridge Road & Trail laufen, das kennen wir bestens.

Dass uns auf dem Trail ein paar umgefallene Bäume bzw. abgebrochene Äste erwarten würden, war klar. Diese Schäden hat das Großfeuer im Jahr 2012 angerichtet.

Wir parkten unser treues Gefährt mitten auf der Wiese bei der Lapa Picnic Area:

Und dann liefen wir los.

Unten stehendes Foto zeigt die Blüten von Strawberry Guavas:

Nachfolgend erstmal nur 4 Fotos von der "Hürden-Wanderung", wie ich sie nannte. Weitaus mehr Gehölz lag auf der Fahrpiste von einst. Wir waren ständig beim Drübersteigen oder Drüberklettern oder auch beim unten-durch-schlüpfen:

Immer mehr zerkratzte ich meine Unterschenkel überall, ich blutete unaufhörlich. Es half nur mehr unser erste-Hilfe-Paket, damit ich weiter laufen konnte.

Nach einigen Stunden und zahlreichen Trink- und kurzen Erholungspausen waren wir wieder beim Auto.

Dieses Foto musste sein :-)

Dieser Ast auf der Contour Rd. lag, als wir zum Trailhead fuhren, noch nicht dort. Michi fuhr einfach darüber, was auch sonst? ;-)

Für morgen steht ein gemütlicher Tag am Plan.

 

Montag, 10. Juni 2019:

Eigentlich wollten wir heute länger schlafen, aber daraus wurde nichts, wir wurden nämlich schon um 6:30 munter.

Nach dem Frühstück folgte erstmal der Besuch des Pools, wenn man ihn schon vor der Nase hat :-)

Anschließend fuhren wir zu den Shops at Kukui'ula im Süden der Insel.

Michi meinte, wir könnten dort Ruth's Chris Steakhouse einen Besuch abstatten, aber beim Anblick der Speisekarte mit den Preisen verging mir der Appetit und wir gingen weiter.

Wenig später zog mich die Speisekarte von The Lanai an, dort las ich nämlich "Shrimp and Pork Belly". Auf Nachfrage erfuhren wir, dass dafür kein Soja verwendet wird. Perfekt!

Wir ließen uns nieder, Michi bestellte einen Lanai Burger und ich das auserkorene Shrimp and Pork Belly. Beides sah sehr lecker aus:

Und wie lecker das war! Ich war von meinen Shrimp and Pork Belly völlig hin und weg, wäre die Portion größer gewesen (ich hatte mit dieser schon gekämpft), hätte ich mich hinein gesetzt, so gut schmeckte es.

Michi, der nicht der geborene Burger-Fan ist, war von seinem Lanai Burger sehr angetan. Entwickelt sich gerade ein Burger-Fan? ;-)

Anschließend fuhren wir zu unserer Freundin nach Waimea und wurden wie immer auf das herzlichste begrüßt.

Wir ließen uns, wie auch sonst, gemütlich nieder und plauderten über alles, was im vergangenen Jahr passiert oder auch nicht passiert ist. Die Zeit verflog wie im Flug. Sie sagte, wir sollen nach hinten fahren und uns tropische Blüten aussuchen und diese abschneiden. Das taten wir gerne, ihr Garten ist ein Paradies auf Erden!

Da wir keine Vase im Condo haben, wählte ich eine Heliconia sowie zwei Red Ginger mit den entsprechenden Blättern.

In der Nähe konnten wir noch ihren Sohn begrüßen, Katie würde heute erst später kommen. Das dachten wir uns schon, denn früh fährt Katie vom Koke'e SP nur sehr selten zurück.

Nach längerer Zeit verabschiedeten wir uns und hielten dann noch bei Glenn, dem 1. Cousin von Israel Kamakawiwo'ole. Wie immer hatten wir eine CD mit Hawai'i-Musik im Auto laufen. Es kam, was kommen musste: Wir standen zu dritt in der Nähe vom Waimea River und sangen zu IZ's Lied!! Glenn hat dieselbe tolle Stimme wie IZ, unglaublich.

Auch von ihm mussten wir uns dann verabschieden und fuhren nach Kapa'a zurück.

Morgen möchten wir wieder wandern.

 

Dienstag, 11. Juni 2019:

Heute war KIng Kahemameha Day. Wir wollten mal nicht bei einer Floral Parade zusehen.

Aber von Anfang an.

Geplant war, dass wir heute wieder früh aufstehen, denn wir wollten den Maha'ulepu Trail ab dem Shipwreck Beach ein Stück entlang wandern. Unser Plan wurde jedoch von unserer Müdigkeit zerstört. Kurzentschlossen stellten wir unsere Wecker ab und schliefen herrlich bis 9:30 :)

Beim Frühstück auf dem Lanai stellten wir fest, dass es gar nicht übel war, dass unser Plan zwar nicht ins Wasser, aber in die Hitze fiel - es war um diese relativ frühe Uhrzeit schon sehr heiß und am Maha'ulepu Heritage Trail würde es noch heißer sein. Nein, nicht so mit uns.

Wir packten ein paar Dinge zusammen und fuhren als erstes nochmals zur Kilauea Bay, wo wir die Seevögel beobachteten.

Heute waren beim Kilauea Beach und in der Kilauea Bay deutlich mehr Leute als unlängst, auch wenn ich bei weitem nicht alle aufs Foto bannen konnte.

Nach längerer Zeit fuhren wir weiter nördlich und legten beim Kung Lung Center eine kleine Pause ein. Michi wollte einen doppelten Espresso, den er bei Kilauea Bakery & Pizza bekam. Die Namensänderung von "Kilauea Bakery & Pau Hana Pizza" auf "Kilauea Bakery & Pizza" sagt mir nicht zu, auch einer Angestellten nicht, die sich lt. ihren Erzählungen am Telefon noch immer mit "Kilauea Bakery & Pau Hana Pizza" meldet. "Pau Hana" heißt so viel wie "Feierabend".

Dann ging es westwärts weiter und beim Hanalei Valley Lookout folgte ein kleiner Fotostopp:

Nur einen Augenaufschlag weiter gefahren, gerieten wir in einen riesigen Stau, es war nur mehr eine Fahrspur zu befahren. Glatte 25 Min. warteten unzählige Autos mit uns, dass wir weiter fahren durften. Dann durften die entgegen kommenden Autos stehen...

Da hört sich wirklich jeder Spaß auf!

In Hanalei schlenderten wir ein wenig umher, gefühlt Tausende Menschen waren unterwegs. Der kleine Ort wurde richtig geflutet. Urlaubsfeeling? Fehlanzeige!

Wir blieben nicht lange und fuhren nach Hause.

Später sahen wir im TV, dass heute gegen 3:15pm in der Gegend vom Shipwreck Beach, von dem wir aus heute am Maha'ulepu Heritage Trail laufen wollten, ein Feuer ausgebrochen ist. 7 Helis seien im Einsatz gewesen, etliche Leute wurden evakuiert. Genaueres wurde noch nicht gesagt. Wir waren jedenfalls sehr froh, dass wir heute unseren Plan geändert haben, ansonsten wäre unser Jeep beim Shipwreck Beach gestanden, während wir wandern waren...

Für morgen haben wir natürlich einen Plan, was wohl Petrus dazu sagen wird? ;)

 

Dienstag, 12. Juni 2019:

Heute hieß es, nicht ungewöhnlich lange schlafen, wir wollten den Pihea-Alaka'i Swamp Trail ab der Mohihi Rd. laufen. Wir kennen den Trail schon, nur liefen wir ansonsten in umgekehrter Reihenfolge.

Uns war klar, dass die heute gewählte Loop-Reihenfolge im ersten Teil (Pihea Trail) weitaus anstrengender ist als umgekehrt, denn heute liefen wir erstmal nur hinauf, hinauf, hinauf, hinauf.

Der Trail begann zunächst ganz gemütlich, wir laufen auch mit einigem Abstand am Kawaiko'i Stream entlang.

Über dieses schmale Brett mussten wir einen kleinen Bach überqueren:

Einige der Hürden, die wir überwinden mussten:

Plötzlich war der Trail sehr stark überwachsen. Ich ging voran (Michi: "Ladies first"), hatte aber immer wieder Mühe, so etwas ähnliches wie einen Trail zu erkennen:

Zwischendurch stärkten wir uns. Michi liebt die reifen Brombeeren, ich die unreifen :)

Unmengen von Kahili Ginger!!! Hier verliefen wir uns und landeten plötzlich unterhalb beim Kawaiko'i Stream!! Tja, wo haben wir uns bloß verlaufen? Das kann nur im Dickicht des Kahili Ginger gewesen sein, eine andere Möglichkeit gab es nicht. Wir liefen zu jenem Punkt zurück, der noch nicht überwuchert war und sahen auf einmal einen ganz schmalen Trampelpfad, dessen Richtung uns bekannt vorkam. Und es stellte sich heraus, jetzt sind wir richtig :)

Wir brauchten beide dringend eine Pause und ich erkor diesen alten Ohia-Stamm, der bereits Moos-bewachsen war, als Sitzbank aus. Es war gemütlich und wir stärkten uns mit unserem Mitgebrachten.

Zungenfarne schlängeln sich um den Stamm eines Ohia:

Später begannen die Holzbohlen am Pihea Trail, die mit einem Gitter bespannt sind. Mittlerweile sind viele Gitter so marode, dass sie zu Beginn oder am Ende hoch stehen und man leicht stolpert, wenn man nicht aufpasst.

Bei der Kreuzung Pihea Trail/Alaka'i Swamp Trail wollte ich die mir bestens bekannte Pepper Plant fotografieren, aber sie existiert nicht mehr :( Stattdessen wachsen jede Menge Zungenfarne, die ev. für den Tod der Pepper Plant verantwortlich sind:

Am Alaka'i Swamp Trail wurden größtenteils neue Holzbohlen angebracht. Der große Nachteil: Sie sind nur halb so breit. An diesen Stelle bis zum Trailende an der Mohihi Rd. ist es egal, aber Richtung Kilohana Lookout ist es bei weitem nicht egal, im Gegenteil:

Hier waren wir nur mehr ca. 20 Min. vom Trailende an der Mohihi Rd. entfernt. Wir setzten uns auf das Gras und genossen die Ruhe, das Zwitschern der Vögel und die für uns traumhafte Landschaft:

Nur unweit davon: Einer der vielen Ohia lehua:

Eine Lillienart, die ich nicht genauer benennen kann. Dafür bräuchte ich eines meiner Hawai'i-Pflanzenbücher, die jedoch auf Gran Canaria geblieben sind:

Vom Trailende liefen wir ca. 20 Min., dann waren wir beim Auto.

Nachfolgendes Foto habe ich vom Alaka'i Campground aus geschossen. Man sieht, wie das große Alaka'i Swamp vor einem liegt:

Die heutige Wanderung war wiederum wunderschön. Dass wir uns verlaufen haben, war klar, so überwachsen wie in Teilen der Trail war. Für Michi und erst recht für mich war der Trail sehr anstrengend, aber ich freue mich riesig, dass ich ihn geschafft habe. Es war ein sehr großer Wunsch von mir für diesen Urlaub :)

Abends waren wir zu kaum mehr etwas fähig, wir waren einfach zu kaputt.

 

Donnerstag, 13. Juni 2019:

Es kam, was kommen musste: Wir wachten erst um 9:30 auf, obwohl beide Wecker auf 7:00 gestanden sind. Egal, wir haben Urlaub! Wir mussten aber unseren heutigen Plan ändern. Meinen Vorschlag, heute die Schmutzwäsche in die Laundry zu befördern, anschließend Michis Hemden zu bügeln, die Koffer großteils packen, dann ein wenig in Kapa'a bummeln und zum Abschluss in den Pool, fand Michi hervorragend.

Und genau in dieser Reihenfolge lief unser heutiger Tag ab, sodass wir morgen aller Voraussicht nach wieder im Koke'e SP zu finden sein werden :)

Michi hat einen Vorschlag für den morgigen Tag, ich wäre/bin sofort einverstanden, aber insgeheim ein klein wenig skeptisch, ob ich das schaffe. Aber! Ich WILL!!!

Braucht nur noch Petrus Michis Plan zustimmen. Bitte drückt die Daumen.

 

Freitag, 14. Juni 2019:

Wiederum lachte uns die Sonne an, als wir die Vorhänge beiseite schoben :)

Michis ursprünglicher Plan, der einigermaßen anstrengend gewesen wäre, wurde von ihm abgeändert.

Wir fuhren in den Koke'e SP, dort zuerst zum Kalalau Lookout:

Links am Zaun war immer ein Gate, das nicht versperrt war und dahinter konnte man den traumhaft schönen Kalepa Ridge Trail laufen. Leider ist das Vergangenheit, der Trail wurde gesperrt :(

Dass das eindeutige Verbotsschild trotzdem etliche Touristen missachtet haben, spricht dafür, dass sie keinerlei Respekt haben :(

Wir hielten uns nicht lange auf, fuhren ein Stück zurück und die Mohihi Rd. hinein, genau genommen bis zum Po'omau Canyon Vista Trail.

Hier stellten wir unseren Jeep ab:

Es ist ein kurzer Trail von nur etwas mehr als 0,25 Meilen one way, an dessen Ende konnte man immer sehr gut den Po'omau Canyon sehen, leider sind mittlerweile die Bäume gewachsen und die Sicht ist nicht mehr so gut.

Hier war es so schön, Vögel zwitscherten, ab und zu hörten wir einen Heli fliegen, im großen und ganzen Natur pur.

Nach einiger Zeit gingen wir zurück und steuerten gezielt, weil wir 2015 erstmals dort waren, einen "Weg", der keiner ist, an.

Wäre es nicht schon längere Zeit sehr trocken auf Kaua'i, würden die Po'omau Falls Wasser führen. Wir sahen nur die Spurrinnen:

Am unteren Ende ist normalerweise ein kleiner Pool, aber nicht bei dieser Trockenheit.

Wir fuhren auf der Mohihi Rd. zurück, hier eine der notdürftig "reparierten" Stellen:

Im Condo bereitete Michi Kaffee zu, während ich mich um das Befüllen unserer Kofferrucksäcke kümmerte. Den Kaffee genossen wir wieder am Lanai, das lieben wir.

 

Samstag, 15. Juni 2019:

Wir standen - rückblickend gesehen - zu früh auf. Wer konnte aber auch ahnen, dass just am heutigen Vormittag weitaus weniger Verkehr, geschweigedenn Stau, in Kapa'a ist? Schnell wie selten waren wir am Airport und retournierten unseren treuen Gefährten.

Wir waren zuletzt 2018 auf Maui, aber die für uns heutige Neuerung warf uns fast um!

Es gibt keine Shuttle Busse mehr, sondern es fährt eine Tram. Egal, bei welchem Autovermieter man das Auto gebucht hat, alle fahren mit dieser Tram.

Die erste Haltestelle ist bei "Departure", bei der zweiten - den Autovermietern - steigt man aus.

Man fährt mit dem Lift hinunter und steht vor einer riesengroßen Halle mit unzähligen Mietwagen sämtlicher Autovermieter. Alles schön nach Choice Line sortiert und auch beschriftet, man findet sich hervorragend zurecht.

Es gab niemanden, der uns zu einem 2-door zwingen wollte, es war gar kein Angestellter sichtbar. Traurig waren wir nicht, denn gerade von Maui kennen wir das leider ganz anders.

Schnurstraks steuerten wir die Jeep Wrangler an und sahen ausnahmslos 4-door. Ob irgendwo weiter rechts ein 2-door gestanden wäre, hat uns so gar nicht interessiert :)

Wir suchten uns einen Sahara mit sehr guten Reifen und auch sonst Top-Zustand aus, fuhren zum "Exit", zeigten meinen Skip the Counter Ausdruck vor, gaben bereitwillig für kurze Zeit meine Kreditkarte sowie Michis und meinen Führerschein ab und schon durften wir fahren. Achja, das Bordwerkzeug haben wir natürlich sofort beim Besichtigen des Autos kontrolliert - das passte :)

Damit fuhren wir zu den Haleakala Shores in Kihei, wo ich dasselbe Condo gebucht habe wir letztes Jahr. Mittlerweile hat das Condo einen neuen Besitzer. Die Einrichtung wurde zum Glück belassen. Obwohl wir 1 Minute vor 3pm dort waren, war die Lady noch beim Putzen, aber nicht mehr lange. Das Condo ist, wie schon letztes Jahr unter Joseph, tip-top in allen Belangen, sehr sauber, einfach nur perfekt. Wir lieben dieses Penthouse-Condo! :)

Nachdem wir unser Gepäck los waren, fuhren wir zum Foodland und kauften das Nötigste. Wieder retour gab es Kaffee, den wir auf dem Lanai genossen haben.

Es ist sooooo schön hier!! :) :) :)

 

16. Juni 2019:

Heute ist auf Hawai'i Father's Day. Man merkte es schon in den letzten Tagen, wo z. B. beim Foodland alles Mögliche zum Father's Day angeboten wurde.

Wir frühstückten am Lanai und bewunderten zwei hohe Bäume, die wir von unseren Sitzplätzen aus sehr gut sehen konnten. Ich weiß allerdings nicht, wie diese herrlich blühenden Bäume heißen.

Für uns stand heute der Polipoli State Park am Programm. Wir sahen es schon vom Hwy. aus, dass es dort wieder einmal mehr nebelig sein wird, aber solange es trocken ist, macht das nichts.


Zu Beginn ist die Polipoli Rd. noch eine gut befahrbare Piste, aber das ändert sich sehr rasch. Nicht zu Unrecht wird darauf hingewiesen, dass ein Allrad notwendig ist.

An dieser Y-Gabelung geht es rechts zur Polipoli Recreation Area mit einigen Picknicktischen und sogar Wasseranschluss, es ist jedoch kein Trinkwasser.

Links geht es zum Skyline Trailhead, hier fuhren wir.

Nach der Y-Gabelung kommen ein paar heikle Stellen, aber mit unserem Jeep Wrangler ist das kein Problem.

Beim Skyline Trailhead waren wir aus dem Nebel heraußen, die Sonne knallte herunter. Aus mir unerfindlichen Gründen machte mir diese wirklich nicht große Höhe zu schaffen, sodass ich lieber im Auto sitzen blieb.

Beim Abwärtsfahren wechselte immer wieder blauer Himmel und Nebel:

Etwas später sahen wir drei Radfahrer, die sich in Windeseile bergab begaben.

Möglicherweise waren die drei Angestellte von Science City, denn diese fahren oftmals nach Dienstschluss mit ihren Rädern ins Tal.

Auch beim Mamane Trail hing dichter Nebel.

Etwas weiter unten sah ich zahlreiche Akala-Sträucher (Akalas sind Hawaiian raspberries), ich pflückte einige davon:

Im Polipoli SP wachsen aber nicht nur Akala, sondern auch wild plums und banana poka.

Banana poka blühen aktuell rosarot, die Blüten sind ziemlich groß und schon während der Blüte bilden sich die Früchte, die aufs erste wie kleine Essiggurken aussehen :)

Man erntet die Früchte, wenn sie ca. 10 cm lang sind und gibt sie dann für ein paar Tage in dunkles Papier, alternativ eine Tüte, damit sie schneller reifen. Sie haben einen angedeuteten Bananengeschmack, uns schmecken sie sehr gut.

Von unserem Penthouse Lanai beobachteten wir einen schönen Sonnenuntergang:


Sorry, dass das Bild verwackelt ist :(

 

Montag, 17. Juni 2019:

Heute stand eine Trailkombination im Polipoli SP an. Wettermäßig sah es zuerst nicht so aus, als ob das möglich wäre, wir fuhren trotzdem dorthin.

Bei der Polipoli Recreation Area schien die Sonne, denn nichts wie los.

Am Plan stand: Polipoli Trail, Haleakala Ridge Trail, Plum Trail, Tie Trail. Ein Loop, der es zeitweise in sich hat.

Dann fiel langsam der Nebel herein.

Gestern erzählte ich von den Banana Poka, köstlich schmeckenden Früchten mit ihren rosaroten Blüten.

Hier ein Foto von einer Blüte der Banana Poka:

Michi erntete eine reife Frucht von dieser Schlingpflanze:

Und so sah sie geöffnet aus:

Den gelben Inhalt pult man mit den Zähnen heraus, das geht ganz einfach. Lecker, lecker! :)

Hier noch ein paar wenige Eindrücke der heutigen Trailkombination:

Dann sahen wir reife Walderdbeeren:

Auf der Rückfahrt lag ungefähr die Hälfte der Strecke in dichtem Nebel, wir sahen fast nichts:

Ein fantastischer Tag ging zu Ende :)

 

Dienstag, 18. Juni 2019:

Den heutigen Tag gingen wir ganz gemütlich an. Erst am späten Vormittag fuhren wir nach Lahaina. Wir bummelten die Front Street entlang, Michi gönnte sich ein Eis von Lappert's, ich frage sowohl dort als auch bei anderen Eisanbietern nach, ob sie zuckerfreies Eis hätten. Die einstimmige Antwort: No, we're sorry.

Wir fuhren am Hwy. weiter in nördliche Richtung. Unser Ziel war die Kapalua Bay, dort beginnt der Kapalua Coastal Trail, den wir bis zu den Klippen laufen wollten.

Als erstes steuerten wir den Hawea Point an, wo man mit großem Glück Shearwater brüten (oder auch nicht) sehen kann.

Wir trauten unseren Augen nicht, als wir auf einmal ein Ei liegen sahen und in unmittelbarer Nähe gut versteckt die Mama Shearwater!

Seht ihr die schwarzen Federn fast in Bildmitte? Das ist Frau Shearwater.

Nach einiger Zeit steuerten wir die Klippen an, die eine große Ähnlichkeit mit Dragon's Teeth in der Nähe haben:

Wir verweilten länger, weil es uns so gut gefiel und machten uns dann auf den Rückweg.

Wir fuhren wieder nach Lahaina, denn Michi wollte, dass unbedingt mein seit etlichen Tagen bestehender Wunsch nach Shrimps in Erfüllung geht. Bubba Gump Shrimp, die früher Shrimps in sojafreier Sauce anboten, hat das nicht mehr am Programm. Ein hinter uns stehendes Ehepaar gab uns den Rat, es bei Cheeseburger in Paradise zu versuchen, aber auch dort leider Fehlanzeige. Soja, wohin man sah.

Die dritte Chance bekam die Lahaina Seafood Co. Der Herr am Eingang war äußerst kompetent und bemüht und versprach, dass ich auf jeden Fall ein sojafreies Shrimpessen bekommen würde. Wir bekamen einen Tisch direkt am Meer, traumhaft schön!

Inzwischen war auch der Herr, der für unseren Tisch zuständig war, von meiner Sojaallergie unterrichtet und versprach ebenfalls, es werde alles zu meiner Zufriedenheit getan. Ich bestellte Shrimp Linguini, Michi einen Opah (Moonfisch), es schmeckte uns hervorragend! :)

Michi half mir bei den Shrimp Linguini und auch dann musste einiges am Teller zurück bleiben, die Portion war enorm groß.

Höchst zufrieden gingen wir zum Auto und fuhren nach Hause. Im Penthouse hatte es eine große Hitze, sodass wir wieder die Dachentlüftung einschalteten. Das ist wirklich eine feine Sache!

 

Mittwoch, 19. Juni 2019:

Das Wetter vom Highway aus auf den Haleakala sah nicht gerade prickelnd aus, aber wir fuhren trotzdem hoch und kauften beim Kassenhäuschen den Tripark Pass für $ 50, Gültigkeit 1 Jahr und für alle NPs auf Hawai'i.

Der eine oder andere von euch erinnert sich sicherlich. Ich schrieb schon oftmals, Originalgetränkeflaschen vor der Fahrt auf den Haleakala öffnen (und natürlich wieder zuschrauben), Chips-Säcken u.ä. anstechen.

Tja, ich stach heute unser Chips-Säckchen nicht an. Beim Visitor Center war es bereits prall mit Luft gefüllt:

Ein paar Höhenmeter weiter machte es hinter uns "knall", das Chips-Säckchen war aufgeplatzt, zum Glück oben und nicht unten:

Was lernt man zusätzlich daraus? Wenn man Chips-Säckchen nicht öffnet, sollte man sie sicherheitshalber in eine Tüte geben, die man verschließen kann. Wenn das Säckchen unten platzt (ist uns vor langer Zeit passiert), sind die Chips im Sack und nicht im Auto.

Beim Visitor Center sahen wir den Blütenansatz eines Haleakala Silverswords:

Beim zweiten Visitor Center war unser Ziel der White Hill, auch Pa ka'oao Trail genannt:

Der Blick von dort oben in den Haleakala Crater war wunderschön!

Wir gingen wieder zum Visitor Center hinunter, aber von dort war der Blick ebenfalls sehr schön - das Wetter tat sein übriges:

Im Penthouse angekommen beschloss ich, die Wäsche zu waschen. Warum auch immer, fiel mir neben dem Waschpulver ein Löffel in die Hände, der definitiv nicht unserer ist. Mir wurde ganz anders :(

Ich schrieb eine Mail an Kaua'i Exclusive, dort hatte ich das Condo auf Kaua'i gemietet. Ich bat um die genaue Postadresse, damit ich den Löffel zurück schicken kann.

Vorhin kam die Antwort: Der Herr bedankte sich für meine Ehrlichkeit, ich solle aber den Löffel als Andenken behalten und er wünscht uns noch einen schönen weiteren Aufenthalt auf Hawai'i.

Ich bin froh, dass das geklärt ist, denn das hätte mir keine Ruhe gelassen.

Für morgen haben wir zwei Pläne: Halemau'u Trail oder die Trailkombination Waiohuli-Mamane Trail im Polipoli State Park. Das Wetter wird uns die Entscheidung abnehmen.

 

Donnerstag, 20. Juni 2019:

Für den heutigen Tag muss ich euch Fotos schuldig bleiben, morgen könnte es mir ähnlich gehen, denn am 22. Juni fliegen wir nach Big Island und ich muss heute den größten Teil unserer Koffer packen. Morgen steht wandern am Programm.

Heute fuhren wir als erstes in den Polipoli SP, das Wetter war nicht einladend, aber wir wollten den Waiohuli Trail und in der Folge den Mamane Trail laufen. An der Kreuzung mit dem Mamane Trail - dort ist eine große eingebroche Lava Tube - mussten wir allerdings umdrehen, es regnete zu viel.

Wir fuhren ins Makawao Valley, liefen dort den Waihou Spring Trail und wollten in der Folge den Waihou Loop laufen. Doch auch hier machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung.

Also fuhren wir zum Kahakapao Loop Trail. Der Boden war dort zu Beginn erstaunlicherweise trocken (was für eine Seltenheit in diesem Gebiet!), aber für den Loop Trail waren wir viel zu spät dran.

Es ging zum Penthouse zurück und nun packe ich unsere Koffer.

 

Samstag, 22. Juni 2019:

Die Fotos vom 20. und 21. Juni bleibe ich euch bis zu meinem ausführlichen Reisebericht schuldig.

Heute früh flogen wir von Maui nach Hilo. Hilo empfing uns mit trockenem Wetter, aber stark bewölktem Himmel, aber das kennen wir ja zur Genüge.

Wenn man den Airport von Kahului mit dem Airport von Hilo (und den Car Rentals) vergleicht, ist der Hilo Airport ein Neandertaler ;D

Wir stellten uns in die lange Schlange für die Alamo-Würstelbude ;) an, sahen zwei 2-door Jeeps und einen 4-door Jeep am Parkplatz. Ohje, das waren verdammt schlechte Karten.

Ein Engel hat uns einen Mitarbeiter von National geschickt und dieser bat uns, wir sollen mit ihm gehen. Auch ok, Alamo und National gehören ja zusammen.

Nach kurzem Studium meiner Unterlagen sagte er, ok, wir haben einen 2-door Jeep gebucht. Tja, das ist richtig :(

Michi: Und was wäre mit einem 4-door?
National: Ja, aber mit Aufpreis.
Ich: Ich würde von Europa aus sehr gerne einen 4-door buchen, aber es wird nur der 2-door angeboten.
National: Ok.

Wir harrten der Dinge, die da kommen - oder auch nicht.

National: Unser 4-door Jeep steht auf National 11.

Wir bedankten uns und gingen, ohne dass man uns hoffentlich nicht die riesige Freude ansah, zu National 11.

Da stand er! Ein fast nagelneuer (642 Meilen am Tacho) anthrazitfarbener Jeep Sahara, offenbar die neueste Version. Gestartet und Motor abgestellt wird nur mit Knopfdruck, fährt man rückwärts, erscheint alles Nötige am großen Rückfahrtdisplay.

Es gibt auch sonst viele Änderungen zu den üblichen 4-door Jeeps.

Der Jeep Sahara ist DER Hammer!!!

Michi ging zum National-Mann zurück und gab ihm einen entsprechenden Tip, das musste belohnt werden :)

Mehr als zufrieden fuhren wir zu Gisella, wo wir auf ihrem Lanai - mit Blick in ihr Paradies - frühstückten. Wir unterhielten uns sehr lange und angeregt, ehe wir uns verabschiedeten. Wir werden sie aber mehrfach während unseres Urlaubes besuchen.

Zum Einchecken ins Coqui Cottage war es zu früh, es war erst 14:00. Shauna wollte mir eine SMS schreiben oder sich per WhatsApp bei mir melden, wann wir einchecken können.

Wir saßen gerade beim Coffee Bean im Kea'au Shopping Center, als sich mein Phone meldete. Shauna schrieb, das Cottage ist schon fertig, wir können hinein :)

Also fuhren wir nach Ainaloa und fanden das Coqui Cottage auf Anhieb.

Zu buchen ist das Coqui Cottage über VRBO: https://www.vrbo.com/441988

Die nachfolgenden 2 Fotos sind vom Wohnzimmer:

Die nachfolgenden 4 Fotos vom Esstisch und der Küche:

Badezimmer:

Schlafzimmer 1:

Schlafzimmer 2:

Großer Patio mit allem, was man benötigen könnte:

Hinter diesem Vorhang befindet sich die Laundry:

Jedes Schlafzimmer verfügt über eine Aircondition, im Wohnzimmer kühlt eine weitere AC gleich die Küche mit.

Es ist in der Küche weitaus mehr vorhanden, was ich benötigen könnte. Alles ist unglaublich sauber, vom Geschirr bis zu den Böden.

Im Patio stehen mindestens 10 Behälter mit á 5 Gallonen Wasser für uns bereit. Wenn wir mehr benötigen, müssen wir das nur sagen.

Der Müll wird 1x/Woche abgeholt, aber da wir ohnehin fast jeden Tag bei der Transfer Station vorbei fahren, können wir das auch selbst erledigen.
Es ist so viel WC-Papier vorhanden, dass es für uns reichen wird, Küchenrollen ebenso.

Michis Kommentar zum Haus: Er wusste, dass es schön sein wird, aber dass es SOOOO schön sein wird, hätte er nicht gedacht :)

Beide sind wir glücklich und zufrieden :) :) :)

 

Sonntag, 23. Juni 2019:

Heute gibt es nicht viel zu berichten.

Wir schliefen herrlich, kein Rooster weckte uns um 2:00 oder 2:30.

Da Regen angesagt war, haben wir gestern noch entsprechend eingekauft, sodass ich heute vorkochen und einfrieren konnte.

Den restlichen Tag verbrachten wir ganz gemütlich im Haus, tranken zwischendurch Kaffee und ließen es uns einfach gut gehen.

Da der Wetterbericht für die nächsten Tage für die Ostseite ebenfalls mau ist, fahren wir morgen ev. nach Kona hinüber. Ob über die Saddle Rd. oder die Südroute, wissen wir noch nicht.

Draußen quaken die Coquis schon die längste Zeit. Es ist herrlich, wenn man von ihnen in den Schlaf "gesungen" wird, aber damit warten wir noch ein wenig.

 

Montag, 24. Juni 2019:

Was unternehmen wir ehestens, wenn wir auf Big Island sind? Richtig, wir fahren in den Volcanoes NP und so war es heute :)

Der Himmel versprach bestes Wetter, die Sonne schien - es war traumhaft!

Im Volcanoes NP sah ich diesen kleinen, aber wunderschönen Ohia lehua blühen:

Wir parkten das Auto am Devastation Parkplatz und liefen von dort am für Autos und Motorräder gesperrten Teil des Crater Rim Drive.

Hier sahen wir die teilweise enormen Schäden der zahlreichen Erdbeben 2018:

Normalerweise laufen wir ganz alleine hier, aber heute war die reinste Völkerwanderung.

Kurz bevor der Crater Rim Drive auch für Fußgänger und Radfahrer gesperrt ist, ist links der Keanakako'i Crater zu sehen und rechts sieht man - leider etwas entfernt - den nicht mehr zu erkennenden Halema'uma'u Crater, dessen Vent, den wir 10 Jahre lang kannten, nicht mehr existiert.

Wir wussten schon von den Fotos unserer Freunde, wie der Halema'uma'u nach den vielen Explosionen aussieht, aber das in der Realität zu sehen, ist eine andere Nummer.

Wie gut erinnern wir uns an die Zeiten (es gab noch keinen Vent), als wir den Halema'uma'u Crater durchwandern konnten, bis zum damaligen Halema'uma'u Overlook auf der anderen Seite des Kraters.

Und jetzt? Kein Hindenken mehr, Pele hat gründliche Arbeit geleistet. Ob positiv, sei dahin gestellt. Viel Schönes von früher existiert nicht mehr, für uns ist das ein wenig traurig. Andererseits sind wir sehr dankbar, dass wir all das Vergangene erleben durften.

Hinter der Sperre gibt es weitere große Cracks im Crater Rim Drive. Die Fotos sind stark gezoomt:

Und jetzt darf ich euch unseren schicken, nahezu neuen Jeep Sahara vorstellen, den wir von National bekommen haben:

Und nachfolgend eine der "kleinen" Änderungen:

Einen altmodischen CD-Player gibt es nicht mehr, aber Michi hatte schon auf GC vorgesorgt und ingesamt 3 Hawai'i-Musik-CD's auch auf einen Stick überspielt :)

Sobald man den Rückwärtsgang einlegt, wird am großen Display per Rückfahrtskamera angezeigt, wo man fährt und wo man stoppen sollte. Klar, das haben schon viele Autos seit Jahren, aber beim Jeep ist das für uns völlig neu.

Zu Hause angekommen hörten wir nach einiger Zeit Hust-Geräusche vom Aufenthaltsraum, der sowohl uns als auch dem Mieter des Ohana Condos gehört. Ich wusste bereits von Shauna, dass eine travel nurse seit wenigen Tagen im Ohana Cottage wohnt. Durch unsere zweite Wohnzimmertür gingen wir in den Aufenthaltsraum und begrüßten Patricia, eine ca. 30-jährige junge Dame, die uns auf Anhieb sehr sympathisch ist. Nach dem üblichen vorstellen und fragen, woher der/die andere ist, gingen wir zu einem wirklich sehr netten Gespräch über. Erst nach längerer Zeit verabschiedeten wir uns.

 

Dienstag, 25. Juni 2019:

Die Sonne weckte uns :)

Raus aus den Federn, gefrühstückt und dann fuhren wir wieder in den Volcanoes NP. Heute stand der 'Ainahou Trail am Programm. Am Programm stand dieser Trail allerdings nur bei uns, nicht bei Petrus, der uns zurück schickte. Nicht sehr nett, der Herr ;D

Am Parkplatz des Kilauea Visitor Centers und auch am overflow parking war kein einziger Platz frei, dabei wollten wir nur Aloha, die im Visitor Center arbeitet, begrüßen - falls die heute überhaupt im Dienst ist.

Na gut, dann nicht und wir fuhren zu den Steam Vents weiter. Auch hier waren Parkplätze Mangelware und wir parkten schließlich auf der Wiese. Ein Hinweisschild, dass das verboten ist, gibt es nicht.

Bei den Steam Vents traten sich die Leute gegenseitig auf die Füße, ich sah, dass gleichzeitig zu den vielen Autos 7 (!) Busse dort standen ::)

Nix wie weg von hier und wir liefen zu den Sulphur Banks hinüber und dort den Sulphur Banks Trail.

Bamboo Orchid

Die Sulphur Banks sind beeindruckend, nur der Geruch nicht...

Durch einen Wald, der hauptsächlich aus Ohia besteht, liefen wir Richtung Visitor Center:

Kurz vor dem Visitor Center fotografierte ich diesen schönen Tree Fern mit seinen Nachkommen:

Heute wollte ich Arbeitsklamotten für mich kaufen, weshalb wir zuerst den TJ Maxx aufsuchten. Meine Güte, er verkauft ja den letzten Ramsch!

Warum Arbeitsklamotten? Normalerweise volunteeren wir bei 'Ainahou, wenn wir auf Big Island sind. Die Nene haben zu brüten aufgehört, also wäre eigentlich alles bestens. Eigentlich. Jetzt wird das Ranchgebäude (hoffentlich mit der richtigen Farbe...) gestrichen, es wird gemäht, sodass wir nicht hindürfen.
Deswegen weicht die deutlich kleiner gewordene Volunteer-Gruppe zu Kipuka Pu'aulu (Bird Trail) aus. Dort werden wir am Donnerstag etliche Morning Glory vernichten. Sie sind zwar wunderschön anzusehen, aber ein großer Feind endemischer Pflanzen.

Verkehrt sind wir bei der Tür von TJ hinaus und fuhren zum Walmart weiter. Auch dort Fehlanzeige, aber ich bekam wenigstens ein Messer ohne Wellschliff.

Im TV sahen wir, dass auf O’ahu anscheinend die Welt untergeht. Flashfloods über flashfloods, Sperre des H1, man muss über den Nimitz Hwy. ausweichen und dann weiß man nicht, ob der Flieger überhaupt abhebt. Heute wurden viele Flüge gecancelt. Der Strom am Airport fiel teilweise aus, die Koffer mussten mit den großen Kofferwagen händisch transportiert werden. Das alles sorgte für eine gewaltige Verspätung.

So wie es im Moment für Big Island aussieht, dürften wir mit einem blauen Auge davon kommen. Hoffentlich wird es wahr.

Um 21:55 fällt unser Internet aus, zum zweiten Mal innerhalb einer Stunde, nichts geht mehr.


Mittwoch, 26. Juni 2019:

Heute stand eigentlich der Puna District auf unserem Plan, aber bei einem dermaßen bewölkten Himmel wollten wir das nicht. Statt dessen fuhren wir über die Saddle Rd. nach Kona, wo wir - noch entlang der Saddle Rd. - festgestellt haben, dass der frühere Mauna Kea State Park einen neuen Namen bekommen hat, nämlich Gilbert Kahele Recreation Area.

In Kona schlenderten wir am Ali'i Drive entlang. Es war brütend heiß und schwül, die Sonne knallte vom Himmel. Gut, dass wir Getränke im Rucksack hatten, denn die brauchten wir dringend.

Am ganz schön großen Markt in Kona guckten wir uns ein wenig um und kauften geschnittene Papaya.

Die Moku'Aikaua Church konnte ich endlich mit blauem Hintergrund fotografieren:

Weiter draußen im Pazifik lag die Pride of America vor Anker. Unzählige Passagiere dieses Kreuzfahrtschiffes standen sich die Füße in den Bauch, die meisten davon in praller Sonne.

Sie tenderten mit gar nicht so kleinen Booten, voll mit Touristen, zum Kreuzfahrtschiff und wieder retour.

Gut und gerne 4 Stunden - wenn nicht sogar etwas mehr - dauerte es. Wir standen natürlich nicht die ganze Zeit und guckten zu, aber wir sahen den Beginn und das Ende.

Am späten Nachmittag fuhren wir wieder zur Saddle Rd. und zweigten kurz in die Mauna Kea Access Rd. ein. Diese Zusatzschilder kenne ich schon von 2015, als das Visitor Center wegen der Protectors gesperrt war:

Morgen müssen wir früh aufstehen, denn Volunteering bei Kipuka Puaulu (Bird Trail) steht am Programm. Wir werden mithelfen, den Morning Glory so gut es geht den Garaus zu machen. So schön die Blüten der Morning Glories sind, aber sie bringen den endemischen Pflanzen eine Menge Nachteile.

 

Donnerstag, 27. Juni 2019:

Gerade heute - am Volunteertag - schüttete es in der Früh aus Fässern. Wie wird es erst im Volcanoes NP sein? Besser normalerweise nicht.

Da ich von M. keine Absage-Mail erhielt, fuhren wir zeitgerecht los. Die ganze Fahrt regenete es unterschiedlich stark und just in dem Moment, als wir die Day Use Area bei Kipuka Puaulu erreichten, stoppte der Regen. Sehr gut!

Wir zogen unsere Schuhe um und in dem Moment kam M.! Die gegenseitige Wiedersehensfreude war riesengroß!

Gemeinsam fuhren wir zum Parkplatz von Kipuka Puaulu, wo weitere vier Volunteers warteten. Somit waren wir heute nur 7 Volunteers, M. mit einberechnet. Die anderen Volunteeers waren in "Streik", weil wir nicht in 'Ainahou arbeiten dürfen.

Es ist ja wirklich zum Mäuse Melken, wenn einem (uns Volunteers) immer Steine in den Weg gelegt werden, nur damit wir nicht bei 'Ainahou arbeiten können, was wir aber sehr gerne tun.

Aktuell wird gemäht (schon lange und wie lange eigentlich noch? Soooo groß ist die 'Ainahou Unit nun auch wieder nicht). Sind die Mäharbeiten fertig, soll das Ranch House gestrichen werden, was auf Grund der Größe "unzählige" Wochen dauern wird. Und wenn dann das Ranchgebäude gestrichen ist, muss man die Fire Brigade abwarten, denn nur sie kann die Freigabe für uns Volunteers zum Arbeiten geben. Nur hat die Fire Brigade leider sehr viel zu tun...

Verzögerungs-Taktik auf allen Ebenen, die man sich vorstellen kann und noch mehr...

Wir gingen vom Parkplatz des Kipuka Puaulu ein wenig am Trail hoch und starteten dann mit unserer Arbeit, zahleiche Äste und Baumstämme von den Morning Glories zu befreien.

Morning Glory sind endemisch in Hawai'i, sodass wir nicht mit Herbazids arbeiten durften.

Wie versuchten, die teilweise bis zu 20 (!) m langen am Boden dahin kriechenden Morning Glory heraus zu ziehen, so weit wir konnten, die Äste und Baumstämme davon zu befreien. Was höher war, als wir hinauf reichen konnten, mussten wir abschneiden. Somit konnte dann der obere Teil der Morning Glory nicht mehr weiter wachsen.

Die Morning Glory "Schlangen" darf man nicht auf Wiese oder sonstiges Grün legen, sonst treiben sie wieder aus. Legt man sie hingegen auf einen alten Baumstamm, treiben sie nicht wieder aus.

Wenn sich die Morning Glory die Bäume hochschlängeln, bilden sie - mit den Baumkronen - einen sehr schweren Kranz. Treten nun Stürme ein, hält der Baumstamm das Gewicht des Kranzes nicht mehr aus und der Baumstamm bricht. Das soll vermieden werden, denn die meisten Bäume in Kipuka Puaulu wurden vor vielen Jahren vom Volcanoes NP gepflanzt (d. h., dessen Volunteers) und diese Bäume sind alle endemisch.

Wir kämpften uns - genau wie beim Volunteering im Koke'e SP auf Kaua'i - in den (Ur-)Wald hinein, es tropfte von uns herunter, denn alles war vom zuvor dagewesenen Regen nass. Durch die Nässe war es auch sehr rutschig, zumal dort, wo wir arbeiteten, alte Baumstämme am Boden lagen, teilweise sah man sie nicht und stolperte darüber, man rutschte aus, es war in gewisser Weise ein wenig gefährlich.

Es war schon fast Lunch-Zeit, als es zu regnen begann, sodass wir unsere Arbeit beendeten und zur Day Use Area fuhren.

Dorhin kamen weitere 'Ainahou-Volunteers (jene im "Streik"), sie waren lt. M. extra wegen uns gekommen!!! Die Freude war auf allen Seiten übergroß. Kein Wunder, wir kennen fast alle seit 10 Jahren, so lange volunteeren wir schon im Volcanoes NP.

Jeder hatte sein Lunch mitgebracht, auch Mountain Apples wurden gereicht (sie schmecken köstlich!) und auch Snacks, die ich aber nicht essen durfte.

Wir plauderten kreuz und quer und über alles Mögliche, wir hatten eine wunderbare Zeit miteinander :)

Später als gedacht fuhren die ersten nach Hause, wir folgten bald.

So sahen übrigens Michis Arme nach der Arbeit aus:

Meine sahen nicht besser aus.

Und unsere Oberbekleidung erst! Wir sahen aus, als hätten wir seit drei Wochen unter der Brücke geschlafen.

Morning Glory färben gewaltig, von der Haut geht das einigermaßen gut weg, aber von der Kleidung nie mehr, das bleibt.

Ein schöner Tag neigt sich nun seinem Ende zu.

 

Freitag, 28. Juni 2019:

Nicht sehr erfreulich war, dass es morgens wie aus Fässern schüttete. Aber was soll's, wir wollten ja nicht zu Hause bleiben, sondern womöglich wandern.

Wir fuhren Richtung Volcanoes NP, aber schon zuvor regnete es, also fuhren wir gar nicht hinein, sondern zur Mauna Loa Road weiter.

Auf der Day Use Area legten wir einen kurzen Stopp ein und fuhren dann weiter hoch.

Wir wussten, dass man die enormen Massen an Morning Glory bereits vor Kipuka Ki sehen kann, bis ein Stück nach Kipuka Ki, dann werden es weniger.

Hier sieht man, die wie Morning Glory an den Bäumen hochkriechen:

Und am nachfolgenden Bild sind sie bereits in den Baumkronen, die immer größer und schwerer werden:

Und auf nachfolgendem Bild sieht man, wie die Morning Glory den eigentlich Baum schon versuchen, Richtung Boden zu ziehen:

Wir sahen auch Morning Glories, die noch am Boden dahin krochen, aber schon blühten:

Etwas weiter oben auf der Mauna Loa Road sahen wir die Verwüstungen, die die Brände im August 2018 angerichtet haben, vor allen Dingen Koa-Bäume sind verbrannt:

Doch das Erfreuliche: Nach einem früheren Brand wachsen an anderer Stelle bereits unzählige Koa-Bäume nach. Sie sind so saftig grün, dass es beinahe schon zu viel ist:

Beim Mauna Loa Lookout angekommen stellten wir fest, dass die (wenigen) Parkplätze neu gestaltet wurden. Der Picknicktisch ist neu,das früher Dixie-WC existiert nicht mehr, statt dessen wurde links der Parkplätze in ein paar Meter Entfernung ein richtiges WC-Häuschen mit einem Plums-Klo errichtet.

Wir blickten vom Lookout in die Ferne und sahen den riesengroßen Halema'uma'u Crater, am Bild unterhalb fast in Bildmitte.

Wir liefen den 75 m langen Weg zu den angepflanzten Mauna Loa Silverswords. Ein blühendes war nicht zu sehen, aber ein Silversword setzt eine Blüte ein. In wenigen Wochen wird es blühen.

Da es schon für anderes zu spät war, fuhren wir nach Hause. Dort stellten wir fest, dass unsere elektrische Pumpe für die 3 und 5 l -Gallonen nicht mehr funktioniert. Auch laden half nichts.

Wir fuhren zum Home Depot, dieser hatte nur manuelle Pumpen, aber das ist besser wie nichts und wir kauften eine.

Für morgen hätten wir gewisse Vorstellungen, was wir machen möchten, aber es hängt von Petrus ab, ob er uns seinen Segen gibt.

 

Samstag, 29. Juni 2019:

Das Coqui Cottage ist alleine schon wegen seiner isolierten Wänder und 2-fach-Fensterscheiben unbezahlbar. Wir schlafen jede Nacht wie Babies, es ist muksmäuschenstill im Cottage. Herrlich!

Petrus gab uns für unseren gestern Abend erstellten Plan keinen Segen, also disponierten wir wieder einmal mehr um.

Die gestern gekaufte manuelle Pumpe erfüllt ihren Zweck nicht, daher fuhren wir zuerst zum Home Depot und retournierten die Pumpe. Das ging völlig problemlos.

Ich schrieb Shauna eine SMS wegen der Pumpe. Sie meldete sich kurz darauf. Wir sollen die defekte Pumpe auf den Lanai-Tisch legen, es ist noch ein paar Monate Garantie darauf. Ich schrieb ihr, sie solle sich die Rezensionen von genau dieser Pumpe beim Walmart lesen, denn dort wird vielfach geschrieben, dass bei den Käufern die Lebenszeit der Pumpe zwischen 2 und 4 Monate liegt, dann sind sie defekt. Es dürfte sich um eine Montags-Pumpe halten.

Später schrieb Shauna, die Hausmeisterin wird uns morgen eine andere Pumpe bringen.

Es ist toll, wie Shauna immer umgehend reagiert :)

Mittlerweile war es früher Nachmittag und Michi wollte so gerne etwas anderes als unser Mitgebrachtes essen. Ich kann ihn verstehen, denn mir geht es genauso. Doch wohin sollen wir fahren? Michi hatte die glorreiche Idee Coconut Grill am Pond. Dort haben wir in den letzten Jahren ab und zu das Dinner gegessen. Gesagt, getan.

Michi bestellte Chicken Katsu mit Brown Rice, ich Rindfleischstreifen (slow cooked) mit Gemüse in Austernsauce. Ich bat den Herrn, der uns bediente, in der Küche nachzufragen, ob mein Bestelltes absolut sojafrei ist. Kurz darauf kam er mit der erfreulichen Nachricht zurück, es ist absolut sojafrei :)

Vorweg gab es einen Gruß von der Küche, die Chips wurden ganz frisch zubereitet, allerdings in Sojabohnenöl.

Michis Chicken Katsu mit Brown Rice:

Meine slow cooked Rindfleischstreifen mit Gemüse und Austernsauce:

Da es mittlerweile zu regnen begonnen hat, fuhren wir zum Discovery Center Ecke Waterfront/Waianuenue Ave., dort waren wir letztes Jahr auch schon.

Ich hielt mich längere Zeit vor dem Salzwasseraquarium auf:

Als nächstes fuhren wir zu Big Island Candies, um für Alana Leckereien zu kaufen. Das liebt sie! Wir sahen uns ein wenig um, was es Neues gibt.

Zu Hause tranken wir Kaffee und ich bereitete dann nochmal eine Pasta asciutta Sauce vor, die ich teilweise einfror.

Nächste Woche Donnerstag fahren wir zuerst zur Parade in Volcano, anschließend zu Alana weiter. Das wird ein Wiedersehen! Von Alana erfuhren wir heute, dass wir möglicherweise schon in zwei Wochen nach 'Ainahou dürfen! :)

 

30. Juni 2019:

Ursprünglich wollen wir heute in den Volcanoes NP fahren, aber aus wettertechnischen Gründen wurde nichts daraus.

Wir fuhren zur Saddle Rd. und parkten uns beim Pu'u Huluhulu ein. Beim Ahu standen einige Hawaiianer und sprachen einen Chant. Traditionsgemäß und weil es der Respekt vor dem Ahu gebietet, waren sie barfuß unterwegs.

Nachdem der Chant beendet war, schnürten wir unsere Wanderschuhe und liefen den Pu'u Huluhulu Trail.

Zu Beginn ging es steil hinauf:

Bald hatten wir eine schöne Sicht zum Mauna Kea und auf die Kreuzung unterhalb mit der Saddle Rd. und der Mauna Kea Access Rd.

Wir umrundeten den Pu'u Huluhulu, immer wieder ging es bergauf und bergab. Das Wetter war mehr als traumhaft und wir sehr zufrieden.

Schließlich ging es wieder zum Parkplatz zurück:

Wieder beim Auto meinte Michi "was hältst du davon, wenn wir zum Village Burger nach Waimea fahren?" Ohja, davon hielt ich sehr viel :)

Dort angekommen zuerst die übliche Frage nach Soja, Sojalecithin und dergleichen. Einiges enthielt meine Allergieauslöser, andere nicht. Wir bestellten uns einen Lamb-Burger mit Salat und Tomaten und eine Portion French Fries. Das war mehr als reichlich für uns und es schmeckte hervorragend!

Gestärkt liefen wir durch das Parker Center und statteten dem KTA einen Besuch ab. Dieser KTA ist deutlich größer wie jener im Puainako Center in Hilo und verfügt u.a. über eine Gewürzabteilung, dass wir aus dem Staunen nicht mehr heraus kamen.

Michi sah eine Packung Taro Chips und Sweet Potato Chips, sie ging in unseren Besitz über.

Taro-Chips kennen wir schon, sie schmecken uns sehr gut. Sweet Potato Chips ist eine neue Erfahrung für uns, wenn wir in Kürze die Packung öffnen.

Für morgen erhoffen wir uns brauchbares Nationalpark-Wetter.

 

Montag, 1. Juli 2019:

In Ainaloa, wo wir dzt. wohnen, war es in der Früh wunderschön sonnig. Ja, das gefiel uns! :)

Rasch gefrühstückt, die Jause hergerichtet, Getränke ebenso und wir fuhren in den Volcanoes NP. Wir wollten endlich wieder mal den 'Ainahou Trail laufen. Ich hatte irgendwie ein mulmiges Gefühl, ob der Trail überhaupt für die Öffentlichkeit offen ist.

Als wir beim Gate waren, die herbe Enttäuschung. Der Trail ist für die Öffentlichkeit gesperrt und da wir heute privat unterwegs sind, können wir nicht einfach losgehen. Ich guckte nach, ob ev. das Zahlenschloss geändert wurde. Na klar, das hätte ich mir denken können, natürlich wurde es geändert.

Egal, wir drehten um und entschieden uns statt des 'Ainahou Trails für den Mauna Iki Trail ab der Hilina Pali Rd. Die Hilina Pali Rd. ist kurz nach dem Kulanaokuaiki Campground gesperrt, aber den Mauna Iki Trail, der normalerweise ein Stück nach dem Campground beginnt, kann man trotzdem erreichen.

Am Parkplatz stand bereits ein Auto, ein Pärchen zog seine Wanderschuhe an. Ich merkte, dass die beiden immer wieder zu uns sehen und dachte, sie wollen ev. etwas fragen.

Es dauerte nur wenige Minuten, als die beiden zu uns kamen. Er fragte mich "Angie?" Ich antwortete mit einem wohl etwas verdutzten "ja". Es war M., der mich vor einigen Monaten über mein Kontaktformular auf meiner Website anschrieb. Er wollte nämlich schon letztes Jahr zu den Ponohohoa Chasms laufen, fand sie aber bei zwei Versuchen nicht. Wir wollten uns eigentlich auf Big Island treffen, damit wir ihnen den Weg zu den Chasms zeigen, aber ich wurde dann krank, erholte mich nur langsam und der Kontakt brach leider ab.

Und nun standen die beiden vor mir bzw. uns! Es war so unglaublich, denn eigentlich sollten wir ja bei 'Ainahou unten sein!

Tja, eigentlich, aber das Leben hält immer Überraschungen bereit.

M. erzählte uns von einer großen Lavatube. Dazu müssten wir die gesperrte Hilina Pali Rd. ein paar Meilen entlang laufen, auch schilderte er uns den weiteren Weg, um die Lavatube zu finden. Wir bedankten uns sehr für diesen Tipp und disponierten wieder mal um. Statt des Mauna Iki Trails gingen wir auf der für mit Motor betriebene Fahrzeuge gesperrten Hilina Pali Rd. Wanderer und Radfahrer dürfen die Hilina Pali Rd. bis zu ihrem Ende laufen bzw. fahren.

Wir passierten die erste Sperre:

Wozu der Mäher dort in der Landschaft steht, weiß vermutlich niemand.

Unmittelbar nach der ersten Sperre sieht man den ersten Schaden durch die Erdbeben 2018:

Nur wenige Meter sind es bis zu zweiten Sperre, am Bild unten sieht man einen weiteren Straßenschaden.

Etwas später folgte ein Gate, das gesperrt ist.

Noch nie sahen wir entlang der Hilina Pali Rd. dermaßen viele Ohia lehua blühen, einer schöner wie der andere.

Und wir liefen und liefen und liefen, bis ich mitten auf der Hilina Pali Rd. eine Trinkpause einlegte :)

Es war eine himmlische Ruhe, nur Vögel hörten wir zwitschern, sonst absolut nichts. So haben wir die Hilina Pali Rd. noch nie erlebt und so schön kann es ohne Autos sein ;)

Nach ca. 5 Km wurde der Himmel vor uns dunkelschwarz, der Regen stand am Himmel. Zudem ging ein heftiger Wind. Michi schlug vor, dass wir umdrehen und so machten wir es auch.

Bis zu dieser Stelle gab es keine weiteren nennenswerten Straßenschäden. Die wenigen, die ich zu Beginn nach der Sperre fotografierte, wären in maximal 1/2 Tag ausgebessert, wenn der Volcanoes NP willig wäre...

Bild unterhalb: Frau Schwein fühlt(e) sich hier anscheinend sehr wohl :)

Entlang der Hilina Pali Rd. wachsen sehr viele endemische Pflanzen, vor allen Dingen Ohia lehua, Koa's, A'ali'i, Pukiawe etc.

Der A'ali'i am Foto unterhalb schlug alles, so einen wunderschönen A'ali'i sahen wir noch nie!

Man kann aus den Blüten Lei's binden, als Hals-, Kopf- oder Armschuck. Habe ich schon mal im Rahmen des Cultural Festivals in Kahuku gemacht, es ist gar nicht schwierig, einen Lei zu binden.

Auf der Kea'au-Pahoa Rd. fuhr dieser Pickup vor uns, links auf der Stoßstange stand ein kleines Stück einer Wassermelone! Viele Meilen fuhr er vor uns, bog schließlich nach rechts ab und die Wassermelone stand immer noch auf der Stoßstange :)

Unser Plan für morgen heißt ev. wieder Volcanoes NP. Hoffentlich liest M. meine Mail, dann könnten wir umdisponieren und gemeinsam zu den Ponohohoa Chasms laufen.

 

Dienstag, 2. Juli 2019:

M. - ich darf verraten, er heißt Martin, hat auf meine Email von gestern Abend geantwortet. Er und seine Freundin Christine werden zwischen 12:30 und 12:45 beim MM 42,5 auf dem Hwy. 11 sein :)

Perfekt! Wir fuhren zeitgerecht von unserem Coqui Cottage weg und waren fast zeitgleich mit den beiden am Treffpunkt.

Kurz darauf zogen wir los, ab mit uns ins Ka'u Desert!

Das Wetter war anfangs perfekt, blauer Himmel mit etlichen Wolken, wobei wir über die Wolken sehr froh waren.

Schon bald schoss ich ein Foto von Martin, Christine und meiner besseren Hälfte. Martin kam mir meiner Frage, ob ich Fotos mit ihnen veröffentlichen darf, zuvor :) Wahrscheinlich kann er Gedanken lesen, aber eher weiß er von meinen Reiseberichten, dass ich mir immer die Genehmigung vom online stellen von Fotos anderer hole.

Zu den Ponohohoa Chasms gibt es keinen Trail oder dergleichen. Wir kennen diesen Weg seit Jahren, stellten aber in den letzten Jahren fest, dass die Bäume und Sträucher viel schneller wachsen als zuvor. Sie schießen förmlich in die Höhe.

Die mittlerweile schnell wachsenden Pflanzen haben es Michi und mir manchmal erschwert, in die richtige Richtung zu gehen. Man geht ja im wahrsten Sinne des Wortes querfeldein ins Ka'u Desert.

Früher hatten wir gewisse Anhaltspunkte, aber sie verschwinden immer mehr. Wird Zeit, dass wir uns neue suchen. Wenn man aber grundsätzlich weiß, wonach man sich richten muss, ist es nicht mal ganz so schwierig, sich dort zurecht zu finden.

Nach geraumer Zeit waren wir bei der Eulenhöhle, wie wir sie schon vor Jahren tauften, weil dort fallsweise eine Eule wohnt. Heute war die Eule tatsächlich zu Hause, flog aber weg, als wir kamen. Kein Wunder, wir störten sie in der Ruhe, die dort herrscht.

Martin hat die Eulenhöhle auf Grund meiner Trailbeschreibung Anfang des Jahres zwei Mal gesucht, aber nie gefunden. Deshalb schrieb er mich an und es entstand ein wirklich sehr netter Mailkontakt, wie ich gestern schon schrieb.

Als Martin die Eulenhöhle heute sah, war er hin und weg! So groß hatte er sich die Eulenhöhle nicht vorgestellt. Leider sind die Pflanzen im Vordergrund auch deutlich höher geworden, sodass man vom Fotografiestandort von der Höhle nicht sehr viel sieht.

Auch Christine war begeistert, wie man an den Gesichtern der beiden unschwer erkennt :)

Wir picknickten bei der Eulenhöhle, während dessen begann es zu nieseln, aber nicht sehr stark.

Danach traten wir den Rückweg an, das nahm Petrus zum Anlass, die Schleusen zu öffnen.

Egal, jeder von uns war sehr gut ausgerüstet und im Regen liefen wir zum Auto.

Wir verabschiedeten uns herzlich und werden in Kontakt bleiben.

Danke, ihr beiden, für die schöne gemeinsame Wanderung mit euch! :)

 

Mittwoch, 3. Juli 2019:

Unser heutiges Vorhaben für den geplanten gemütlichen Tag (Bettwäsche und Hand-/Badetücher waschen) haben wir beim Blick nach draußen verworfen. Das herrliche Wetter wollten wir nutzen, ehe Hurricane Barbara zuschlägt. Ok, ist dann kein Hurricane mehr, aber es wird mehr als reichlich Regen geben.

Statt der Wäsche wollten wir im Volcanoes NP wandern. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass das Wetter nicht einladend genug dafür ist. Ok, dann nicht.

Nächster Plan: Kaumana Trail an der Saddle Rd. - beim Blick in Richtung Saddle Rd. verwarfen wir auch diesen Plan.

Letztlich entschieden wir, wir fahren zum Tropical Botanical Garden. Dort sind wir soooo gerne :)

Ein paar der vielen Fotos möchte ich euch zeigen :)

Die Onomea Falls führten auch schon mal mehr Wasser.

Am Abend riefen wir Alana an, ihre Tochter hob ab. Alana kann morgen nicht zur Parade nach Volcano fahren, sie fühlt sich überhaupt nicht wohl (das ist die harmlose Beschreibung von Alana, wenn es ihr richtig schlecht geht).

D. h., wir müssen unseren morgigen Plan verwerfen. Wir werden nicht zur Parade nach Volcano fahren, Alana besuchen ist nicht möglich, daher fahren wir - wenn das Wetter noch passt - die Keanakolu Rd., auch Mana Rd. genannt. Wir werden vermutlich wieder von Ost nach West fahren.

Interessant wäre ja auch, die Kahinahina Rd. nochmals in Angriff zu nehmen. Beim letzten Versuch hatten wir nach nicht mal 10 Meilen einen Reifenschaden. Tja, es heißt nicht umsonst, die Kahinahina Rd. mit mindestens 3 Ersatzreifen und einem Kompressor befahren und am besten noch im Konvoi...

 

Donnerstag, 4. Juli 2019:

Heute ist Independence Day. Da wir gestern schon beschlossen haben, heute nicht zur Parade nach Volcano zu fahren, gingen wir den Tag gemütlich an. Wettermäßig war es von uns aus nicht berauschend, die Satellitenkarte versprach auch nichts Gutes, also nur keine Eile :)

Am späten Vormittag fuhren wir über die Saddle Rd. bis knapp unterhalb des Visitor Centers. Das Visitor Center ist gesperrt, die dortigen Parkplätze darf man dzt. nicht benutzen, alles ist großräumig abgesperrt.

Am anderen Ende des Parkplatzes stand eine weiße Zeltüberdachung, wir gingen hinüber.

Unter der Zeltüberdachung stand eine Mitarbeiterin der University of Hawai'i, sie ist Hawaiianerin, auch wenn sie nicht so aussieht.

Sie war bzw. ist sehr freundlich und gibt gerne Auskunft. Zum Glück waren wir zu Beginn alleine mit ihr, das gab uns die Möglichkeit Fragen zu stellen, die andere ev. nicht interessiert.

Das Visitor Center wurde deswegen gesperrt - man kann es kaum glauben! - weil unterhalb ein neuer, größerer Parkplatz errichtet wird, der bereits fertig ist.

Ich fragte, ob das Visitor Center vergrößert werde, wie es 2015 hieß. Nein, sagte sie, die Pläne vom Mayor - Visitor Center deutlich vergrößern, ein großes Hotel mit einer Poolanlage bauen - wurden zunichte gemacht. Möglicherweise meinte sie, wird das Visitor Center in ein paar Jahren vergrößert, aber dzt. ist keine Rede davon, wann das sein könnte.

Weiters fragte ich, ob die Mauna Kea Access Rd. ab dem Visitor Center oder sogar ab der Saddle Rd. gesperrt wird, wenn die Transporter für die Teile des TMTs hochfahren. Sie sagte, das sei so gut wie ausgeschlossen. Man ist bestrebt, die Mauna Kea Access Rd. geöffnet zu lassen - außer, wenn es die Wetterbedingungen nicht zulassen.

Man kann von diesem Ersatzparkplatz aus zu den Mauna Kea Silverswords laufen.

Nach und nach kamen immer mehr Leute und fragten, ob sie mit ihren normalen Autos bis zum Summit fahren dürfen.

Die Lady antwortete, es sei sehr riskant, überhaupt die Fahrt vom Summit nach unten. Zu dem Zeitpunkt, als wir noch dort standen, fuhr dann keiner mit einem normalen Auto hoch, alle drehten um, was sehr vernünftig ist.

Es stehen Dixie-WCs zur Verfügung.

Wir verabschiedeten uns und fuhren das kurze Stück zum Mauna Kea Visitor Center.

Zwischen den neuen Parkplätzen und dem Visitor Center gibt es eine neue Straße (auch bereits fertig), man darf die Parkplätze nur in nördlicher Richtung - über die neue Straße - verlassen.

Das Visitor Center wird voraussichtlich in ungefähr einer Woche wieder geöffnet.

Wir fuhren anschließend ein kleines Stück auf der R 1 Road, wo wir unser Mitgebrachtes aßen.

Schließlich ging es wieder zur Mauna Kea Access Rd. zurück. Am Weg zu Saddle Rd. lag rechts ein ziemlich großes totes Wildschwein.

Auf der Saddle Rd. nach einiger Zeit DER Schreck! Michi fuhr, ich sah schon von weitem, dass sich von links zwei Wildschweine nähern. In der Mitte der Saddle Rd. lag "irgend etwas", von dem ich zuerst nicht wusste, was es sein soll.
Ich zu Michi "bremsen! Wildschweine von links!" Er stieg kräftig auf die Bremse, ich konnte gerade noch die zwei Wildschweine fotografieren, das unbekannte Etwas in der Mitte der Straße war ein bereits totes Wildschwein.

Noch nie in all den vielen Jahren sahen wir dort Wildschweine und heute vier!

In Kea'au fuhren wir zu Gisella, die sich sehr über unseren Besuch freute. Sie bot uns an, wann immer wir wollen, können wir den Pool benutzen. Das Cottage ist dzt. nicht besetzt. Ich denke, das Angebot nehmen wir gerne mal an.

Gisella zeigte uns, was sie seit letztem Jahr alles getan hat beim Cottage. Toll! Haben unsere Standpauken letztes Jahr doch Früchte getragen.

Wie immer, betraten wir das Cottage barfuß und uns fiel sofort auf, wie sauber der Boden und überhaupt alles ist. Ich fragte sie, ob Kerry nicht mehr putzt. Nein, sagte sie, schon lange nicht mehr, sie war mit seinen Reinigungsarbeiten überhaupt nicht zufrieden und er beschädigte sehr viel. Gisella putzt jetzt selbst. Ich musste mir das lachen verkneifen, weil wir Anfang des Urlaubes Reinigungsmittel für die Böden gekauft haben und ich die Böden gesaugt und dann auf Hochglanz gebracht habe. Den großen Rest der Reinigungsmittel ließ ich natürlich stehen und das sah sie :) Auch ein Wink mit dem Zaunpfahl kann eine gute Wirkung haben :)

Der Pool bekam eine neue Folie (das hatte aber nichts mit unseren Standpauken zu tun).

Ihre Wasserhyazinthen blühten wunderschön:

Morgen ist wieder Volunteering bei Kipuka Puaulu an der Reihe. Hoffentlich hat das bald ein Ende dort. Wir Volunteers möchten so gerne wieder nach 'Ainahou, wo wir 2017 zuletzt gearbeitet haben.

 

Freitag, 5. Juli 2019:

Da gestern Independence Day war, wurde das gestrige Volunteering auf heute verschoben.

Vor Ort trafen wir die anderen Volunteers - heute waren wir nur sieben - und M. fragte uns, ob wir heute woanders arbeiten möchten. Na klar, war die eindeutige Antwort. Vermutlich jeder und nicht nur ich hatte die Hoffnung, dass es mal nicht im Morning Glory geht.

Wir liefen zum neuen Gebiet und erfuhren das Thema: Morning Glories!!! Na gut, vom Regen in die Traufe gekommen.

Immerhin war das Spezielle am heutigen Gebiet, dass es sich um ein Ti Valley handelte.

Man weiß nicht genau, wer das Ti Valley angelegt hat, ob es die Hawaiianer waren, die immer und überall rund um ihre Hütte oder heutzutage um ihr Haus Ti Pflanzen einsetzen oder ob es eventuell die Texas Buffalos waren. Es wäre denkbar, dass es die Texas Buffalos waren, denn sie errichteten früher die Mauna Loa Strip Road und auch diverse Straßen im Hawai'i Volcanoes NP.

Wer es damals auch war, es wurde in primitiven Hütten gewohnt, von denen es heute keine Reste mehr gibt.

Das war also unser heutiges Einsatzgebiet. Nicht minder interessant, nicht minder anstrengend als am Donnerstag der vergangenen Woche.

Abertausende Morning Glories schlängelten sich die Ti Pflanzen hoch, erklommen auch Bäume und alles, woran sie hochklettern konnten. Teilweise zogen sie divere Pflanzen bereits zu Boden, weil sich eine gefühlte Ewigkeit keine Volunteergruppe bereit erklärt hat, hier zu arbeiten.

Wir drangen in unser Einsatzgebiet ein, was ziemlich schwierig war. Erinnerungen an das Volunteering im Koke*e SP auf Kaua'i kamen wieder.

Alle sieben Volunteers waren irgendwo im Ti Valley am Arbeiten, Michi und ich natürlich auch. Auf einmal sah ich einen "Wald" von Kahili Ginger. Ich setzte mich auf den feuchten Boden und war gut beschäftigt. Kaum war dieser Ginger-Wald beseitigt, sah ich unweit davon einen weiteren Ginger-Wald.

Auf dem Weg dorthin war ich dann mit Morning Glories beschäftigt.

Ich war dann mit dem zweiten Ginger-Wald noch nicht mal halbfertig, als M. "pau" rief, also "finished" - aber nur für heute.

Wir gingen zu unseren Autos bzw. zum Kipuka Puaulu Trailhead. Dort steht links ein gelb blühender Ohia lehua:

Dann fuhren wir zur Day Use Area, wo wir gemeinsam unser Lunch einnahmen.

Die anderen fuhren dann nach Hause, wir fuhren in den Volcanoes NP und liefen am Crater Rim Trail zu den Lava Trees.

Zahlreiche Ohelo Berries und Blackberries versorgten uns mit Vitaminen.

Schließlich zweigten wir zu den Lava Trees ab.

Ist dieser rot blühende Ohia lehua nicht wunderschön?

Unmittelbar neben einem großen Lava Tree ließen wir uns nieder und genossen die Einsamkeit und die Ruhe, nur Vögel zwitscherten.

Am Rückweg sahen wir reife Yellow Himalayan raspberries.

Sie sind - wie es der Name vermuten lässt - invasive und stehen in der Liste der 100 "most invasive planta" unseres Planeten!!

Der ursprüngliche Hurricane Barbara ist nur mehr ein Tropical Storm. Lt. TV-Berichten muss in erster Linie Big Island am Montag und Dienstag mit schweren Regenfällen rechnen.

Wenn es wettermäßig möglich ist, möchten wir morgen gerne wieder wandern.

 

Samstag, 6. Juli 2019:

Den heutigen Tagesbericht schaffe ich nicht mehr. Wir sind sehr spät nach Hause gekommen und die Fotos sind noch in den Kameras und am iPhone.

Ich kann euch aber verraten, der heutige Tag war ein Traum! Wir fuhren die Mana Rd., also "hinten herum" um den Mauna Kea. Wunder-wunderschön!!!

Mehr hoffentlich morgen und dann natürlich auch einige Fotos.

 

Bericht vom Samstag, 6. Juli 2019 (geschrieben am Sonntag, 7. Juli):

Das Wetter war traumhaft und wir beschlossen, heute die Mana Rd., bekannt auch unter dem Namen Keanakolu Rd., zu fahren.

Die Mana Rd. beginnt einige Meilen unterhalb des Mauna Kea Visitor Centers und führt hinten herum um den Mauna Kea. Es handelt sich um eine Piste, daher verliert man den Versicherungsschutz.

Wir fuhren die Mana Rd. schon einige Male und freuten uns darauf - nicht umsonst! :)

Hier nun einige Fotos:

Foto unterhalb: Im Dezember/Januar/Februar blüht das, was hier nur grün erscheint, grell-gelb. Es handelt sich um Stechginster, ein Traum, wenn er blüht :)

Bild unterhalb: Vor Jahren war dieser Tümpel noch ein richtig schöner Weiher, in der Nähe wohnten stets zwei Nene, wir sehen sie schon Jahre nicht mehr.

Bild unterhalb: Rechts vom Baum geht es zu Dr. David Douglas' Monument. Das "Loch", sas sich dahinter befindet, wird "Dr.'s Pit" genannt.

Insgesamt sind entlang der Mana Rd. zwei Gates zu öffnen (und nach dem Durchfahren wieder zu schließen), hier das erste der beiden:

Typisch für die Mana Rd. ist in der weiteren Folge Nebel, der sich aber meistens vor Waimea lichtet:

Nachdem wir Waimea erreicht hatten, fuhren wir Richtung Saddle Rd. und fuhren zuerst die alte Saddle Rd., die in der Folge auf die neue, den Daniel K. Inouye Hwy. stößt.

Am Abend hörten wir im TV folgendes:

Big Island bekommt ab morgen Mittag (nicht erst am Montag) massive Niederschläge und Winde.
Wir werden daher höchstwahrsheinlich unser morgiges Programm abändern. Möglicherweise wird home sitting daraus.

 

Sonntag, 7. Juli 2019:

Als wir aufwachten, schien die Sonne. Was tun? Richtung Volcanoes NP waren dichte Wolken, Richtung Puna ebenso und entlang der Ostküste bot sich auch kein anderes Bild.

Nein, wir werden doch nicht von der Sonne in die Wolken fahren!

Wir gingen es ganz gemütlich an und fuhren zuerst einkaufen. Wir hatten vom Foodland zwei Gutscheine zu je 5 %, diese lösten wir ein.

Beim Walmart kauften wir einen Toaster, da der Toaster im Cottage kaum mehr will, nur 2 der Heizflächen werden rot, die anderen bleiben schwarz und kalt.

Schließlich ging es Richtung Coconut Island, aber heute - am Sonntag - war alles proppevoll, das gefiel uns überhaupt nicht und wir picknickten noch vor Coconut Island mit einem tollen Blick aufs Meer, das wir gebügelt schien.

Lili'uokalani Gardens war nur ein paar Meter weiter. Trotz der Hitze und der enorm hohen Luftfeuchtigkeit spazierten wir dort ein wenig umher, suchten aber immer wieder den Schatten auf.

Banyan Trees faszinieren mich immer wieder aufs Neue:

Der Garten wir nicht so überflutet, wie wir dachten und wie ich es in der Online-Zeitung las.

Zu Hause kontrollierten wir die Radarkarte. So wie es aussieht, wird es morgen sehr nass. Mal sehen, ob und was wir unternehmen.

Vorhin wurde im TV berichtet, dass es in der kommenden Nacht ab 3 Uhr zu regnen beginnt und morgen soll es richtig schütten.

 

Montag, 8. Juli 2019:

Letzte Nacht begann es um 23 Uhr mit dem Starkregen. Wir wurden später in der Nacht mehrere Male munter, weil es dermaßen schüttete.

Die Coquis ließen sich nicht aus der Ruhe bringen :)
In deren Gequake schliefen wir immer wieder ein.

Heute regnete es den ganzen Tag mit nur kleinen Unterbrechnungen enorm stark, es schüttete richtiggehend, auch jetzt.

Wir waren darauf eingestellt und ich ging die Schmutzwäsche an. Ich war gut beschäftigt, denn ich wusch nicht nur unsere Wäsche, sondern auch die Bettwäsche und Hand- sowie Badetücher.

Ein wenig ärgerte ich mich über den Trockner, der seinem Namen nicht gerecht wurde. Erst nach einiger Zeit dämmerte es mir! Das Sieb wurde nicht gereinigt! Klar, dann trocknet der Trockner bei weitem nicht so gut. Nachdem ich das Sieb gereinigt hatte, ging endlich etwas mit der Wäsche weiter.

Zu Mittag gab es warmes Essen, ich hatte ja Zeit genug :)

Heute wurde untertags im TV immer wieder übers Wetter berichtet und ich konnte nur bestätigen, was gesagt wurde.

In der kommenden Nacht und morgen soll der Starkregen anhalten, auch am Mittwoch Vormittag noch, dann wird es wieder trockener. Allerdings sind dann auch die trade winds weg, die wir wenigstens ein paar Tage hatten.

Dem ziemlich ausgetrockneten Weiher an der Mana Rd. wird der Regen gut tun, allerdings können wir das nicht kontrollieren, denn nach solch heftigen Niederschlägen werden wir alles tun, nur nicht die Mana Rd. fahren :nono

Morgen möchten wir eine der kurzen Regenpausen nutzen und zum Prince Kuhio Center fahren. Michi möchte sich dort ein paar Läden vorknöpfen.

In unserem screened Lanai gibt es Regenschirme, wir werden sie sicherheitshalber mitnehmen.

Michi machte heute während einer der vielen Regengüsse Scherze :) Er meinte, im screened Lanai seien genug Schnorchel, Taucherbrillen, Flossen, Schwimmnudeln, sogar zwei Schwimmwesten gibt es - was soll uns großartiges passieren?
Gar nichts, wir sind bestens gerüstet :)

 

Dienstag, 9. Juli 2019:

In der Nacht Regen, Regen, Regen - und wie! Wir konnten trotzdem ganz gut schlafen und als wir aufwachten: Regen, Regen, Regen. Na gut, unser Jeep hat nach der Mana Road ohnehin eine Wäsche nötig :)

Da wir auch heute nichts Besonderes unternehmen konnten - an wandern war überhaupt nicht zu denken - gingen wir es ganz gemütlich an.

Zu Mittag aßen wir Pasta asciutta, das haben wir beide sehr gerne.

Anschließend fuhren wir zum Post Office beim Airport, da wir an befreundete Familie in Österreich eine Hawai'i-Karte abschicken wollten. Nur wenn man beim Postoffice beim Airport in Hilo etwas aufgibt, bekommt es den Hilo-Stempel. Gibt man eine Karte oder was auch immer in einem anderen Post Office auf Big Island ab, wird die Sendung zuerst nach Honolulu geschickt und bekommt dann den Honolulu-Stempel.

Der nächste Weg führt uns zum Prince Kuhio Center, das hatten wir gestern schon für den heutigen Tag vor.

Der TJ Maxx hat seine Haushaltsabteilung gegenüber dem letzten Jahr nicht mehr so gut ausgestattet, ich fand nichts, was interessant für mich gewesen wäre. Na gut, dann nicht.

Zu Hause genossen wir Kaffee und anschließend gab es nur mehr etwas Obst für uns.

Der Wetterbericht für morgen sieht ganz gut aus, sodass wir schon eine Wanderung ins Auge gefasst haben. Umdisponieren können wir immer noch ;)

Was uns allerdings enorm stört: Von Südosten kommt eine sehr große Regenfront auf Hawai'i zu. Das bedeutet wahrscheinlich, dass ab Sonntag in erster Linie Big Island massiven Regen zu erwarten hat, der auch zu den anderen Inseln weiter zieht.

Wenn's wahr wird, was im TV gesagt wurde, wird diese Regenfront ca. 3 Tage lang Big Island beherrschen.

Na, das sind Aussichten!

 

Mittwoch, 10. Juli 2019:

Heute stand wandern am Programm, aber wir machten die Rechnung ohne Wirt und mussten wieder einmal mehr umdisponieren.

Unser erstes Ziel war der Hilo's Farmers Market:

Es gab einen kleinen Stand mit Käse:

Michi probierte einen scharfen Käse, der ihm gut schmeckte, daher kaufte er einen kleinen Becher.

Was ich nicht leiden kann ist, wenn Obst und/oder Gemüse in Plastik verpackt verkauft werden:

Unser zweites Ziel war Dolly's Handicrafts, das unmittelbar neben dem Farmers Market ist:

Unser drittes Ziel waren die Rainbow Falls. Wir hatten mehr Wasser erwartet, aber immerhin führten die Falls so viel Wasser, wie wir sie in all den vergangenen Jahren nicht gesehen haben:

Nur ein kleines Stück weiter besuchten wir die Boiling Pots und Pe'epe'e Falls:

Die Pe'epe'e Falls sieht man links oben im Bild im Hintergrund.

In unmittelbarer Nähe des Parkplatzes sieht man, wie die heimischen Morning Glory eine Palme zu Boden ziehen! :(

Man kann kaum noch erkennen, dass darunter jemals eine Palme war :(

Michi wollte gerne nochmals ins Prince Kuhio Center, also steuerten wir es an. Es dauerte nicht lange, gingen ein paar schöne Hawai'i-Hemden in seinen Besitz über.

Ich hatte einen etwas ungewöhnlichen Wunsch und zwar Gewürze, die ich mit nach Gran Canaria nehmen kann. Wir fuhren zum KTA ins Puainako Center, dort wurde ich fündig.

Zu Hause gab es Kaffee und zuckerfreie Short Breads und am Abend köchelte ich etwas Leckeres.

Das morgige Volunteering haben wir abgesagt. Wenn wir Glück haben, ist von morgen bis mindestens inklusive Samstag schönes Wetter, sodass wir endlich wandern wollen und nicht völlig sinnlos Morning Glories so hoch wie möglich entfernen wollen. Mit einem Herbizid dürfen wir die Morning Glories nicht behandeln, da sie endemisch sind.

 

Donnerstag, 11. Juli 2019:

Wir sind heute 18,8 km gewandert und hundemüde. Daher schaffe ich es heute nicht mehr, einen kleinen Tagesbericht mit Fotos zu verfassen. Ich hoffe, dass ich morgen dazu komme.

 

Freitag, 12. Juli 2019:

Gestern habe ich mich offenbar übermacht und auch viel zu viel Sonne abbekommen. Die Rechnung dafür durfte ich heute bezahlen - ich war zu nichts fähig.

 

Samstag, 13. Juli 2019:

Für mich verlief die Nacht sehr unruhig und da ich mich noch nicht fit genug fühlte, blieben wir erstmal zu Hause. Im Coqui Cottage hält man das wunderbar aus :) :) :)

Während Michi am Nachmittag eine kleine Runde schlief, ging ich zu jenem Haus, das ev. Shauna und ihr Mann kaufen wollen. Es steht lt. Shauna's Berichten seit längerer Zeit leer. Vonwegen leer! Ein Auto stand vor dem Haus, die Haustür war offen, ich war perplex und drehte um und schrieb Shauna davon.

Am späten Nachmittag fuhren wir zum Walmart, KTA und Foodland, weil ich ein paar Gewürze wollte, diese aber nicht in jedem der genannten Läden vorhanden war, sodass wir alle ansteuern mussten.

Als wir nach Hause fuhren, zeigte ich Michi das Haus, das Shauna und ihr Mann kaufen wollen, das Auto stand immer noch dort, die Tür war immer noch offen.
Eine Frau, ca. 40 J. alt, kam heraus und wir kamen uns Gespräch. Sie wohnt seit ein paar Wochen hier und sie sagte, wenn wir das Haus von innen sehen möchten, können wir gerne hinein gehen. Michi zögerte, ich überhaupt nicht ;D

Die Lady erzählte uns bereitwillig noch alles mögliche, ich fiel von einer innerlichen Ohnmacht in die andere.

Wiederum schrieb ich Shauna, denn beim 2. Mal hatte ich auch Fotos gemacht (nicht aber von der Lady). Als Shauna meinen Bericht las, fiel sie in Ohnmacht, da waren wir schon 2 :)Die Lady dürfe dort überhaupt nicht wohnen, niemand darf dort wohnen, das Haus wird von einem Realtor vermittelt.

Zig SMS und Mails zwischen Shauna und mir folgten.

Ich fragte sie dann, weil es gerade passte, wegen 2020, weil das Coqui Cottage zu unserem Zeitraum nicht vermietet wird. Tja, und dann erhielt ich eine Antwort, von der ich nicht mal zu träumen gewagt hätte!!! :) :) :)

 

Sonntag, 14. Juli 2019:

Schon beim Frühstück ahnte ich, dass wir heute unseren Plan - den Palila Forest Discovery Trail laufen - wieder einmal umwerfen werden. Und wie Recht ich haben sollte!

Wir fuhren also wie geplant die Saddle Rd. entlang. Noch ehe wir den Pu'u Huluhulu erreichten sahen wir zahlreiche Autos abseits der Saddle Rd. geparkt, der Parkplatz war mehr als voll.

Zahlreiche Protectors des Mauna Kea waren vor Ort, sie versuchen seit vielen Jahren, das Großprojekt namens TMT (Thirty Meter Telescope) abzuwenden.

Bei dem TMT geht es nicht in 1. Linie um die Beobachung des Weltraums bezüglich ev. neuer Sterne, sondern es geht hauptsächlich zur Nutzung militärischer Zwecke.

Wir sprachen auch heute - wie schon früher - mit einigen Protectors. Die Stimmung war insgesamt bedrückt, so wie unsere auch. Die Protectors sagten, heute werden sie wieder viel beten. Ihre Gebete sehen jedoch völlig anders aus, als wir es von unseren Religionen kennen. Ihre Gebete sind viel eindrucksvoller und voller Emotionen. Teilweise sind es Klage-Chants.

Jung und alt waren vertreten.

Schließlich wurde hinter dem großen Ahu an der Saddle Rd. eine große Runde der Protectors geformt, das 13-Uhr-Gebet war an der Reihe. Wir wurden gebeten, uns ebenfalls zu ihnen zu gesellen und jeder hielt die Hand des nächst Stehenden.

Dieses Gebet - eigentlich waren es mehrere - dauerten etwas mehr als eine Stunde.

Warme und kalte Speisen wurden zubereitet, Getränke verteilt, die Protectors ließen vier Dixie-WC's auf ihre Kosten kommen (wir sahen heute die Lieferung), sie sorgten selbst für das nötige WC-Papier - alle Kosten wurden von den Protectors übernommen, wie immer.

Und wo auch immer ein klitzekleiner Müll lag - der, der gerade daran vorbei gehen wollte bückte sich, hob es auf und warf es in die von den Protectors mitgebrachten Müllbehälter.

Fernsehteams waren vorhanden und in den 22-Uhr-Nachrichten sahen wir deren Ergebnisse. Ergebnisse, bei denen wir selbst dabei waren.

Später als vermutet verabschiedeten wir uns. Für uns waren es sehr berührende Stunden. Wir sahen auch Uncle Billy, der uns im Juli 2015 in seine Ohana aufnahm und wir sahen auch Lanakila, beide standen jedoch sehr weit entfernt und sprachen mit anderen Protectors, wir wollten sie nicht stören.

Wir fuhren dann noch nach Waimea zum KTA, Starbucks (Kaffee für Michi) und zum ACE (Michi brauchte einen speziellen Kleber, weil mein Koffer von einer Airline leicht beschädigt wurde).

Auf der Rückfahrt nach Ainaloa hatten wir nur ein einziges Thema: Die Protectors und wie es ab morgen 7:00am weiter gehen wird.

Die Protectors rechnen wieder mit Verhaftungen, das stört sie aber nicht, weil sie nach 24 Std. ohnehin wieder frei kommen und später aller Voraussicht nach wieder ein Entgelt dafür bekommen, wie es schon 2015 war.

Wir sind ab morgen für zwei Tage in Volcano, denn wir haben wie üblich an diesen Tagen etwas Spezielles zu feiern :)

 

Montag, 15. Juli 2019:

Heute ging es an der Kreuzung Saddle Rd./Mauna Kea Access Rd. ziemlich heiß her. Ab den sehr frühen Morgenstunden ließen sich einige Protectors beim ersten Cattle Guard an der Mauna Kea Access Rd. mit Ketten festbinden, sie lagen am Cattle Guard. Weitaus mehr Protectors, als gestern hier waren, waren heute vor Ort, zahlreiche kamen von O'ahu und Maui, um zu helfen, dass das TMT nicht errichtet wird.

Es waren auch etliche Polizisten hier, aber es lief alles ruhig ab. Die Protectors beteten ununterbrochen, wie gestern schon. Sie haben einen Plan und den "arbeiten" sie ab, es gibt aber nach diesem Plan auch Plan B, sie sind wirklich für alles vorbereitet. Davon kann der Staat nur träumen, denn heute wurde berichtet, dass es demnächst an der Saddle Rd. einige Schilder geben wird, die darauf hinweisen, dass man wegen der überbreiten Schwertransporter langsamer fahren muss (gestern gab es von Hilo kommend nur eine Leuchtafel, von Kona kommend ebenso). Sie haben wohl jetzt erst begriffen, dass Schilder an der Saddle Rd. benötigt werden.

Zwei Schwertransporter konnten heute wegen der Proteste nicht auf den Mauna Kea fahren, sie müssen abwarten.

Mittlerweile wurde angeordnet, dass man am Schotter neben der Saddle Rd. nicht mehr parken darf, wie es gestern zahlreiche Fahrzeuge taten und wo auch wir standen. Es wurden gegen Abend Barrikaden errichtet, zur Verdeutlichung, dass parken oder nur halten nicht erlaubt ist bzw. jetzt sogar unmöglich ist.

Dummerweise hat ein Polizeibus seinen Dienst auf der Saddle Rd. in der Nähe der Abzweigung quittiert, einige Protectors schoben den Bus an.

Heute fanden also keinerlei Schwertransporter auf den Mauna Kea statt, wie es morgen weiter geht, weiß man im Moment noch nicht. Alles soll auf jeden Fall von beiden Seiten weiterhin friedlich ablaufen.

Ebenfalls gegen Abend hat die Polizei die Befreiung der mit Ketten an das Cattle Guard befestigten Protectors angeordnet. Untertags wurde es nämlich sehr heiß, die Angeketteten aßen und tranken nur sehr wenig und man hatte große Bedenken wegen ihrer Gesundheit (ich vermute, sie werden demnächst in den Hungerstreik gehen).

Auf O'ahu wurde, wie wir vorhin im TV sahen, auch heftig protestiert. Es gab jedoch ein paar Dafür-Stimmen, die sagten, das TMT bringe Arbeitsplätze für die Einheimischen (sie haben offenbar nicht den Durchblick, wofür das TMT in 1. Linie errichtet wird).

Am Nachmittag fuhren wir nach Volcano, dort werden wir 2 Tage im Ola'a Plantation House wohnen, wo wir 2016 und 2018 für ebenfalls 2 Tage wohnten.

Hier feiern wir morgen unseren Hochzeitstag sowie meinen Geburtstag.

Am Abend waren wir im Kilauea Restaurant essen. Das Personal war sehr bedacht darauf, dass ich wirklich absolut sojafreie Speisen bekomme.

Ich wählte das Rib Eye Steak, medium war mein Wunsch, mit mashed potatoes und Gemüse.
Michi entschied sich für die neuseeländischen Lammkoteletts mit Bratkartoffeln und Gemüse, das Lamm wollte er ebenfalls medium gebraten. Dazu tranken wir jeder ein Glas Diet Coke.

Unser Essen schmeckte köstlich, Michis 3. Lammkotelett war jedoch fast roh, er bat, es nochmals auf den Grill zu legen, dann war es perfekt.

Als Nachspeise wählte Michi einen Käsekuchen mit Ananas, das schmeckte ihm ebenfalls sehr gut.

Wieder zurück im Ola'a Plantation House warf ich den Gaskamin an, das ist wirklich eine feine Sache.

Was wir morgen unternehmen, hängt wie immer vom Wetter ab.