Kurzbericht Hawai'i 2017

 

Donnerstag, 27. Juli 2017:

Ungefähr 2 Stunden vor der Landung wurde das Frühstück serviert - Brötchen, Butter, Salami, Käse, Rührei, Kaffee oder Tee nach Wunsch:

Zu früh, nämlich statt um 15 Uhr schon um 14:37 Uhr, landeten wir in Frankfurt. Den Flieger konnten wir sehr rasch verlassen, unsere Koffer waren eine der ersten, die ankamen. Ab mit dem Shuttle zum Steigenberger Airport Hotel, frisch machen und wieder zum Airport shutteln, wo wir uns für das Abendessen eine Kleinigkeit kauften sowie Getränke mit dazu.

Damit wieder zum Hotel zurück, wo wir uns das kleine deftige Abendessen schmecken ließen.

Morgen hoffen wir, dass wir ein wenig auf der Zeil unterwegs sein können und das wenn möglich ohne Regen, denn Regenschirme haben wir nicht.

 

Mittwoch, 26. Juli 2017:

Von der Reise berichtete ich schon live, dazu gibt es nicht mehr viel zu sagen.

Ich habe aber ergänzend ein paar Fotos:

Wir waren vor dem Flug am Airport von Los Angeles in der Star Alliance Lounge, am Foto unterhalb von „unserem“ Raum (in diesen hätten sich noch andere Fluggäste setzen können, wir hatten ihn aber für uns allein) in die offene Lounge fotografiert:

So lässt es sich gut wohnen:


Reichlich Stauraum:


Blick nach vorne:


Unsere Vorspeise zum Abendessen - Lachs


Michis Hauptgang - Lachs im Kartoffelmantel mit Brokkoli:


Mein Hauptgang - Wagyu Beef mit Rohrpilzen, Kartoffeln, Möhren und grünem Spargel:


Bald darauf funktionierten wir die Sitze zum waagerechten Bett um, der Fußteil war jedoch schmäler als der Rest, was unserem dann folgenden sehr erholsamen Schlaf keinen Abbruch tat.

 

Dienstag, 25. Juli 2017:

Letzte Nacht rief ich meine kranke Freundin auf GC an. Sie war so was von verblüfft und genau das war mein Ziel :) Wir redeten eine Zeit lang und wir fanden es schön, uns nach solch einer langen Zeit endlich wieder mal zu hören. Sie freut sich riesig, dass wir am Samstag Abend auf GC landen, aber wir auch :)

Nachdem wir nach einem herrlichen Schlaf endlich aufgestanden sind, haben wir uns genüsslich Zeit mit dem Frühstück gelassen. Den Plan, zu Peter zu fahren, haben wir letzte Nacht noch verschmissen. Was wir heute absolut nicht wollten, ist irgendein Stress.

Wir legten sehr zu Michis Freude wieder einen Shopping Tag ein, man könnte auch sagen, Bummeltag :) Wir besuchten zwei Walmarts, auf der Suche nach einer CD von Dennis Pavao, wurden aber nicht fündig. Diese CDs scheinen wirklich überall ausverkauft zu sein, wen wundert’s?

Dann fuhren wir wieder ins Ala Moana Center, bummelten genüsslich durch diverse Läden, genehmigen uns einen Kaffee und genossen unseren letzten Urlaubstag auf Hawai’i - zumindest für diesen Urlaub.

Am späten Nachmittag waren wir im Hotel zurück, wo ich ein paar Dinge in die Koffer gab, die Kofferrucksäcke für den Überseeflug herrichtete, das war’s aber schon. Ein Koffer wiegt etwas unter 17 kg, der andere etwas über 17 kg, passt perfekt! Hätten wir noch die alten Koffer - au weia!
In Frankfurt könnten wir also einiges einkaufen, wenn wir etwas finden.

Wir werden demnächst ins Bett kriechen, denn morgen läuten unsere Phones seeehr früh. Um 07:10am geht unser Flieger nach LAX.

 


Montag, 24. Juli 2017:

Um 7:30 läutete mein Phone, 30 Min. später Michis Phone und das war es dann bis zum 10 Uhr!!! Oh Mann, haben wir vielleicht lange geschlafen! Aber es hat sehr gut getan und wir fühlten uns wieder wohl - nicht so wie gestern Abend, halb erschlagen.

Unseren ursprünglichen Plan, nämlich ins Waimea Valley zu fahren, konnten wir schon aus wettertechnischen Gründen nicht nachkommen, die Reste des ehemaligen Hurrikans Fernanda waren Schuld. Was soll’s, wir wollten (und mussten!) ohnehin shoppen, nichts war geeigneter am heutigen Tag.

Wir fuhren ins Ward Center, das am 31. Juli 2017 - also in einer Woche - seinen letzten Tag hat. Dann wird es gesperrt und abgerissen, weil ein modernes Shopping Center errichtet wird. Klar, das Ward Center ist abgenützt und man sieht ihm eindeutig das Alter an, aber es hat Flair. Viele Läden waren schon geschlossen und alle anderen hatten den totalen Abverkauf.

Im Laden Book Off verbrachten wir einige Zeit. Ich und ein Buchgeschäft - wir sind enge Freunde! Tja und es kam wie es kommen musste, zwei Bücher gingen in meinen Besitz über, aber zu einem Spottpreis von je 5 Dollar.

Auch im Laden „Ma Mea Hawai’i“ verbrachten wir einige Zeit, Läden dieser Art interessieren uns sehr.

Anderen Läden hingegen statteten wir nur einen kurzen Besuch ab und fuhren dann ins Ala Moana Center. Unsere Mägen vermeldeten Hunger und wir aßen eine Kleinigkeit.

Wir marschierten zum Crazy Shirt, hier kauften wir die Mitbringel für Gran Canaria, Michi kaufte sich eine kurze Hose und ich mir ein T-Shirt. Die Qualität der Shirts vom Crazy Shirt ist wirklich hervorragend, das muss man ihnen lassen.

Dann ging’s zum ABC, wo zuerst erfolglos, doch dann erfolgreich Plumeria Stengel fand :)

Nun waren wir auf der weiteren Suche nach CDs von Dennis Pavao, doch nirgendwo fanden wir eine. Also versuchten wir unser Glück beim Barnes&Nobels, dort waren alle CDs von Dennis Pavau ausverkauft. Kein Wunder! Nicht umsonst laufen wir seinen CDs her. Ewig schade, dass wir keine bekamen.

Spät aber doch fuhren wir zum Hotel zurück und machten uns zu Fuß auf den weiteren Weg. Wir liefen über die Kalakaua Ave. zum El Lupino, wo wir schon zu Beginn unseres diesjährigen Hawai’i-Urlaubes waren. Dort werden Drinks auf Wunsch ohne Zucker zubereitet :)

Ein Angestellter schnitt mit einer handgekurbelten Aufschneidmaschine Schinken auf, viele verschiedene Sorten. Eine kleine Portion Parma-Schinken ($ 5,-) ging in unseren Besitz über und wir ließen ihn uns schmecken. Er war so was von köstlich und butterzart, unglaublich.

Da wir einen Angestellten schon kennen, kamen wir mit ihm in ein längeres Gespräch. Er erzählte unter anderem, dass er nächstes Jahr, wenn wir kommen, nicht mehr hier sein wird, er hat genug von Hawai’i und im Speziellen von der Hektik in einem Restaurant in Waikiki. Vor 3 Jahren hatte er einen Herzinfarkt, das reichte ihm. Er möchte gerne nach Teneriffa gehen, da sind wir ja Nachbarn!

Schließlich verabschiedeten wir uns und liefen durch das nächtliche Waikiki zum Hotel.

Morgen möchten wir gerne Peter in der Railway Society in Ewa besuchen, wo er seine große Modellbahnanlage gebaut hat. Diese sollte am 19. Juni 2017 offiziell in Betrieb gehen, so war sein Plan.

 

Sonntag, 23. Juli 2017:

Nach dem Frühstück trugen wir einen Teil unseres Gepäcks zum Auto, noch ehe der nächste Regenguss kommt. Gisella begegnete uns und wir sagten, wir möchten uns von ihr verabschieden. Wir sollen uns hinten auf die Terrasse setzen. Oh ja! Dort ist es super klasse und die Aussicht auf den riesengroßen Garten ist toll.

Wie üblich, kamen wir in ein langes Gespräch und zwischendurch mussten wir hellauf lachen, weil Gisella wieder eine Meldung losließ, bei der wir nicht ernst bleiben konnten. Gisella ist echt eine Nummer!

Die Zeit schritt voran, doch wir merkten es zunächst gar nicht, weil wir so vertieft ins Gespräch waren. Doch auf einmal gab es mir einen Stich, ich blickte auf die Uhr, sie zeigte 11:50!! Um 13:17 sollte unser Flug nach Hilo gehen, also jetzt musst es sein. Wir umarmten uns herzlich und Gisella freute sich unglaublich, dass wir nächstes Jahr wieder kommen (hoffentlich!).

Auf die Schnelle die letzten Gepäcksstücke ins Auto getragen, ab zur Transfer Station, Müll entsorgen und weiter zum Airport. Das Auto waren wir wie immer problemlos los. Wir eilten zu den Self Checkin Automaten, doch eine Angestellte sagte, wir sollen uns bei der Lady beim Counter anstellen, sonst wird sie arbeitslos. Auch gut. Alles ging sehr rasch und dann hieß es 2x15 $ fürs Gepäck zahlen. Michi und ich guckten uns an - komisch, für die Flüge von Honolulu nach Lihu’e zahlten wir nichts und von Lihu’e nach Hilo ebenfalls nichts. Warum jetzt? MIchi wollte schon gehen, aber ich wollte unbedingt wissen, worin der Unterschied liegt, dass wir hier zahlen, aber zuvor nicht.

Die Lady war sehr verblüfft. Sie weiß zwar, dass einige nichts zahlen, andere jedoch schon, aber sie weiß nicht, warum. Sie fragte mich, ob wir auf den andern Airports die Self Checkin Automaten genutzt haben. Ja, haben wir. Sie nahm unsere bereits ausgedruckten Bordkarten und ging zum Self Checkin Automaten, um das ganze Prozedere dort zu versuchen.
Und siehe da - nichts wäre zum Bezahlen gewesen. Die Lady schüttelte den Kopf, ging zu ihrem Counter, sah dort nochmal nach - ja, 2x15 Dollar sind zum Bezahlen. Sie meinte, da stimmt etwas nicht und buchte uns die 30 Dollar zurück! Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber abgelehnt habe ich das natürlich auch nicht.

Bald darauf saßen wir auf unseren reservierten Sitzplätzen 12 A und 12 B und kurz darauf hob der Flieger ab.

In Honolulu waren unsere Koffer sehr rasch hier. Ich hielt dann auf der Straße einen Alamo Bus auf, der prompt stehen bliebt. Nach uns kamen immer mehr Touristen mit Koffern bei der Tür herein und später noch viel mehr weitere. Noch nie in all den vielen Jahren haben wir jemals einen derart überfüllten Alamo Bus gesehen. Voll von Leute, die zu einem guten Teil stehen mussten, das Gepäck lag überall am Gang verstreut herum - ein Chaos sondergleichen.

Bei Alamo stiegen alle aus, bis auf zwei (das waren wir) drängten sich alle ins Gebäude. Na dann, viel Spaß! Wir gingen hinter dem Gebäude herum direkt zur Choice Line und innerhalb kürzester Zeit übernahmen wir einen 4-door Jeep Wrangler. Skip the Counter sei Dank, hoffentlich bauen sie in Hilo bald ein vernünftiges Alamo-Gebäude, sodass auch dort Skip the Counter eingeführt wird.

Zum Waikiki Banyan Hotel fuhr ich sozusagen automatisch, die Strecke kenne ich im Schlaf und es war schön, wieder in „unserem“ Condo zu sein, mit tollem Blick auf den Diamond Head.

Wir schnappten unsere kleinen Rucksäcke und machten uns auf den Weg zum Kaimana Beach. Dort soll laut meinen letzten Recherchen von gestern die Monk seal Mutter mit ihrem Baby sein. Die Hitze zum Beach war enorm, aber wir hatten uns zuvor Wasser beim ABC gekauft, sodass wir nicht verdurstet sind.

Doch am Kaimana Beach waren die Monk seals nicht. Wir gingen ein kleines Stück weiter zu einem kleinen Strandabschnitt, der zu einem Golf Club gehört und daher privat ist. Dort ist abgesperrt und es lag ein Monk seal dort!

Ein Volunteer vom Hawai’i Marine Life war vor Ort und beantwortete Fragen. Dieser Monk seal ist nicht die Mutter, er gehört auch nicht zur Familie. Die Mönchsrobbe ist weiblich und ca. 5-6 J. alt. Die Robbenmutter ist mit ihrem Baby gerade schwimmen, an welchem Strand sie dann landen, weiß man nicht. Da wir ohnehin schon ziemlich müde und groggy waren beschlossen wir, den Rückweg anzutreten.

Wieder zu Hause fuhren wir zum Foodland, um das wichtigste für heute Abend und die nächsten 2 Tage einzukaufen, viel war das ja nicht.

Wir gingen sehr ungewöhnlich früh ins Bett, wir hätten nicht mehr länger auf sein können.

 

Samstag, 22. Juli 2017:

Noch vor dem Weckerläuten wurden wir von selbst munter. Draußen schien die Sonne, das hatten wir nun gar nicht erwartet, umso schöner fanden wir es.

Heute war unser letzter Tag auf Big Island, außer Koffer und Kofferrucksäcke packen hatte ich nichts am Plan.

Nach dem Frühstück fuhren wir zum Macy’s und zum Sears. Beim Macy’s hatten wir ein witziges Erlebnis. Vor ca. 2 Wochen kaufte ich dort meine Lieblingsunterhosen, die gerade um Sonderangebot waren (irgendwie schaffe ich das jedes Jahr, muss aber Zufall sein). Doch heute die Enttäuschung, die Unterhosen waren nicht mehr im Angebot. Eine Verkäuferin kam und wollte wissen, ob ich eine Frage hätte. Ja, die hätte ich! Warum seine meine Unterhosen heute nicht im Sonderangebot, zum Normalpreis kaufe ich sie nicht. Sie überlegte kurz, meinte dann, sie probiere den alten Code, vielleicht geht er ihr durch und dann kann ich die Unterhosen zum Sonderangebotspreis haben, der eigentlich nicht aktuell ist. Es funktionierte!! Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und schon gar nicht, dass eine Angestellte sagt, sie probiert den alten Code aus. Respekt und lieben Dank!

Beim Sears kaufte Michi ein weiteres sehr schönes Hawai’i-Hemd. Jene von RJC sind ihm wie auf den Leib geschneidert.

Genug geshoppt, wir fuhren nach Hause.

Dort saß die Frau des Gardeners zusammen mit der Enkelin von Gisella und sie flochten Leis. Uihhh, die beiden hatten es wirklich drauf. Hoffentlich konnten sie es zu dem Preis verkaufen, den sich die Enkelin vorgestellt hat...

Der Gardener und seine Frau sind ursprünglich aus Mikronesien. Sie wohnten dort auf einer winzig kleinen Insel mit ca. 300-500 Leuten. Die Insel hat keine Berge und besteht hauptsächlich aus Sand. Fließend Wasser gab es natürlich nicht, sie sammelten das Regenwasser. Die Ernährung war ein sehr großes Problem. Vielfach tranken sie Kokosmilch, wohl einige Liter am Tag und lebten auch ansonsten sehr, sehr einfach.

Die USA haben mittlerweile fast alle Bewohner dieser kleinen Insel abgesiedelt, weil sie die Insel für militärische Zwecke nutzen möchten. All jenen, die bereit waren, in die USA zu gehen wurde versprochen, dass sie dort ein viel besseres Leben haben werden und auf jeden Fall US-Staatsbürger werden. Letzteres stimmte dann schon mal nicht, sie bekamen nicht die US-Staatsbürgerschaft, aber sie dürfen wenigstens als Residente hier leben und arbeiten.

Frau Gardener erzählte sehr viel mehr vom Leben auf dieser kleinen Insel und auch viel von ihrer Familie. Berührend, welche Schicksalsschläge sie schon durchmachen musste.

Am Nachmittag packte ich die Koffer, was sehr schnell ging und dann sprangen wir zum letzten Mal für diesen Urlaub in den Pool. Ich glaube, den nehmen wir mit nach Gran Canaria :) :) :)

Dann folgten noch rasch die Kofferrucksäcke und somit war alles fertig.

Morgen fliegen wir zu Mittag nach O’ahu. Mittagsflüge mögen wir überhaupt nicht, aber wir können nicht vor 3pm ins Waikiki Banyan Hotel zu unserem Condo, das morgen bis 10am noch belegt ist.

Aber was soll’s, das ist auch kein Problem bzw. wir machen keines daraus.

Was mir bereits sehr stark auffällt ist, dass ich vermehrt an unsere Freunde und Bekannte auf GC denke und an unsere Katzen sowieso. Wird Zeit, dass wir nach Hause kommen.
Am meisten freue ich mich darauf, meine kranke Freundin in die Arme schließen zu können :)

 

Freitag, 21. Juli 2017:

Gestern vor dem Schlafengehen sagten wir, morgen schlafen wir länger...

Mein Handy läutete, ich stellte es ab und blickte auf die Uhr: 6:30!!! Ich fragte Michi, warum um alles in der Welt er das Handy auf 6:30 gestellt hat! Seine Antwort: Wir haben 7 Stunden geschlafen, das genügt. Nein!! Mir genügte es nicht!! Ich war noch hundemüde und wollte schlafen! Wir drehten uns noch mal rum und auch er schlief umgehend wieder ein, wie er mir später erzählte.

Draußen schüttete es aus Eimern und wollte anscheinend nicht mehr aufhören. Hurrikan Ferndanda, der kein Hurrikan, sondern nur mehr eine Tropical Depression ist, nähert sich immer mehr Big Island, klar, dass es dann heftige NIederschläge gibt.

Entsprechend viel Zeit ließen wir uns fürs Frühstücken und fuhren anschließend zum Volcaneos NP. Wir wollten sehen, ob es dort vielleicht möglich wäre, einen kleinen Trail zu laufen.

Doch nein, es sollte nicht sein. Wir gingen ins Kilauea Visitor Center, wo ich das Buch „A hiker’s guide to trailside plants in Hawai’i" gekauft habe.

Der Volcanoes NP wollte uns heute nicht wandern sehen, auch gut, wir fuhren wieder zurück.

Beim Foodland im Kea’au SC kauften wir uns je eine Clam Chowder, die wir zu Hause in der Mikrowelle noch ein wenig mehr erwärmten und uns schmecken ließen.

Keine Ahnung, was mich dann geritten hat, aber eine gute Stunde später kontrollierte ich meinen Zuckerspiegel: 186!!! Schock! Hat denn die Clam Chowder Zucker drinnen? Ich las im Internet nach. Liest man die Rezepte der selbst gemachten Clam Chowder, kommt natürlich kein Zucker hinein, aber bei diesen Fertigprodukten sind verschiedene Zuckersorten enthalten! Ja Himmel noch mal, geht’s noch? Zucker überall, Soja überall!!

Wettermäßig war es nach wie vor unter jeder Kritik. Ich nutzte das, in dem ich Wäsche wusch, unsere vier Rucksäcke gleich mit dazu und dann noch unsere Bade- und Handtücher. Relativ rasch war ich auch mit dem Bügeln fertig.

Zwischendurch warf ich mein Notebook an. Zu meiner Überraschung sah ich eine Mail von Gisella! Sie schrieb, wir sollen das schriftlich von ihr haben: Sie hat ein schlechtes Gewissen, weil sie uns mehr Arbeit aufgehalst hat, als von Anfang an gedacht war. Es kam dann immer mehr dazu, weil sie ganz zu Beginn nur einen Punkt für uns hatte. Ich antwortete, dass wir wirklich viel Arbeit gehabt haben, aber nur dadurch war es ihr möglich, in ihre ursprüngliche Heimat zu fliegen und dass wir das unter „volunteering by Gisella“ einordnen :)

Ursprünglich wollte ich heute noch Koffer packen, aber ich verschob es auf morgen, denn morgen soll das Wetter wieder sehr regnerisch werden.

 

Donnerstag, 20. Juli 2017:

Heute war Volunteeren bei ’Ainahou angesagt, entsprechend früh fuhren wir los und holten bereits um 8 Uhr ein Funkgerät im Research Center ab und ab damit zu unserer Arbeitsstätte.

Klar, außer uns war noch niemand hier, die anderen wollten sich erst um 9:30 am Overflow Parking Lot treffen.

Wir holten diverse Werkzeuge aus dem Schuppen und gingen das Wasserrohr so lange entlang, bis wir jene Stelle erreicht hatten, an der wir vorletzte Woche zum Arbeiten aufgehört haben.

Mit Eifer machten wir uns an die Arbeit. Das Wasserrohr ist lt. S. ½ Meile lang. Wo wir etwa waren, konnte ich nicht abschätzen, auf jeden Fall hatten wir noch viel vor uns - viel zu viel für den heutigen Tag. Da das Wasserrohr schon seit 5 J. nicht mehr von überhängenden Bäumen, Sträuchern und mannshohen Gräsern befreit worden war, sahen wir es zum Teil gar nicht. Wir fällten Bäume und Sträucher und schafften den Abfall beiseite, damit man noch laufen konnte. Ums Gras kümmerten wir uns nicht, das wird R. machen, wenn er denn wieder Lust dazu hat (heute hatte er keine, wir mir seine Frau verriet).

Bereits um 10 Uhr waren wir dermaßen k.o., dass wir eine Pause einlegten mussten. Das Freilegen des Wasserrohres war eine enorm kräftezehrende Arbeit, die aber getan werden musste.

Doch Lunch war erst um 12 Uhr, bis dahin schufteten wir weiter. Ich war dann dermaßen fertig, dass ich am Rückweg durch das hohe Gras eine längere Pause einlegen musste. Ich hatte einen großen Behälter mit diversen Arbeitsgegenständen in der Hand und konnte diese durch das hohe Gras kaum tragen, immer blieb ich irgendwo hängen.

Pünktlich zum Lunch waren wir beim Ranch House, wo die anderen Volunteers schon aßen.

Auf Grund der Hitze bei ’Ainahou hatten wir gehofft, dass heute nach dem Lunch Schluss mit der Arbeit ist, doch weit gefehlt. Alana gab noch eine Stunde dazu. Für das Wasserrohr hatten wir weder Lust noch Kraft, wir schnappten uns eine Leiter und ich schnitt zwei Phoenixpalmen. Leider bleiben dieses Jahr alle anderen Phoenixpalmen ungeschnitten, aber ich habe halt nur zwei Hände. Jemand anderer kümmert sich nicht um diese Pflanzen.

Auf der Rückfahrt legten wir in Volcano einen Stopp ein, ohne Kaffee wollten wir nicht bis Kea’au fahren.

Zu Hause gab es einen weiteren Kaffee und während wir diesen tranken, schüttete es draußen wie aus Eimern.

Etwas später gingen wir zu Gisella hinüber, um mit ihr wegen ihrem Cottage für uns 2018 zu sprechen. Geht natürlich klar, keine Frage und wir freuen uns sehr, auch wenn ich weiß, dass es möglicherweise wieder ein paar sehr heiße Nächte gibt wie dieses Jahr.

Was wir morgen tun, wissen wir nicht. Fakt dürfte sein, dass wir morgen nicht zu den Frühaufstehern gehören, das können wir uns im Moment nicht vorstellen, weil wir wirklich kaputt sind. Also ist mal schlafen an der Reihe, dann sehen wir weiter :)

 

Mittwoch, 19. Juli 2017:

Hilfe! Wir haben schon wieder verschlafen! Was nützte uns der Weckruf von zwei Handies, wenn wir sie ignorieren? Egal, was soll’s, es ist Uuuuuurrlaaauuubb!!

Da das Wetter alles andere als prickelnd war, frühstückten wir sehr gemütlich und überlegten, was wir tun könnten. Eines stand fest: Es sollte ein Trail im Volcanoes NP sein.

Also fuhren wir los, doch je näher wir uns dem Volcanoes NP näherten, umso mehr verfinsterte sich der Himmel. Beim Kilauea Visitor Center fing es zu regnen an. Auch gut, dann fahren wir die Chain of Craters Rd. weiter südlich.

Plötzlich kam mir DIE Idee! Der ’Ainahou Trail! Schnurstracks steuerten wir das Gate an, das Auto stellten wir ordnungsgemäß vor dem Trailhead ab. Von Alana wussten wir, dass die bei allen Volunteers unbeliebte L. auch während der Woche kontrolliert, ob ohnehin niemand bei ’Ainahou arbeitet, denn das ist lt. dem von ihr gestrickten „Gesetz“ verboten! Sie hat echt nicht mehr alle! Wir haben uns geschworen, sollten wir ihr begegnen und sie möchte uns zur Rechenschaft ziehen, werden wir kontern, dass wir heute Touristen sind, die den Trail laufen und morgen sind wir Volunteers, die bei ’Ainahou arbeiten, punkt!

Bei etwas blauem Himmel zogen wir los, war das herrlich! An der richtigen Stelle zweigten wir zu den Wassertanks ab, dort waren wir schon länger nicht mehr. Bald war Wassertank Nummer 1 erreicht.

Wie undicht der Wassertank ist! Stetig läuft Wasser aus.

Nun zum zweiten Wassertank hinüber, er ist in Sichtweite vom ersten Wassertank. Er sieht in allen Belangen besser aus und scheint auch dicht zu sein.

Wir gingen noch zur Pferdekoppel hinüber, Pferde sahen wir allerdings keine. Wir ließen uns auf den Stufen der Hütte nieder und picknickten. Leider fing es zu regnen an, sodass wir, geschützt durch unsere Regencaps, den Rückweg antraten.

Doch schon bald hörte der Regen auf, sodass wir die Regencaps ablegen konnten.

Und dann, auf einmal, tauchten vor uns drei Wildschweine auf!

Wäre heute Donnerstag und wir als Volunteers unterwegs, müssten wir die Sichtung der drei Wildschweine mit genauem Datum der Sichtung sowie der genauen Position melden, aber heute ist Mittwoch! Ätsch! Nichts melden wir ;D

Je weiter wir dann nach Norden fuhren, umso mehr regnete es. Ab mit uns nach Kea’au, wir wollten noch den Pool genießen. Mit genießen war nichts, denn es regnete.

Im Cottage bereitete ich einen Smoothie für uns zu, für mich gab es wieder nur ein klitzeklein wenig. Zum Abendessen gab es für uns einen erfrischenden Avocado-Salat. Schade, dass er dermaßen sättigend ist.

Am Abend überlegten wir wegen Hawai’i 2018 und ob mit oder ohne Maui. Maui war vor Jahren Michis Lieblingsinsel, aber das hat sich längst geändert. Während ich die Road to Hana liebe, mag sie Michi überhaupt nicht mehr und will sie auch nur mehr sehr ungern fahren, es sind ihm viel zu viele Leute dort. Tja, das wird noch schwierig, bis ich Hawai’i 2018 zusammen bekomme und wie der Plan dann letztendlich aussehen wird.

Morgen müssen wir früh aufstehen, denn Volunteering bei ’Ainahou ist am Plan. Hoffentlich regnet es morgen nicht allzu viel.

 

Dienstag, 18. Juli 2017:

Da wir gestern vermutlich heraus gefunden, weshalb ich seit ein paar Wochen nachts immer stärker werdende restless legs bekomme, haben wir das umgehend geändert. Umso gespannter war ich auf die Nacht.

Am Morgen tippte ich zwar den Weckeralarm tot, schlief aber sofort wieder ein. Irgendwann wurde ich munter, schlug kurz meine Augen auf - Michi war nicht mehr im Bett! Alarm! Er hat mich nicht aufgeweckt, sondern weiter schlafen lassen. Soooo herrlich wie die vergangene Nacht habe ich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr geschlafen, einfach nur herrlich!

Wir bereiteten unser Frühstück zu, draußen schüttete es aus Eimern. Egal, wir machen das Beste aus dem Tag, irgendwelche Pläne verfolgen wir nicht mehr, wir machen das, wozu wir Lust haben. Immer nur wandern? Nix da, nicht mehr für diesen Urlaub.

Die Satellitenkarte wollte uns auch kein Schönwetter vermitteln, also ließen wir uns entsprechend Zeit und verließen erst gegen Mittag das Cottage. Wir fuhren ins Prince Kuhio Plaza, liefen die Gänge im Target und im Walmart auf und ab, als würden wir sie noch nicht kennen und genossen es, nicht immer nur nach Liste einkaufen zu gehen, sondern einfach mal nur zu gucken und sich für alles jede Zeit der Welt lassen.

Wir kauften ein paar Kleinigkeiten, in Michis Besitz gingen einige verschiedene Fläschchen und Tübchen vom Gorilla-Kleber über. Ich kenne keinen Menschen, der eine so große Klebersammlung hat, wie er.

Am mittleren Nachmittag kamen wir nach Haus zurück und dann folgte eine lange Zeit im Pool. Herrlicher wie herrlich und auch Michi schwomm wie ein Weltmeister, weil es seiner Wirbelsäule sehr gut tut.

Später gab es Kaffee und Eis, Eis jedoch nur mehr für Michi, ich esse keines mehr, es tut meinem Zuckerspiegel nicht gut. Dem folgte ein köstlich schmeckender Smoothie, für mich jedoch ganz wenig (oh Mann, geht das mir auf den Geist! Auf immer mehr muss ich verzichten, wenn das so weiter geht, bleibt nichts mehr übrig...).

Nach einem kleinen Abendessen setzten wir uns zu unseren Geräten, Michi zum iPad, ich zum Notebook.

Am morgigen Plan steht: Nichts! Wir lassen uns einfach treiben :)

 

Montag, 17. Juli 2017:

Nachdem wir die Fahrt auf den Mauna Kea immer wieder verschieben mussten, wollten wir heute endlich hinauf fahren.

Beim Visitor Center hatte ich zu meinem größten Erstaunen bereits die Anzeichen der Höhenkrankheit! Nach dem Akklimatisieren gingen wir zu den Silverswords hinüber. Was für ein Schock! Es gab fast keine Silverswords mehr, nur ganz wenige junge Pflanzen kamen nach.

Immerhin fanden wir ein abgeblühtes Silversword, wir mussten uns damit zufrieden geben.

Ab dem Visitor Center fuhr Michi weiter hoch, ich fühlte mich alles andere als wohl. Ich bat ihn, langsam zu fahren. Was machte er? Er fuhr viel zu rasch hoch, mir wurde immer mieser, immer mehr hatte mich die Höhenkrankheit im Griff.

Am Parkplatz, an dem es gegenüber zum Lake Wai’au geht, parkten wir uns ein, mehr weiß ich davon nicht, denn ich schlief die ganze Zeit tief und fest.

Michi wollte dann zurück fahren, damit es mir wieder besser geht, aber ich war so daneben, dass ich sagte, ich möchte gerne hinauf (was für ein grober Fehler!!).

Viel von der Fahrt weiß ich nicht, da ich wieder schlief. Vage nahm ich ein paar der Observatorien wahr, die Fotos schoss jedoch Michi.

Und hier der Gipfel:

Nachfolgendes Foto ist dann auf der Fahrt hinunter entstanden, im Hintergrund der Mauna Loa:

Am Parkplatz des Pu’u Huluhulu stoppten wir, hier ging es mir dann besser.

Zu Hause angekommen, gab es noch rasch Kaffee und zuckerfreies Eis, für mich 2 Esslöffel vom Eis, die wohl letzten in meinem Leben, denn mein Zuckerwert stieg nach dem Bisschen zuckerfreiem Eis sehr stark an.

 

Sonntag, 16. Juli 2017:

Heute ist unser Hochzeitstag und mein Geburtstag :) Und es ging uns beiden gesundheitlich endlich sehr gut, das passte also bestens :)

Eines wussten wir: Wenn heute das Wetter Richtung National Park nicht gut aussieht, bleiben wir zu Hause und widmen uns voll und ganz dem Pool.

Ok, der Volcanoes NP wollte uns heute nicht haben, auch recht. Daher fuhren wir als Erstes in den Hawaiian Paradise Park und suchten uns jene Straße, in der unser mögliches Vacation Rental für den kommenden Hawai’i-Urlaub stand.

OMG! Landschaftlich gesehen (soweit man von „Landschaft“ sprechen kann) sah es, je weiter östlich wir kamen, alles andere als vertrauenserweckend aus. Uns erinnerte es an den Captains Drive, wenn wir früher zum Kahaua’lea Trailhead gefahren sind. Ob wir uns hier jemals „zu Hause“ fühlen könnten? Nein, das wohl nicht.

Vergleiche mit dem Hilo Hale, in dem wir früher 3x wohnten und das jetzt nicht mehr vermietet wird, kamen uns in den Sinn. Das Hilo Hale stand in einer freundlichen offenen Wohnsiedlung, zwischen den einzelnen Grundstücken war kein Urwald, wie in diesem Bereich des HPP, sondern alles war durchgehend gepflegt und nicht verwildert.

Oder jetzt bei Gisella: Wir wohnen in einer riesengroßen - ich möchte sagen - Parkanlage, die sehr gepflegt wird, von Gisella und dem Gardener (wenn er denn kommt...).
Wir wohnen bei Gisella in einem Paradies, leider ohne Aircondition, das ist der einzige Grund, den wir im Sommer gemängeln.

Das neue Haus hatten wir dann endlich entdeckt. Ein großes Tor verhinderte den Zugang (und das Tor braucht man dort gewiss!).

Durch den Zaun habe ich ins Innere fotografiert, viel sah man jedoch nicht.

Das sah wirklich sehr gepflegt aus, aber das Rundherum, das auf dem Foto nicht zu sehen ist!

Nein, besten Dank, damit werden wir nicht warm. Und wenn die Infos bei AirBnB stimmen, ist nur im Schlafzimmer eine Aircondition. An sich sehr gut und würde genügen, nur ist die Außentemperatur dort um exakt 5° höher gewesen, als bei Gisella kurz zuvor.

Enttäuscht - vor allen Dingen vom HPP - fuhren wir nach Hause und nun folgte eine lange Zeit am und im Pool, ich war nicht mehr aus dem Wasser zu bekommen :)

Anlässlich der heutigen Feste hatten wir zuvor schon einen Tisch im Pond’s Restaurant am Pond reservieren lassen. Das Restaurant ist unglaublich gemütlich, die Live-Musik überhaupt nicht aufdringlich, im Gegenteil.

Michi bestellte für sich einen „crab crusted Opakapaka with roastet peper sauce and brown rice“, ich wünschte mir ein „Na’ahehu New York Steak with vegetables and mushed potatos“.

Uns beiden schmeckte es hervorragend, es hätte nicht besser sein können :)

Als Nachspeise ließ sich Michi eine „coconut cream“ mit Maracuja, Mandelsplitter und einem kleinen Brownie-Küchlein, köstlicher als köstlich!

Glücklich und zufrieden fuhren wir nach Hause und verbrachten einen wunderschönen Abend :)

 

Samstag, 15. Juli 2017:

Als wir aufstanden, lachte die Sonne vom Himmel, aber nicht mehr lange, dann schoben sich dicke Wolken vor die Sonne.

Schon zum Frühstück aß Michi ganz normal. Er hatte zwar noch leichte Schmerzen, aber diese hielten ihn nicht davon ab.

Anschließend fuhren wir Richtung Volcanoes NP, dort wollten wir heute eine schöne Wanderung machen, aber je weiter westlich wir fuhren, umso mehr kamen wir in den Regen. In Volcano drehten wir um, das machte keinen Sinn und wir fuhren wieder nach Kea’au zurück, wo mittlerweile die Sonne schien. Herrlich!

Ich zog die Bettwäsche ab, schnappte die Hand- und Badetücher und ging zur Laundry. Diese Dinge müssen halt auch immer wieder sein und machen im Grunde genommen keine Arbeit.

Dann hockte ich mich zum PC und machte mich auf die Unterkunftssuche. Hilo und Kea’au hat offenbar nichts Vernünftiges zu bieten, es war zum Verzweifeln!

Doch der Pool rief mich, in dem Michi schon war. Es ist einfach paradiesisch hier, das kann man nicht anders sagen. Warum nur hat das Cottage keine Aircondition? Hätte sie eine, würde ich nie und nimmer auf die Suche nach einer neuen Unterkunft gehen.

Nach einem kleinen Mittagessen ging Michi wieder in den Pool, während ich schon wieder vor dem PC hockte, um nach einer Unterkunft mit AC zu suchen. Auch der Hawaiian Paradise Park scheint nichts zu haben, zumindest nicht bei vrbo.com und homeaway.com.

Irgendwann gab ich auf und ging auch in den Pool, ehe es zu spät wurde und die Moskitos kommen.

Kaum waren wir heraußen, kam Gisella zu uns auf den Lanai und erzählte einiges. Doch lange konnte sie nicht bleiben, weil sie noch viel zu tun hatte.

Michi und ich genossen Kaffee und Eis, anschließend bereitete ich hauptsächlich für ihn einen Smoothie zu. Dieses Mal zusätzlich mit einer Mango drinnen, auch nicht übel.

Bald darauf gab es ein eher spärliches Abendessen, das war jedoch Absicht.

Wie auch sonst die Jahre zuvor, kommt heute der Hinweis, dass ich morgen höchstwahrscheinlich ganztägig offline bin. Ein Mal im Jahr gönne ich uns das :)

 

Freitag, 14. Juli 2017:

Die vergangene Nacht war für Michi einfach nur schrecklich, noch nie in seinem Leben hatte er für viele Stunden lang solch extreme Schmerzen, die ihm den Schlaf völlig raubten.

Ich konnte einerseits deswegen auch nicht schlafen, andererseits hatte ich mehr als heftige restless legs, so stark wie noch nie. Zudem war die Temperatur im Schlafzimmer alles andere als angenehm, mit anderen Worten: Viel zu hoch!! Dem Cottage fehlt eindeutig eine Aircondition.

Entsprechend gerädert standen wir auf. Für Michis Frühstück schnitt ich Schinken in winzige Stückchen, ab damit in die Pfanne, aufgeschlagene Eier darüber. Das nicht getoastete Brot bestrich ich einerseits mit Erdbeer- und Blaubeerkäse, andererseits mit Streichwurst und schnitt ganz dünne Streife, damit er diese nur in den Mund schieben musste. Das konnte er ganz gut essen.

Anschließend fuhren wir wiederum zum Family Dental Center, Michi wollte Gewissheit, ob ohnehin alles in Ordnung ist und er wollte sicherheitshalber ein Antibiotikum und Schmerztabletten, denn so konnte es nicht weiter gehen.

Wir warteten nur kurz und wurden allen anderen vorgezogen. Der Arzt sagte, dass alles in Ordnung sei, es habe sich nur ein kleines Blutbläschen entwickelt, das sich aber nach und nach auflösen wird.

Mit den Rezepten ging es zum Walgreens, wo es erstmal warten hieß. Übrigens musste Michi nichts wegen der Rezepte zum Arzt sagen, dieser sagte das von sich aus.
Im Auto schluckte Michi eine Schmerztablette und nach einer Stunde wurden die Schmerzen etwas besser.

Zum Mittagessen gab es fast keine Abwechslung, was Michi egal war, er war zufrieden, dass er überhaupt etwas essen konnte.

Und dann war es aus und vorbei mit uns. Michi legte sich auf die Couch und schlief prompt ein. Ich setzte mich auf den Lana’i (im Haus war es brütend warm!) in einen sehr bequemen Sessel und war auch weg wie nichts.

Michi wurde gerade noch rechtzeitig munter und weckte mich, sodass wir zur Hilo Librabry fahren konnte, wo ich die drei ausgeliehenen Bücher reournierte. Nur eines der Bücher habe ich gelesen, für die anderen beiden war und ist keine Zeit mehr, zumal ich auch von Gisella ein Buch ausgefasst habe, das mich in seinen Bann gezogen hat.

Nach einem Kurzbesuch bei Macy’s ging es nach Hause. Spät aber doch genehmigten wir uns Kaffee und Eis.

Obwohl Michi vor mittlerweile 8 Std. seine Schmerztablette geschluckt hat, brauchte er bis jetzt keine, wird aber vor dem Schlafengehen eine nehmen, denn noch eine schlaflose Nacht möchte er verständlicherweise nicht haben.

 

Donnerstag, 13. Juli 2017:

Heute wäre Volunteering bei ’Ainahou gewesen, wenn es das Wörtchen „wenn“ nicht geben würde.

In der Früh kam Gisella zu uns herüber, bei Dr. Kiozumi ist heute und morgen alles überbucht, noch jemanden können sie nicht dazu nehmen. Da ihr das eine neue Angestellte vermittelte, kannten sich die beiden nicht und Gisella hatte keine Chance, direkt mit Dr. Koizumi zu reden.

Die Angestellte gab ihr jedoch die Telefonnummer vom Family Dental Center in den Waiakea Villas. Gisella rief dort an, aber die Lady am anderen Ende der Leitung brauchte noch andere Daten von Michi sowie seine Phone Number. Heute um 2.30pm solle er dort sein, aber er soll sich darauf einstellen, dass heute nicht alles gemacht wird, ein Röntgen aber auf jeden Fall.

Zum Frühstück schluckte ich die bei mir längst unbeliebte Antibiotika-Tablette, die letzte!

Gestern haben wir Gisella darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich seit ihrer Rückkehr nicht mehr um den Pool kümmert, die Chlortabletten längst leer sind und Wasser fehlt. Daraufhin meinte sie, es wäre schön für sie, wenn wir das noch so lange für sie tun würden, so lange wir noch hier sind.

Also ging ich heute die Chlortabletten nachfüllen, Wasser in den Pool ebenfalls und während dieses lief, ließ ich auch im Krötenteich Wasser ein, dort fehlte auch schon wieder so viel!
Während ich beim Krötenteich auf einem Mäuerchen im Schatten saß (die schon bekannte Übelkeit setzte ein), kam Gisella und sagte „husch, husch, Chlortabletten und Wasser einfüllen“. Moment mal, wir sind hier zahlende Gäste und nicht ihre Angestellten. Ich konterte, dass ihre Anweisungen zu spät kommen.

Als der Wasserstand im Krötenteich und im Pool passten, ging ich ins Haus. Die Übelkeit und Symptome wie gestern nahmen immer mehr zu. Irgendwann war ich so kaputt, dass ich eine Stunde schlief, danach ging es mir aber langsam besser.

Am frühen Nachmittag fuhren wir zum Waiakea Dental Center in Hilo. Der übliche Fragebogen musste von Michi ausgefüllt werden und nach einer geraumen Zeit war er an der Reihe, ich durfte mit. Der sehr freundliche Dentist und seine Assistentin kamen und der Dentist begann zu erklären. Auf Grund des Röntgenbildes gibt es keinerlei Möglichkeit, den Zahn zu erhalten, die einzige Möglichkeit sei eine Extraktion. Da wir schon damit gerechnet hatten, war das nichts Neues. Wie schon ich 2014 bei Dr. Koizumu bekam Michi zuerst eine kleine Spritze, dieser folgte eine zweite . Dann griff er zu einer kleinen Flex und teilte den Zahn in zwei Teile. Schwups, Teil 1, schwups, Teil 2 - das war’s. Dauer: 1 Min. 40 Sek.!! Tamponade drauf, zusammen beißen, good bye :) Achja, zahlen durften wir natürlich auch ; $ 447. Ist uns egal, ist eine Versicherungsangelegenheit.

Dann ging es nach Hause, wo wir kurz darauf Kaffee und Eis genossen haben.

Gisella kam und fragte, wie es Michi geht. Er hat natürlich Schmerzen, aber andere als zuvor und Gisella mixte ihm wieder das „Wässerchen“ mit Gas gemischt. Das hilft wunderbar bei Schmerzen, aber nicht für sehr lange.

Da Michi am Abend noch nichts beißen sollte, mixte ich ihm einen Smoothie. Trinken war schwierig (wie beim Kaffee schon), sodass ich ihm den Smoothie in einen großen tiefen Teller gab.
Leider kommen die Farben vom Smoothie nicht richig heraus, es sollte violett sein. Gemischt habe ich das Fruchtfleisch einer Avocado mit 2 apple bananas, einer gut handvoll gemischter Waldbeeren (gefroren) und Milch. Er ließ es sich schmecken :)

Wir erklärten uns beide für gesund - ich meine letzte Antibiotika-Tablette, er seinen Störenfried im Mund los - sodass wir morgen endlich (!) wieder einen richtigen Urlaubstag einlegen möchten. Der Wetterbericht sieht gut aus und der Volcanoes NP zieht uns magisch an :)

 

Mittwoch, 12. Juli 2017:

Michi konnte trotz seiner Zahnschmerzen ganz gut schlafen. Gegen 9:30 kam Gisella mit dem Telefon in der Hand zu uns herüber, sie kann Dr. Koizumi nicht erreichen, ständig wird sie aufgefordert, eine Nachricht zu hinterlassen. Michi sagte, vielleicht ist seine Praxis heute geschlossen? Nein, meint Gisella, geschlossen ist immer mittwochs, heute ist aber Dienstag. Irrtum! Heute ist Mittwoch, deswegen läuft der Anrufbeantworter.

Ok, mit dem Zahnarzt wird es heute also nichts. Schade, aber nicht zu ändern.

Gisella war noch nicht lange weg, als ich massive Durchfälle bekam. Schönen Dank ans Antibiotikum.
Ich kam von einer bestimmten Örtlichkeit die längste Zeit nicht mehr weg und anschließend war ich sehr schwach. Die Darmkrämpfe hielten weiterhin an und ich wurde schon wieder soooo müde! Mich quälen brachte nichts, also schlief ich eine Runde. Das ist ja Sinn und Zweck eines Hawai’i-Urlaubes, tagsüber zu schlafen...

Als ich wieder wach wurde, ging es mir besser und ich schlich zur Laundry hinüber. Nicht zu glauben, wie anstrengend das war!

Zu Mittag bereitete ich uns einen leckeren Avocadosalat zu. Da hinter unserem Cottage in zig Meter hoher Avocadobaum wächst, der riiiiesengroße Avocados hat, ist die Beschaffung einer Avocado mehr als einfach, man erspart sich den Weg zum Foodland ;)

Am Nachittag gingen wir in den Pool, im Cottage war es mittlerweile unerträglich heiß geworden. Ein Brutkasten ist nichts dagegen

Vom Pool aus ein Blick zu Gisellas Haus:

Seht ihr am Foto unterhalb die Henne am Dach?

Fast täglich finde ich ein Ei in der Wiese unterhalb, DAS musste die Eilieferantin sein! Wir beobachteten sie sehr lange. Zwischendurch gab sie sehr eigenartige Geräusche von sich, so dass wir dachten, jetzt kommt das Ei, aber nichts dergleichen geschah, es war einfach noch zu früh.

Und dann, nach ca. 2 Std., flog die Henne unter lautem Gekreische nach unten auf die Wiese und pickte in der Erde - nicht auf das Ei, das ließ sie unversehrt.

Ich ging auf die Wiese und hob das Ei hoch. Wie warm das war! Noch nie hatte ich ein solch frisch gelegtes Ei in der Hand :) Morgen gibt es das Ei zum Frühstück, zusammen mit einem zweiten, das wahrscheinlich auch diese Henne aufs Dach legte.

Noch ehe wir uns Kaffee und Eis genehmigten, bügelte ich.

Michi rief Alana an um ihr zu sagen, dass wir morgen leider nicht volunteeren können, weil Michi Zahnschmerzen hat. Sie wollte Michi einen Zahnarzt empfehlen, aber er sagte, wir kennen schon einen in Hilo, da war sie beruhigt.

Wie könnte es sein, planen wir für morgen nichts. Eindeutigen Vorrang hat Michis Zahn bzw. der Zahnarzt. Danach richtet sich alles weitere. Dumm nur, dass wir nur mehr 10 volle Tage auf Big Island haben. Ob das für die Zahnbehandlung reicht, der vermutlich eine Antibiotikabehandlung für 7 Tage zuvor geht? Wir werden es sehen.

Dienstag, 11. Juli 2017:

Gestern Nachmittag stachen mich zahlreiche Moskitos ins Bein. Mitten in der Nacht fingen die Stiche enorm zum Jucken an. Ich ging ins Wohnzimmer und holte die entsprechende Creme hervor. Bis ich mit dem Eincremen fertig war, das dauerte schon seine Weile. Wieder ins Bett zurück hoffte ich, schlafen zu können, doch nix da, trotz Creme juckten die Stiche weiter wie verrückt. Irgendwann muss ich doch eingeschlafen sein, denn ich wurde erst wieder durchs Läuten meines Phones munter.

Wettermäßig war es heute, wie schon erwartet, unter jeder Kritik. Egal, unsere gestrige Fahrt nach Kona fiel wegen mir ins Wasser, also wollten wir heute nach Kona.

Zuerst das Auto bei der Safeway vollgetankt, wo Michi mir noch vor Ort erzählte, dass er ziemliche Zahnschmerzen hat. Neeeeeiiiinnn!!! Nicht das auch noch! Beim Safeway holte er ein entzündungshemmendes Mundwasser, damit ging es dann nach Kona. Michi fuhr, ich hätte nur fahren können, wenn wir sehr viele Pause gemacht hätten.

Auf der Saddle Rd. fuhren wir durch Starkregen. Schade, dass ich nichts davon mit nach GC nehmen kann.

In Kona war es mit 30° C nicht außergewöhnlich heiß, aber es hatte eine drückende Schwüle, die uns das Atmen erschwerte.

Für mich war schön, dass es mir gut ging. Nicht mehr diese Kraftlosigkeit, die mir schon auf die Nerven gegangen ist. Wir gingen den Ali’i Drive auf und ab, guckten in alle möglichen Läden (manchmal nur deswegen, um uns durch die Aircondition abzukühlen).

Seit Jahren träume ich davon, Shrimps auf Hawai’i zu essen, in welcher Form auch immer. Aber immer, wirklich immer, hieß es auf meine Nachfrage, dass sie mit Soybeanoil frittiert werden und daher musste ich immer verzichten.

Als wir am späten Nachmittag beim Fishhopper vorbei gingen meinte Michi, sollen wir nicht doch fragen, ob sie irgendein Shrimpgericht anbieten, das nichts mit Soja zu tun hat? Ehrlich gesagt hatte ich keine Lust darauf, weil ich in den letzten Jahren bei derlei Nachfragen immer das als Antwort bekam, was ich nicht hätte hören wollen.

Aber gut, noch ein Versuch, was soll’s,

Und dann - oh Wunder! - es gab ein Shrimpgericht, das mit Soja absolut nichts zu tun hatte, auch die dazu gehörige Sauce nicht!

Michi und ich bestellten die Crispy Coconut Shrimp with Sweet Chili Sauce. Blitzschnell wurden unsere Gerichte serviert. Soll ich verraten, wie sie schmeckten? Mehr als hervorragend, auch die Sauce war unglaublich lecker, vom „sweet“ merkte ich so gut wie nichts.

Glücklich und zufrieden gingen wir zum Auto. Den ersten Teil der Strecke fuhr ich, dann fuhr Michi bis nach Hause.

Michis Zahnschmerzen hatten den ganzen Tag trotz mehrfacher Mundspülungen nicht nachgelassen und uns ist klar, Dr. Koizumi bekommt nach 3 Jahren wieder Besuch von uns. Etwas, das man im Urlaub wirklich nicht braucht.

Zu Hause guckte Gisella aus der Tür, wollte wissen, wie es mir geht. Michi bat sie, morgen Dr. Koizumi anzurufen, was sie tun wird. Michi hat dzt. nur einen Wunsch, nämlich den, dass der Zahn nicht gezogen werden muss, er ist nämlich ein sehr wichtiger Zahn für Michi.

In diesem Urlaub läuft leider einiges nicht so, wie man es sich wünscht. Trübsal blasen bringt aber nichts, denn dadurch wird alles auch nicht besser.

 

Montag, 10. Juli 2017:

Als ich in der Früh munter wurde, ging es mir ganz mies und mir war sehr übel. Ich dachte, ich habe sehr gut geschlafen, Michi hingegen berichete, das war nicht der Fall, ich schlief sehr unruhig und wälzte mich ständig hin und her.

Widerwillig und nur aus Vernunftsgründen aß ich etwas zum Frühstück, dann war es aus und vorbei mit mir. Die Müdigkeit nahm dermaßen überhand, dass ich ins Bett ging und so lange schilef, bis mich Michi zu Mittag weckte.

Überraschenderweise ging es mir dann besser, aber weiter bis zur Kea'au Transfer Station und dem Post Office in Kea'au kamen wir heute nicht. Wir blieben die ganze Zeit zu Hause.

Heute werde ich sehr früh uns Bett gehen, ich bin nämlich schon wieder hundemüde. Die Antibiotika scheinen eine richtige Atombombe zu sein, die mich fast umbringen, aber eben nur fast.

 

Sonntag, 9. Juli 2017:

Wettermäßig war es heute morgen bei uns sehr grau. Trotzdem machten wir uns auf den Weg in den Volcanoes NP, weiter als bis zum Steinschild mit der entsprechenden Aufschrift fuhren wir allerdings nicht, da es bereits nieselte.

Nach kurzem Beratschlagen drehten wir um und fuhren zur Urgent Care in Kea’au. Ich musste die schon bekannten Formulare ausfüllen und als ich sie retournierte, sah die Angestellte unsere Wohnadresse und sagte ganz erfreut „usted habla espanol“ :) (Sie sprechen spanisch!) Ab diesem Moment sprachen wir nur mehr spanisch. Ich machte zwar den Vorschlag, sie könne ruhig englisch weiter reden, aber sie erklärte mir, sie ist Festlandspanierin und sehr froh, endlich wieder ihre Muttersprache reden zu können.

Die Ärztin war aus Neuseeland, wirkte sehr kompetent und machte einen sehr freundlichen Eindruck. Die übliche Fragerei begann, dann Gewicht, Körpergröße, Sauerstoffsättigung, Körpertemperatur, Blutdruck und Puls messen. Anschließend hörte sie mich sehr gründlich ab und sagte, sie höre überhaupt nichts Verdächtiges. Von einer Lungenentzündung kann nicht die Rede sein.

Sie riet mir allerdings ab, anstrengende Wanderungen zu unternehmen (gut, das kann ich dzt. ohnehin nicht) und verschrieb mir ein Antibiotikum, Acitromycin 250 mg, 2x1 zu nehmen.

Beim Longs lösten wir das Rezept ein, auch Mucinex 1200 mg in meinen Besitz über, ebenfalls 2x1 zu nehmen.

Wieder zu Hause - es war bereits 3pm - machte Michi den Vorschlag, wir fahren zum KFC und kaufen uns dort das 3 piece meal crispy. Die Panier essen wir nie, sie dient nur als Warmhalteverpackung fürs Hähnchen.

Der Rest des Tages war ebenfalls so unspektakulär wie die Stunden zuvor.

Es hilft nichts, wenn man halb-krank ist, verläuft der Urlaub nun mal anders, als wäre man gesund. Die enorme Müdigkeit hielt den ganzen Tag an, ich hoffe, dass sich all das durch das Antibiotikum bessert, wie damals auf Kaua’i, wo es mir allerdings noch schlechter ging.

 

Samstag, 8. Juli 2017:

Die Sonne weckte uns, das Frühstück war wie immer lecker - kann ein Urlaubstag noch schöner beginnen?

Heute stand wieder einmal mehr der Volcanoes NP am Plan. Beim Kassenhäuschen zeigte ich wie immer meinen Tripark Pass sowie den Führerschein vor, das wird schon längst ignoriert, weil wir schon so bekannt sind, aber die Worte „today it’s free“ machten uns stutzig. Free? Warum. Kurz darauf wussten wir es, ein Schild verriet es uns: Cultural Festival. OMG, ich hatte das gedanklich in einer Woche am Plan (den ich, wie man merkt, nicht auswendig gelernt habe). Ok , wir disponierten natürlich um, denn das Cultural Festival wollten wir uns nicht entgehen lassen, auch wenn wir schon einige Male dabei waren.

Michi sah diesen Bus mit der verlockenden Aufschrift „Flyin’ Hawaiian Coffee“ und gönnte sich einen Mexican Mocha, der ihm hervorragend schmeckte.

Als nächstes schlenderten wir an jenen Zelten vorbei, die Essbares zum Verkauf anboten:

Dann kamen wir zum kulturellen Teil.

Hier wurde erklärt, wie man Poi stampft. Die junge Lady links stellte sich am geschicktetsten an.

Ein kleines Stück weiter wurde Federschmuck verarbeitet.

Ein paar Zelte weiter erklärte eine Hawaiianerin den Gebrauch von Früchten und Blättern, die auf Hawai’i wachsen und für Heilzwecke verwendet werden.

Dann kamen wir zum Zelt mit den (toten) Schmetterlingen und Insekten. Hier blieben wir längere Zeit, weil wir uns dafür sehr interessierten.
Und sie hatten jenes „Flugobjekt“, das gestern dort, wo wir das Auto abstellten, um zu den Ponohohoa Chasms zu laufen, um uns herum schwirrte. Es summte extrem laut, war das zigfache größer als eine Biene und bernsteinfarben. Das Tierchen ist links vorne zu sehen.

Wir erfuhren heute, dass es sich dabei um eine Carpenter Bee handelt, die auch stechen kann, aber die nicht angriffslustig ist.

Beim Weitergehen dachte ich wiederum an Yvonne, die ja heute auch hier sein wollte, aber ich kann sie einfach nicht entdecken.

Dann, auf einmal, steht sie vor uns, wie vom Himmel gefallen :) Das Wiedersehen war echt schön und wir hockten uns im Schatten einfach auf den Boden und redeten, was das Zeug hielt. U. a. zeigte sie uns ihre UW-Kamera, ein handliches Teil, das nicht viel wiegt und diese Kamera würde sie mir sogar leihen. Toll!
Auch erzählte sie, dass sie sich gestern ein Tripod für ihr Phone gekauft hat, hat nur rund 12 Dollar gekostet, es war vom Target, der gestern dann noch zwei weitere Stück besaß. Genau so etwas haben wir schon gesucht, waren aber diesbezüglich nie beim Target.

Zu unserem großen Bedauern mussten wir uns nach einiger Zeit verabschieden, denn heute um 16 Uhr sollten wir bei Gisella sein, wobei wir ihr in der Früh gleich sagten, es wird wohl 16:30 werden.

Am Weg zum Auto trafen wir Kupono , darauf hatten wir auch sehr gehofft. Wie könnte es anders sein, erkannte uns sofort wieder und wir redeten vom unliebsamen Email-Verkehr, den wir mit einer gewissen Lady vom Volcanoes NP führen mussten und die uns partout einreden wollte, wir bräuchten Visa. Kupono (und andere) waren im Email-Verteiler und Kupono erzählte heute, als geschrieben wurde, wir würden Visa benötigen, lachte er hellauf, weil er einen solchen Blödsinn noch nie gehört hatte. Als er aber dann unsere heftige Email an besagte Lady las, konnte er die Finger nicht mehr von der Tastatur lassen und mischte sich zum Glück ein. Nur dadurch war es möglich, dass wir dann endlich an das richtige Formular kamen. Zuvor hätten wir partout eines ausfüllen müssen, was ausnahmslos für US-Staatsbürger gilt.

Kupono erzählte, dass er mit dieser Lady auch seine lieben Probleme hat. Zum einen Teil kann er das gut übergehen, bis ihm wieder die Hutschnur platzt.

Bis jetzt kennen wir niemanden, der keine Probleme mit dieser Lady hat.

Wir fuhren zum Target und fanden die noch vorhandenen zwei Tripods auf Anhieb. Kurzerhand ging eines in unseren Besitz über. Dann noch tanken, einkaufen und ab nach Kea’au.

Dort pünktlich angekommen, sahen wir Gisella nicht, der Rasenmäher stand dort, wo er immer steht, sehr seltsam. Wir gingen zum Cottage und kaum hatten wir die Tür hinter uns geschlossen, hörten wir den Rasenmäher. Michi düste hinaus, konnte aber den Rasenmäher nicht orten. Das ging eine Zeit lang hin und her, bis wir das Handtuch warfen. Schade, wenn wir das gewusst hätten, wären wir beim Cultural Festival bis zum Schluss geblieben.

Es war 18 Uhr, als es an unserer Tür klopfte, Gisella stand davor, ob wir jetzt zu ihr hinüber kommen möchten. Ja, wollten wir, denn auf morgen verschieben wollten wir nicht, sonst sind wir noch einen Tag mehr eingeschränkt.

Mit Gisella sprachen wir u. a. über die Stiche, Bisse oder was immer das auch war, das wir in ihrem Basement bekommen haben. Oh ja, sagte sie, das ist von den Hühnern, das kennt sie zur Genüge. Sie sprach aber davon, dass es Hühnerläuse sind. Egal, was es war, neue Stiche oder Bisse von unsichtbaren Tieren haben wir seit unserem letzten Basement-Besuch nicht mehr bekommen, Moskitostiche hingegen schon, aber die sind ja harmlos.

Was morgen auf unserem Plan steht, wissen wir erst morgen. Als erstes fahren wir zum Walgreens, um ein schleimlösendes Mittel für mich zu bekommen.

 

Freitag, 7. Juli 2017:

Wie angenehm es ist, wenn es im Schlafzimmer nicht zu heiß ist, weiß man erst zu schätzen, wenn man wieder mal durchschläft. Herrlich!

Schon während des Frühstücks überlegten wir, welchen Trail wir uns heute vorknöpfen. Eigentlich sollte es der Naulu Trail werden, aber je weiter südlich wir die Chain of Craters Rd. fuhren, um so stärker wurde der Wind. Was heißt „stärker“? Es war ein richtiger Sturm. Nein, besten Dank, darauf haben wir keine Lust und wir drehten um.

Beim Ka’u Desert Trailhead am Hwy. 11 war es kaum besser und wir fuhren ein paar wenige Meilen bis zu „unserem“ Trailhead für die Ponohohoa Chasms weiter.

Zu unserer größten Verblüffung wurde exakt an dieser Stelle ein Mile Marker neu aufgestellt, es ist der MM 42,5.

Auf nachfolgendem Foto ist links unser Auto zu erkennen, wir parkten einfach auf der Lava, weil es gar keine andere Möglichkeit gibt.

Von hier zu den Ponohohoa Chasms gibt es keinen Trail, man läuft im wahrsten Sinne des Wortes querfeldein durch’s Ka’u Desert, bis man dort ist.

Die Guavas waren noch sehr klein und grasgrün:

Ist man richtig gegangen, sieht man diesen einzeln stehenden Ohia mitten am Weg, der keiner ist:

Weit und breit kennen wir dort keinen Ohia, der diesem in allen Belangen ähnlich sieht und auch genauso einzeln steht.

Hier bogen wir nach links ab.

Und dann immer weiter durch’s Ka’u Desert.

Schließlich war es soweit, wir erreichten die erste Chasms:

Chasm #2 war nicht weit von der ersten entfernt.

Und schließlich, ein kleines Stück weiter entfernt, Chasm #3, von uns vor einigen Jahren „Eulenhöhle“ getauft, weil jedes Mal, wo wir dort waren, eine Eule aus der Höhle flog. Den Namen der Höhle sollten wir wieder ändern, da wir die Eule schon ein paar Jahre nicht mehr sahen.

Es ist durchaus möglich, dass es noch mehr Chasms in dieser Gegend gibt, aber so weit haben wir das Ka’u Desert noch nicht erforscht.

Manch einer oder viele werden sagen, was für eine öde Landschaft. Für uns ist die Landschaft nicht öde, wir finden sie faszinierend, weil dort (fast) nur endemische Pflanzen wachsen. Die zahlreichen Silk Oaks, die wir beim letzten Mal noch sahen, sind „tot“. Möglich, dass ihnen der VOG nicht gut tut, denn dass sie gespritzt wurden, halten wir für mehr als unwahrscheinlich.

Mit nur einer kleinen Pause im Volcano Store in Volcano, wo wir uns zwei Kaffee holten, fuhren wir nach Hause.

 

Donnerstag, 6. Juli 2017:

Wir schliefen herrlich, in dieser Nacht gab es nicht die quälende Hitze im Schlafzimmer wie zuvor und mich juckten auch die diversen Stiche nicht so, dass ich wach wurde.

Während Michi ins Bad verschwand, ging ich in die Küche, um unser Frühstück zuzubereiten. Keine Katzenverpflichtungen vor dem Frühstück, ach wie herrlich! :) Wir frühstückten in aller Gemütlichkeit und überlegten dann, welchen Trail wir laufen könnten. Für ein paar waren wir zu spät dran, aber von den anderen gab es noch jede Menge.

Auf einmal durchzuckte es mich!! Ich stellte Michi die Frage „welchen Wochentag haben wir heute?“ (und dachte mir nichts Spezielles bei dieser Frage).
Michi: Donnerstag, warum fragst du?
Ich (vor Schreck fast erstarrt): Und was machen wir immer donnerstags auf Big Island?
Michi: Oh nein, das darf doch nicht wahr sein!!!

So rasch wie dann waren wir noch nie bei der Tür hinaus, es war schon 9:30, normalerweise sind wir donnerstags gegen 8 Uhr bei Ainahou, viel früher als die anderen Volunteers. Na, diese werden sich heute wundern, wo wir geblieben sind.

Doch ein Unglück kommt selten allein.

Kea’au hatten wir seit ein paar Meilen hinter uns gelassen, grummelte es in mir. Nein, nicht das auch noch! Es half nichts, ich musste auf die Schnelle wenden und wir fuhren nach Kea’au zurück. Wie weit das Cottage auf einmal vom Parkplatz entfernt schien!

Beim zweiten Anlauf konnten wir dann direkt bis zu ’Ainahou fahren, wo die paar wenigen Volunteers, die heute hier waren, nicht schlecht staunten, sie hatten uns schon vermisst. Alana machte sich Sorgen, dass etwas passiert ist. Michi rief sie zwar zuvor an und sprach auf ihre Mailbox, aber sie hat die Mailbox nicht mehr abgehört.

Unverzüglich schnappten wir unser Werkzeug und gingen wieder zur Waterline. Sie wurde vor wenigen Jahren neu gelegt, einfach irgendwohin und sie ist nun schon in weiten Teilen total überwuchert, sodass man sie gar nicht mehr sieht. Ich weiß schon, warum sich die anderen Volunteers nicht zur Waterline begeben, das Entfernen von darüber hängenden Ästen etc. ist sehr kraftaufwendig und das bei den sehr hohen Temperaturen, die es fast immer bei ’Ainahou hat.

Leider blieb bis zum Lunch nicht viel Zeit zum Arbeiten übrig und wir erfuhren dann, dass das Lunch überhaupt ausfällt, weil eine Volunteerin, die mit Alana gekommen war, jemandem vom Airport abholen musste.

Am Overflow Parking ließ Alana die Volunteers aussteigen, wir stiegen in Alanas Auto und sie zeigte uns, wo wir nächste Woche das Funkgerät abholen können. Das hat sich nämlich schon wieder geändert, warum auch immer. Wir landeten in einem für uns völlig neuen Teil des Volcanoes NPs, zu dem ein normaler Tourist keinen Zugang hat. Auf der Fahrt dorthin sagte Alana, wenn wir uns „dort“ in die Büsche schlagen, sehen wir ein Fundament. Auf diesem stand früher ihr Elternhaus und Alana wurde in diesem Haus geboren. Ihr Geburtsort ist also im Volcanoes NP!! Das kann nicht so schnell jemand sagen, wenn überhaupt noch jemand.

Wir verabschiedeten uns von Alana und überlegten, ob wir noch einen kleinen Trail laufen sollten oder nach Hause fahren und am Pool relaxen. Die Entscheidung fiel sehr rasch. Gestern war ich zum ersten Mal in diesem Jahr im Pool, aber nur kurz. Kaum war ich heraußen, kam Kerry und ich entschwand. Demnach wollten wir heute einen gemütlichen Pool-Nachmittag einlegen.

Längenweise bin ich den Pool abgeschwommen, es war so herrlich! Auch Michi konnte ich überreden, nicht immer nur den „toten Mann“ im Pool zu spielen, sondern sich auch mal ein wenig bewegen und das tat ihm sehr gut, wie er mir später verriet. Auf den Liegen neben dem Pool lasen wir, zwischendurch hüpften wir ins Wasser, DAS ist Urlaub! :) :) :)

Kaffee und Eis gab es auch, ich bereitete uns einen köstlich schmeckenden Smoothie zu, von dem ich mir heute nur ein ganz klein wenig genehmigte, um ein solches Ansteigen meiner Zuckerspiegels wie unlängst zu vemeiden.

Den Abend verbrachten wir gemütlich mit Lesen und auch Plaudern und nun lassen wir uns überraschen, was der morgige Tag bringen wird.

 

Mittwoch, 5. Juli 2017:

In der vergangenen Nacht schlief ich extrem schlecht, es war soooo heiß! Zudem juckten mich die gefühlt 1000 Bisse (oder Stiche), es war zum aus der Haut fahren! Mehrmals stand ich in der Morgendämmerung auf und guckte nach draußen, ob ich Wildschweine sehen würde, aber ich sah kein einziges.

Heute war ein Haushaltstag angesagt. Da ich davon ausgegangen bin, dass Gisella morgen eventuell den ganzen Tag die Laundry belegen wird, ich aber einiges zum Waschen hatte, machte ich das heute.

Doch wie immer in der Früh gingen wir zuerst zu den Katzen. Hopy zeigte sich zwar, entschwand dann aber wieder. Keine Chance, ihm Futter zu geben. Peanut hingegen lief mir ständig nach, sodass ich ihr die Pastete auf den Teller gab. Die Kleine fraß unheimlich viel, ich weiß nicht, wo das in ihrem Bauch Platz hat.

Anschließend bereiteten wir unser Frühstück zu, das wir uns schmecken ließen.

Bettwäsche abziehen, ab in die Waschmaschine, dann in den Trockner, Hand- und Badetücher hinterher und dann noch unsere Wäsche. Zwischendurch fuhren wir einkaufen, es ging uns einiges aus und wir hatten einen Gutschein mit 5 % off beim Foodland. So etwas ist nicht zu verachten. Just ab dem heutigen Tag hatte der Foodland viele Supersonderangebote von jenen Dingen, die wir kaufen wollten. Am Rückweg nach Hause holten wir uns zwei doppelte Espresso beim Coffee Bean, mir fielen die Augen zu und Michi machte mit :)

Dann ein Mini-Lunch, bügeln und für mich das erste Mal in den Pool! Ach, war das herrlich! :)

Herrlich war es aber nicht lange, denn Kerry kam, um den Pool zu saugen. Na endlich! Das hätte er schon längst tun sollen, aber klar, jetzt, wo Gisella bald kommt, macht er auf eifrig, um Ärger zu vermeiden.

Ich ging ins Haus, in Kerry’s Anwesenheit wollte ich weder im Pool sein noch auf der Liege liegen. Michi kam bald darauf und wir ließen uns Kaffee und Eis schmecken.

Und schon war es Zeit, zu den Hühnern zu gehen, die uns fast schon vom Cottage abholten :)

Ich kümmerte mich inzwischen um die frisch gelegten Eier. OMG, was war denn das? Die eine Schachtel, in der eine Henne schon seit Tagen brütete, war leer, die Eier lagen allesamt am Boden! Zwei Eier waren unversehrt, aber da alle bebrütet waren, spendete ich sie dem Urwald, die Wildschweine kümmern sich schon darum.
Die frisch gelegten Eier legte ich Gisella in die Küche.

Nun kamen die Katzen dran. Hopy trieb dasselbe Spielchen: Er zeigte sich, aber so bald andere Katzen bei mir waren, kam er nicht näher. Gut, dass sich F. untertags um Hopy’s Wohlbefinden kümmert, andernfalls müsste ich mir Sorgen machen.

Peanut, meine neue Katzenfreundin, kam wieder gleich angelaufen und fraß, was das Zeug hielt. Mir tut es wirklich leid, dass ich ab morgen nichts mehr für sie tun kann, denn aus ihrer Fressgier ziehe ich den Schluss, dass sie ein enormes Aufholbedürfnis hat.

Nun wurde uns die Zeit schon knapp, raus aus unseren Basement-Klamotten, rein in andere Klamotten und wir fuhren zum Airport. Der Flieger von LAX, mit dem Gisella und ihre Enkeltochter ankommen, soll 3 Min. früher landen - und das tat er auch.

Gisella war heilfroh, endlich wieder zu Hause zu sein und ihre Enkelin, die eine Hawaiian ist (sie wurde in Hilo geboren und wuchs die ersten 4 Jahre in Gisellas Haus auf), war ebenfalls froh, wieder in ihrer wirklichen Heimat zu sein. Ich merkte ihr an, hier fühlt sie sich zu Hause.

Während der Fahrt nach Hause fragte ich Gisella, ob wir einen Stopp beim KTA oder Foodland einlegen sollen, sie wird wahrscheinlich etwas fürs morgige Frühstück brauchen. Oh ja, sagte sie, daran habe sie gar nicht gedacht und wir legten beim Foodland in Kea’au den nötigen Stopp ein.

Beim Haus angekommen halfen wir den beiden, diverse Dinge hochzutragen, dann verabschiedeten wir uns - und atmeten tieeeeeef auf!

Jene von euch, die bisher mitgelesen haben, werden verstehen können, dass wir erleichtert sind, diverse Pflichten los zu sein.

 

Dienstag, 4. Juli 2017 - Independenceday:

Anlässlich des heutigen Independencedays hätten wir uns die Parade in Volcano ansehen können oder auch nach Waimea oder sonstwo auf der Insel fahren können, um dem Rodeo zuzusehen.

Da wir die Parade in Volcano schon kennen und das Rodeo in Waimea ebenfalls, verzichteten wir darauf.

In der Früh waren wir ohnehin mit den Katzen beschäftigt, das dauert immer eine Weile.

Anschließend genehmigten wir uns ein köstliches Frühstück, ich warf die Satellitenkarte an, die mir weis machen wollte, dass heute von Osten eine riesengroße Wolkenwand auf Big Island zukommt und die Insel fast schon erreicht hat. Gut, liebe Wolke, mache was du willst, wir kümmern uns nicht darum ;)

Die kürzeren Trails im Volcanoes NP hatten wir schon durch, also sollte es eine andere Richtung sein und mir fiel der Powerline Trail an, der an der Saddle Rd. beginnt. 2,5 Meilen bis zur Emesine Cave, allerdings auf sehr anspruchsvollem Untergrund. Gut für die Kondition, deswegen habe ich diesen Trail ausgesucht :)

Während es in Hilo und Kea’au sehr stark bewölkt war, schien weiter drinnen auf der Saddle Rd. bereits die Sonne. Herrlich!!

Wir stellten das Auto am Trailhead ab und zogen los. Hinter uns war der Mauna Kea fast ohne Wolken, so traumhaft schön!

Der Trail verläuft auf einer alten Fahrpiste, die - vor allen Dingen in der ersten Zeit - teilweise schwierig zu gehen ist. Umknicken sollte man nicht.

Zu unserer großen Freude waren zahlreiche Ohelo Berries reif.

Teilweise kamen die höheren Bäume näher an die Piste heran, aber das wechselte sehr stark.

Eine meiner *hüstel* Lieblingsstellen zum Drübergehen:

Bis zur Emesine Cave kamen wir nicht, die Zeit reichte nicht. Macht nichts, wir kennen sie ohnehin schon.

Wir picknickten mitten auf der Piste auf einem Grasstreifen und traten dann den Rückweg an.

Am Abend war wieder das große Hühner- und Katzenfüttern an der Reihe. Hopy sah ich mehrmals kurz, ich stellte ihm auch den Teller mit der Pastete hin, aber andere Katzen näherten sich. Diese konnte ich zwar mit meinen erhobenen Zeigefingern zurück halten, aber Hopy hatte zu viel Angst und kam nicht hervor. Peanut sahen wir am Abend überhaupt nicht.

Jene Henne, der wir gestern das piepsende Ei unterjubelt haben, hatte es von sich weggeschoben, die Schale war ein wenig defekt. Morgen früh werde ich dieses Ei entfernen.

Was im Zusammenhang mit den Tieren mehr als seltsam ist: Seitdem wir diesen „Job“ haben, mehren sich an unseren Körpern Biss- oder Stichwunden. Zuerst dachten wir, das seien Moskitos, aber wir haben diese extrem juckenden Wunden an Stellen, zu denen kein Moskito kommt.

Wir sind uns mittlerweile sicher, dass es Hühnerflöhe sind!!! Die Bisse hinterlassen richtige Krater auf unserer Haut, wir sehen teilweise aus, als hätten wir irgendeine Krankheit. Und das juckt unendlich! Nur mit größter Disziplin können wir das Kratzen dezimieren, leicht fällt es uns aber nicht. Wir haben uns schon eine entsprechende Creme gekauft, die den Juckreiz mindern soll, nur weiß die Creme nichts davon.

Und noch etwas: In diesem Sommer ist es früher heiß als in den Sommern davor. Das hat zur Folge, dass es im Cottage unglaublich heiß ist. Letzte Nacht hatten wir gut 29° im Schlafzimmer, das zur Folge hatte, dass wir schlecht bis gar nicht schliefen. Und wir haben noch knapp 3 Wochen hier!

Michi sagte bereits mehrfach: Nie wieder eine Unterkunft in dieser Gegend ohne Aircondition.

Sämtliche Ventiloren, die dieses Condo hat, bringen überhaupt nichts. Alle Fenster sind geöffnet, aber das hilft auch nichts, denn es geht überhaupt kein Wind.

 

Montag, 3. Juli 2017:

Noch vor unserem Frühstück gingen wir zu den Katzen. Ich bemühte mich um Hopy und Peanut. Hopy wollte gerade zum Fressen anfangen, als zwei anderen Katzen heran gedüst kamen. Klar, Hopy bekam Angst und hoppelte davon, so schnell er konnte. Au weia, so wird das nichts! Doch Peanut näherte sich und nicht nur das, diese wirklich sehr kleine Katze fraß fast den gesamten Inhalt einer Katzendose! Das freute mich natürlich, weil sie ohnehin so dürr ist, trotzdem wäre es mir lieber gewesen, Hopy hätte auch gefressen. Um die anderen Katzen kümmerte sich Michi, die zwei, die Hopy zuvor störten, waren wieder zu Michi zurück gekehrt.

Anschließend hatten wir einiges zum Gießen, da viele Pflanzen unter Dach stehen und selbst bei den schwersten Regenfällen nichts abbekommen. Der Krötenteich wollte auch wieder Wasser haben und so verflog die Zeit.

Zeit, dass wir endlich zum Frühstück kamen! Im Haus war es schon dermaßen heiß, dass uns ganz anders wurde.

Als ich mit dem Frühstück fertig war, ging ich auf die Terrasse - mir stockte der Atem! Hopy saß nur wenige Meter von unserem Cottage entfernt!! Ich dachte wirklich, ich sehe nicht richtig. Ich rief Michi, er wunderte sich auch, dass sich Hopy so weit weg vom Basement traut. Ich holte etwas Schinken und ging damit nach draußen, läuft Hopy Richtung Basement, drehte sich aber immer wiederum, so nach dem Motto „kommst du ohnehin mit mir?“ Doch dann entschwand er, ich fand ihn einfach nicht mehr.

F. gaben wir Bescheid, dass Hopy heute wieder nichts gefrühstückt hat

Tja, was nun? Das Wetter war nicht sehr einladend und die Satellitenkarte war für den Volcanoes NP auch nicht berauschend. Zudem konnten wir dort aus Zeitgründen ohnehin keinen langen Trail laufen. Also beschlossen wir, zuerst zum Coffee Bean zu fahren. Dort war wenigstens eine Aircondition, mit derer Hilfe wir uns abkühlten. Dann ging es zum Prince Kuhio Plaza, wo wir durch Macy’s und den Sears gingen, wir haben auch ein ganz klein wenig gekauft, mit 30 % off :)

Auf zum Cost u Less, den Tipp bekamen wir von Yvonne (sie wiederum bekam ihn von John).

Ein Laden, der auf zig Regalen Waren in Großpackungen zum Kauf anbietet, in allen Belangen deutlich günstiger als alle anderen, für die man auch keine Kundenkarte benötigt.

Für Touris, die nur wenige Tage auf der Insel habe, ist Cost for Less nicht geeignet, aber für Langzeiturlauber (wie wir) schon, da man wirklich einiges an Geld sparen kann.

Ein Mann chauffierte seine vermutliche Frau im Einkaufswagen! Ich konnte nur von hinten fotografieren:

Dann noch zum Safeway, dort war heute (und morgen) eine bestimmte Eissorte im Sonderangebot, auch das zuckerfreie Eis. 2x1.500 ml kaufen, aber nur 1x1.500 ml zahlen, ja das gefällt, das machte nämlich $ 6,99 Ersparnis :) Kleinvieh macht auch Mist.

In Hilo war es brütend heiß, meine Wetteruhr zeigte 34,3° C an, aber dazu die hohe Luftfeuchtigkeit. Ich bekam kaum Luft.

Trotzdem fuhren wir zum Cottage zurück, genehmigten uns Kaffee und Eis und anschließend einen Smoothie. Obwohl ich vom Smoothie nur wenig getrunken hatte, stieg mein Zuckerspiegel fast in den Himmel! Tja, dann muss ich auf das halt auch verzichten, die Liste wird immer länger.

Zeitgerecht gingen wir zu den Hühnern, die schon auf mich warteten. Während sie fraßen, suchte ich frisch gelegte Eier und fand auch drei. Doch halt! Was hörte ich denn da auf einmal! In einem Ei piepste es! Ich ging mit dem Ei nach draußen, um es Michi hören zu lassen, auch für ihn war es das erst Mal, dass ein augenscheinlich frisches Ei piepste :)

So, wo aber war die Mama dazu? Fraß sie draußen? Gut möglich, aber auch als es finster wurde, setzte sich keine Henne auf die Eier. Hmmm, so können wir das nicht lassen. Michi nahm das piepsende Ei im wahrsten Sinne des Wortes auf eine kleine Schaufel und ich jubelte es einer brütenden Henne unter, die sich das nach kurzem Widerstand gefallen ließ. Was aber mit den anderen beiden Eiern? Beide waren schon bebrütet. Gisella sagte immer, bebrütete Eier - weg damit, so viele Küken will sie nicht haben, also machten wir es ihr nach.

Dann die Katzenfütterung. Hopy sah ich kurz, aber das war es auch schon. Peanut sah ich überhaupt nicht, ich glaube, sie war so vollgefressen, dass sie keinen Appetit aufs Abendessen hatte :)

Ein ziemlich ereignisloser Tag neigt sich seinem Ende zu, nur noch 2 volle Tage, dann ist Gisella wieder hier.

 

Sonntag, 2. Juli 2017:

Noch vor dem Läuten des iPhones wurden wir munter. Trotz der neuen dunklen Vorhänge war das Licht im Schlafzimmer sehr grell.

Ohne selbst zu frühstücken gingen wir zu den Katzen. Vorerst verhielten sie sich ganz normal, Michi gab fast alles Brekkies und Hopy hatte mich schon entdeckt und kam auf mich zugelaufen. Ich ging zum Kühlschrank, um die Katzenpastete zu holen, tauchten auf einem 5 weitere Katzen auf! Oh nein!!! Mir war klar, jetzt hatte ich verloren. Meine zahllosen Versuche, Hopy in die Laundry zu locken, wo er ungestört fressen könnten, waren umsonst. Warum? Weil er die Laundry nicht kennt, würde ich vermuten. Nach fast 45 Min. gab ich auf, je mehr Katzen zu mir kamen, umso mehr flüchtete Hopy.

Wir gingen zum Cottage hinüber und ich begann, das Frühstück herzurichten. Auf einmal krähte ein Hahn auf unserem Dach ganz seltsam, anders als sonst. Ich sage zu Michi „ich glaube, die Henne hat ein Ei auf das Dach gelegt und das wird jetzt auf die Wiese gefallen sein“. Von Gisella wussten wir, dass das ab und zu geschieht.

Ich ging ins Schlafzimmer hinüber, guckte aus dem Fenster - lag dort tatsächlich ein Ei auf der Wiese! Es schien unversehrt zu sein.

Michi ging hinaus und schoss ein Foto vom Ei, das im Gras lag:

Nach dem Frühstück kontrollierte ich die Chlortabletten im Pool, ok, bis heute Abend reichen sie noch, dann muss ich neue hinein geben. Der Wasserstand passte exakt, also alles in bester Ordnung.

Ehe wir wegfuhren gingen wir zu F. ins Basement, um ihm zu sagen, dass Hopy heute nichts gefressen hat, weil er vor den anderen Katzen zu viel Angst hat. Ja, sagte F., das kennt er zur Genüge, es ist oftmals schwierig, Hopy etwas zum Fressen zu geben.

Und weg waren wir, immerhin war es schon 10:30.

Bei diesem tollen Wetter lag nichts näher, als in den Volcanoes NP zu fahren. Der Kilauea Iki Trail stand am Programm, den laufen wir sehr gerne. Aber der Kilauea Iki Parking war voll und der Thurston Lava Tube Parking ebenfalls. Nein, danke, mit solchen Menschenmassen wollten wir nicht unterwegs sein und fuhren bis zur Mauna Ulu Parking Area weiter. Der Pu’u Huluhulu war unser nächstes Ziel.

Am Hinweg waren wir fast alleine, was wir sehr genossen haben.

Bis hierher hatten wir schon ganz schön viele Ohelo Berries verspeist :)

An dieser Kreuzung zweigten wir zum Pu’u Huluhulu ab:

Nun ging es ein wenig aufwärts, von oben hatten wir eine fantastische Sicht auf den Pu’u O’o, das Foto ist extrem stark gezoomt, daher die schlechte Bildqualität.

Er rauchte ganz nett :)

Nach einiger Zeit traten wir den Rückweg an und machten an einer perfekten Stelle Picknick. Von hier hatten wir eine tolle Sicht auf den Mauna Ulu:

Am weiteren Rückweg sahen wir dann den Lava-Hund :)

Im Volcano Store holten wir uns zwei Kaffee und in Hilo kauften wir beim Sack’n Save ein paar Kleinigkeiten. Interessant ist, dass die Preise zwischen dem Foodland in Kea’au und dem Sack’N Save in Hilo in ein paar wenigen Dingen unterschiedlich sind, denn Sack’n Save ist auch Foodland und hat auch die Maika’i-Preise. Der Foodland in Kea’au ist in manchen Dingen teurer.

Dann ging’s nach Hause zu Kaffee und Eis. Anschließend bereitete ich unser warmes Abendessen zu und dann ging es umgehend zu den Tieren. Die Hühner waren problemlos wie immer und die Katzen - eigentlich - auch, wenn sie nicht längst mitbekommen hätten, dass Hopy an einer ganz anderen Stelle im Basement ein bessers Futter bekommt. Ich sag’s gleich: Ich war der Verlierer des Abends, aber nur zum Teil, denn Peanut, die super dünne Katze, die die normalen Brekkies nicht beißen kann, fraß statt Hopy seine ganze Abendmahlzeit und noch mehr! Die Kleine fraß, dass es eine Freude war und Michi und mir gelang es, die anderen Katzen fernzuhalten. Würde Peanut auch von Gisella Katzenpastete bekommen, hätte die Kleine viel mehr davon und würde innerhalb kürzester Zeit zunehmen. Da es diese Pastete auch in „organic“ gibt, können wir Gisella wahrscheinlich dazu überreden, Peanut diese Pastete zu kaufen und zu geben.

Morgen Vormittag haben wir etwas mehr zu tun als sonst, denn alle Topfpflanzen müssen gegossen werden und das sind nicht gerade wenig. Mal sehen, wofür dann noch Zeit übrig bleibt.

 

Samstag, 1. Juli 2017:

Nach dem Aufstehen ging es ohne Frühstück für uns zu den Katzen. Während Michi fast alle Katzen fütterte, war ich mit Hopy beschäftigt. Was heißt beschäftigt? Er kam mir schon entgegen gehoppelt (mit 3 Beinen kann er nicht normal gehen) und ging dann zu seinem Lieblingsplatz, wo ich ihm sein Futter auf einen Teller ausgab. Dabei streichelte ich Hopy lange, sehr lange sogar, er schien es zu genießen.

Anschließend wollte ich die 8 frisch gelegten Eier von gestern mitnehmen - Michi hatte sie auf einen Teller gelegt, F. soll sich welche nehmen, wenn er will. Doch nix da! Es waren nur noch 3 Eier, 5 Eier hatten die Katzen hinunter geschmissen und logischerweise waren sie zerbrochen, was den Katzen sehr genehm war - eine kleine Abwechslung im Speiseplan :)

Danach folgte alles andere, was wir als Vertretung für Gisella zu tun haben, auch sammelte ich 6 vom Baum gefallene Avocados ein und dann gab es endlich für uns das schon sehnlichst erwartete Frühstück.

Yvonne rief an und wir vereinbarten für den Nachmittag einen Treffpunkt.

Zu Mittag aßen wir nur eine Kleinigkeit, wegen der drückenden Schwüle hatten wir kaum Hunger, sondern Durst, Durst, Durst.

Michi ging ins andere Badezimmer und holte mich kurz darauf, ich solle mir das ansehen. Oh my god! Einige hundert geschlüpfte Termites saßen an einer Oberkante, zu der wir nicht konnten. Etliche davon fielen ins Waschbecken und auf den Boden, ich war nur am Mördern!

Michi sah unter der Küchenabwasch nach, ob dort ein brauchbarer Spray steht. Ob oder ob nicht, das musste er zunächst verschieben, da er sah, dass das Abflussrohr tropfte. Auch das noch! Wir wollten doch pünktlich am Treffpunkt erscheinen, aber daraus wurde vorerst nichts. Michi rief Kerry an, dieser plauderte, er komme in 20-30 Min. Ja-ja, wer’s glaubt wird selig, wer’s nicht glaubt, kommt auch in den Himmel... Ich rief Yvonne an, um ihr von den beiden Zwischenfällen zu erzählen und wir vereinbarten, dass ich sie anrufe, wenn Kerry wieder weg ist.

Kerry kam nach mehr als 45 Min., sagte, es sind keine Termites, es sind Ameisen und die Diskussion begann. Kerry kennt nämlich nicht den Unterschied zwischen Ameisen und Termites, dabei sind diese ganz gut auseinander zu halten, wenn man auf die beiden vorderen Antennen achtet. Termites haben gerade weggehende Antennen, Ameisen die sogenannten „Ellbogenantennen“, d. h., die Antennen sind etwa auf der Hälfte geknickt und keinesfalls gerade. Er ging zu Gisellas Haus und kam mit einem Spray zurück: Nachteil: Die Düse war verstopft.
Zum tropfenden Wasserhahn meinte Kerry, kein Problem, einfach etwas unterstellen. Sind wir auf Gran Canaria oder in Hawai’i? Ok, beides sind Inseln und daher unterm Strich sehr ähnlich bzw. teilweise gleich.

Kerry ging und ich rief Yvonne an und bald darauf trafen wir uns in der Nähe des Foodland in Kea’au. Ich übergab Yvonne die versprochenen Eier, dazu 5 Avocados (eine von der Früh behielten wir) und noch eine Ananas.

Ich bewunderte Yvonnes neuen Flitzer, er sieht wirklich sehr sportlich aus und gefällt mir sehr gut - zumindest als Übergangsauto ;)

In der Nähe ist ein kleines Thai Restaurant, das Yvonne schon kennt und für sehr gut befunden hat. Zu dumm, dass wir mittags etwas gegessen hatten, denn nun hatten wir überhaupt keinen Hunger. Yvonne bestellte sich etwas Leckeres zum Essen (die Arme hatte heute wegen der stundenlangen Lavatour kaum etwas zu essen) und wir erzählten gegenseitig viel. Sehr interessant waren natürlich Yvonnes Erzählungen vom Lavafluss oben an der Pali und auch von ihren weiteren Plänen bezüglich des Aufbaues ihrer zwei Businesses.

Gerade rechtzeitig guckte Michi auf die Uhr, für uns war es höchste Eisenbahn, denn die Tiere warten demnächst auf uns. Also verabschiedeten wir uns von Yvonne, wir werden uns auf jeden Fall demnächst wieder treffen.

Zu Hause die übliche Tierreihenfolge - Hühner, dann Katzen. Zuerst kam Hopy auf mich zugehoppelt, um dann zu seinem Lieblingsfressplatz zu hoppeln. Aber oh Schreck! Ein Teil der anderen Katzen haben mitbekommen, was sich viele Meter von ihnen entfernt tut und kamen zu Hopy und mir. Ich versuchte, die anderen Katzen zu verscheuchen, aber Hopy hatte solch eine Angst vor den anderen Katzen, dass er sich verzog. Bis Hopy dann endlich fressen konnte, verging geraume Zeit. Während des Fressens ließ er sich wieder lange von mir streicheln, er ist soooo süß!

Es wäre schön, wenn wir morgen wieder eine kleine Wanderung unternehmen könnten.

 

Freitag, 30. Juni 2017:

Der heutige Tag ist schnell erzählt. Urlaubsmäßig haben wir gar nichts unternommen, wir hatten nicht die Zeit dazu.

Ich weiß nicht, wann die anderen Katzen mitbekommen, dass ich Hopy in der Zeit, in der sie Brekkies fressen, am anderen Ende vom Basement (das ist riesengroß!) die Katzenpastete gebe. Hopy und ich sind mittlerweile dicke Freunde, er läuft mit mir mit, wenn ich die Dose mit der Katzenpastete in der Hand habe und ich kann dann direkt vor seinem Näschen die Pastete auf den Teller geben. Noch vor kurzem war das völlig undenkbar. Wir freuen uns aber sehr, dass es so gut funktioniert.

Nach dem Frühstück fuhren wir zum ACE, wir brauchten neue Katzenpastetendosen und außerdem Chlortabletten. Die noch vorhandenen reichen nicht mal mehr für morgen früh.

Zurück ging ich in Gisellas Küche hinauf, in der der Mann gerade lauthals schimpfte, weil die Kalifornier, die heute abgereist sind, solch einen S..stall hinterlassen haben. Das Stück Fleisch, das seit 4 Tagen in der Pfanne lag, war immer noch drinnen und zwei weitere Töpfe hatten ebenfalls Speisenreste, die 4 Tage alt waren.

Wir gingen dann nochmal zum Cottage zurück, um unser Eingekauftes abzustellen und gingen wieder in Gisellas Küche, wo ich den Kühlschrank inspizierte. Dachte ich es mir doch! Das Hackfleisch, das am 22. Juni (!!) abgelaufen war, befand sich immer noch drinnen. Eine große Salatschüssel mit vielem an Resten ebenfalls, Styroporverpackungen, in dem alte Speisen von irgendwann waren und noch vieles mehr. Achja, eine Jenaer Schüssel, ebenfalls mit Speisenresten fand ich auch noch. Kerry kam und sah mich beim Kühlschrank Ausräumen, was er für sehr gut befand. Ich wusch und trocknete dann die ausgeleerten Gefäße, nun sah alles wieder ordentlich aus.

Zum Lunch (es war aber schon spät) wollten wir zu Jackey Rey’s fahren. Ich sah mir zuvor die Website und die Lunchkarte an. Das einzige, was für mich geeignet erschien, war eine Clam Chowder. Hier erhob sich allerdings die Frage, ist sie tatsächlich selbst - und ohne Soja - gemacht oder auch das Trockenfutter mit „we just add water“.

Wir hatten nicht Lust auf eine weitere Verzögerung und fuhren zum KFC. Dort ist nicht mal das Gravy auf den mashed potatoes mit Soja, also perfekt für mich. Dumm nur, dass ich nur etwa die Hälfte von den mashed potatoes essen durfte, aber immerhin etwas.

Wieder zu Hause beförderte ich die Wäsche in die Maschine und in den Trockner, wir genehmigten uns einen Kaffee und schon war es Zeit, zu den Hühnern zu gehen.

Anschließend - wie immer - die Katzenfütterung. Michi versammelte alle Katzen - bis auf Hopy - um sich und gab ihnen Brekkies. Ich suchte Hopy, fand ihn auch sehr bald, er kam auf mich zugelaufen (!) und ging wieder zu seinem neuen Lieblingsessplatz. Vor seiner Nase konnte ich die Katzendose öffnen und er fraß richtig viel davon. Dumm nur, dass inzwischen 5 anderen Katzen angereist waren und Hopy’s Futter wollten, doch das ließ ich nicht zu. Hopy hat überhaupt keine Angst mehr, wenn ich andere Katzen vertreibe, ich glaube er merkt, dass ich es mache, damit er seine Ruhe hat.

An Katzen gibt es übrigens einen Neuzugang: Eine kleine, völlig abgemagerte Katze, die aber nur angedeutet scheu ist. Ihr Hunger war so riesengroß, dass sie nicht zum Fressen aufhören wollte. Wir hatten Angst, dass sie sich irgendwo erbricht, aber selbst wenn, wir können es nicht ändern.

Heute fand ich 8 frisch gelegte Eier! Wir haben mittlerweile solch einen Eierüberschuss, dass wir bald nicht mehr wissen, wohin damit. Die Kalifornier aßen die Eier von Gisellas Hühnern nicht, weil sie nicht „geprüft“ worden sind und kauften sich statt dessen Eier. Der andere Mann, zu dem Hopy Vertrauen hat, kann Eier nicht mehr sehen. Sieht ganz danach aus, als ob unser morgiges Frühstück ein wenig Eier-lastig werden würde :)

Am Rückweg zum Cottage zählten wir 10 (!) Kröten, keine davon doppelt gezählt. Von Tag zu Tag zählen wir immer mehr Kröten, wir hoffen, dass wir jetzt endlich die Höchstzahl gezählt haben.

Unser Abendessen war ein köstlicher Avocadosalat, da wir laufend sehr große Avocados von Gisellas Baum haben. Wir müssen jedoch schnell mit dem Einsammeln sein, später kommen die Wildschweine, da haben wir das Nachsehen.

Morgen Vormittag müssen wir solange warten, bis der Mann namens F. kommt. Wir haben heute jede Tür, die ins Haus führt, versperrt und er hat keinen Schlüssel, muss und darf aber hinein. Was wir danach machen, wissen wir selbst nicht, es hängt davon ab, wie spät es dann ist.

Es tut mir wirklich leid, dass ich derzeitig keinen aufregenden Reiseberichttag liefern kann und ich hoffe sehr, dass sich das ab dem 6. Juli schlagartig ändern wird.

 

Donnerstag, 29. Juni 2017:

Da heute Volunteering am Plan stand, genehmigten wir uns das Frühstück, ehe wir zu den Tieren hinüber gingen. Ich kann nur sagen: Im Osten nichts Neues, im Westen unverändert :)

Hopy sah ich zwar, aber fressen? Nein, nicht um alles in der Welt. Da wir nicht soooo viel Zeit hatten, gab ich nach 30 Min. auf, wir gingen zum Cottage, schnappten unsere Rucksäcke und fuhren zum Volcanoes NP. Das Treffen der anderen Volunteers am Overflow Parking war um 9:30, es war bereits 9:40 und ich zweigte ab, weil ich wusste, dass sie nie, wirklich nie, pünktlich sind. Siehe da, ich hatte Recht Als uns Alana sah, entschlüpften ihr ein paar Freudentränen, die Begrüßung viel entsprechend herzlich aus und wir begrüßten auch die anderen Volunteers, die heute nur sehr spärlich erschienen waren.

In ’Ainahou erwarteten uns zwei Nene, die wir alle ignorierten (d. h., wir taten so, als sehen wir sie nicht, andernfalls hätten wir nicht arbeiten dürfen....). Eigentlich wollte ich die Phönix Palmen schneiden, aber es ging ein massiver Wind, sodass ich diese Arbeit vorerst auf die nächste Woche verschob. Statt dessen halfen wir beim Cleaning der Waterline mit. Oh my god! Die Waterline sah man überhaupt nicht mehr, so hoch war sie überwachsen, mehr als 1 m hoch! Obwohl wir dort zu viert arbeiteten, kamen wir nur langsam vorwärts - die Waterline ist ca. ½ Meile lang, das kann noch heiter werden.

Viel zu rasch verging die Zeit und schon war Lunch Time. Nach dem Lunch hatten wir nur mehr 45 Min. Zeit zum Arbeiten, dann mussten die ersten beiden nach Volcano zurück, da sie heute um 3pm bei der Essensausgabe für die Obdachlosen von Volcano mithelfen und pünktlich sein wollten. Also fuhren wir im Konvoi zurück.

Als wir uns von Alana verabschiedeten sagte sie „next week you can get in whenever you want“ - das ist genau das, was wir möchten!

So, was tun, ein wenig Zeit haben wir noch. Schon fiel uns etwas ein, wir fuhren bis zum Devastation Trailhead und stellten dort den Jeep ab. Nene begrüßten uns:

Dann liefen wir auf dem gesperrten Crater Rim Drive, bis wir zu den Ohelo Berries kamen, das ist nicht sehr weit (wenn man weiß, wo es ist ;)). Und nun sammelten wir Ohelo Berries für die drei Kalifornier, vielleicht kennen sie das noch nicht. Sie sind ja wegen eines Immobilienkaufes nach Big Island geflogen und haben sonst nicht sehr viel Zeit.

Der Vent qualmte heute deutlich mehr als gestern:

Damit ging es dann nach Kea’au zurück. Michi sprang in den Pool, während ich die Chlortabletten nachfüllte und in die beiden Krötenteiche Wasser einließ, es war schon zu wenig Wasser drinnen.

Zur hoffentlich richtigen Zeit gingen wir zu den Tieren hinüber. Die Hühner, allen voran Goldi, kamen uns schon entgegen, ich gab ihnen Futter und schon waren sie beschäftigt. Die beste Zeit, sich um die Katzen zu kümmern.

Michi war mit der Brekkie-Ausgabe beschäftigt, während ich mit der Fleischpastete, die ich auf einen Teller gegeben habe, auf der Suche nach Hopy war. Schließlich fand ich ihn, stellte den Teller am Boden ab und entfernte mich, sah ihn aber noch - und er mich. Kurz darauf kam er und fraß und fraß und fraß. Bald war alles ratzeputz weg. In der Dose war noch Fleischpastete, ich näherte mich vorsichtig Hopy - er hüpfte nicht davon!! Er bliebt ganz ruhig sitzen und sah mir zu, wie ich in nur 20 cm Entfernung weiteres Fressen für ihn am Teller ablegte. Daran schnupperte er allerdings nur mehr kurz und ging dann weg, er hatte wohl genug. Höchst zufrieden ging ich zu Michi, der sich um das dünne Kätzchen namens Peanut bemühte. Ich kam mit der Fleischpastete am Teller, Peanut schien höchstes Interesse zu haben, fraß zwei Bissen und wurde von den anderen - deutlich größeren - Katzen gehört. Scheu, wie Peanut ist, war sie weg wie nichts. Dieses Spielchen setzten wir einige weitere Male fort. Der gestrige Trick - Teller nach draußen stellen, während die anderen Katzen im Basement sind - funktionierte heute nicht, da auf einmal eine neue, ebenfalls sehr dünne Katze erschien, die reges Interesse an der Fleischpastete hatte.
Peanut fraß ein paar wenige Junior Brekkies, mehr leider nicht.

Plötzlich ein Motorgeräusch, die Kalifornier kommen! Ich rufe Michi zu, er soll mit den Ohelo Berries zu ihnen laufen. Kurz darauf kam ich nach, da saß einer der Kalifornier bereits auf der Stiege und ließ sich die Ohelo Berries schmecken, die sie tatsächlich noch nicht kannten. Die anderen beiden kosteten kurz und gingen dann in die Küche hinauf, um das Dinner zuzubereiten, während wir mit dem essenden Kalifornier noch weiter redeten. Als wir wieder einmal mehr völlig zerstochen von den Moskitos waren, verabschiedeten wir uns.

Am Rückweg zum Cottage sahen wir acht (!!!) Kröten, davon haben wir keine doppelt gezählt. Gisella wird in Ohnmacht fallen, wenn wir ihr das erzählen, meint sie doch, es sind nur zwei Kröten. Vonwegen! Die wissen auch, wie man Kinder macht :)

Was wir morgen unternehmen, wissen wir noch nicht. Vieles ist auf Grund der derzeit eingeschränkten Zeit nicht möglich und wir müssen uns mit dem zufrieden geben, was möglich ist. Fest steht, es soll ein kleiner Trail sein, aber das ist derzeit alles, was wir wissen.

 

Mittwoch, 28. Juni 2017:

Wie immer bekommen zuerst die Katzen Frühstück. Völlig wider Erwarten zeigte sich Hopy und nicht nur das, er schien zu warten. Na, hast du etwa Hunger, Kleiner? Ich ging dorthin, wo seine bereits geöffnete Katzendose ist und schlich mich, so gut es ging, zu ihm zurück, wobei ich anscheinend zwei Schritte zu weit ging, denn er flüchtete. Ich wartete, bald zeigte er sich wieder und sah mich an. Er ließ mich dann bis auf 1 m an ihn heran, ich stellte die Katzendose auf den Boden und ging 3 m zurück. Siehe da - Hopy fraß! Das geht in die Geschichte ein :)

Die anderen Katzen waren alle beim Brekkies-Frühstück, nur Peanut, die kleine dünne Katze, sahen wir nicht.

Eier fanden wir heute keine, machte aber nichts, wir haben reichlich davon.

Nach unserem Frühstück fuhren wir in den Volcanoes NP, ich stellte den Jeep am Parkplatz des Devestation Trailheads ab.

Von dort liefen wir zuerst am gesperrten Crater Rim Drive entlang.

Der Vent qualmte heute nur ein wenig.

Und dann waren wir auch schon beim Keanakako’i Crater.

Gegenüber führt ein kleiner Loop entlang, von dem man u. a. den Crack sieht, der bei einer 3-tägigen Eruption 1974 entstand.

Da der weitere Crater Rim Drive von hier bis zum Jaggar Museum gesperrt ist, drehten wir wieder um, holten unser Mitgebrachtes aus dem Auto und liefen zum Crater Rim Trail an der Chain of Craters Rd. Das war nicht weit.

Das Schild vom Crater Rim Trail lag am Boden. Eine schwierige Aufgabe für die Parkverwaltung, das Schild erneut aufstellen zu lassen.

Von hier kommt man nach 0,7 Meilen auf die andere Seite des Keanakako’i Craters, doch so weit gingen wir nicht sondern zweigten zuvor nach links auf die Lava ab, da dort die vermutlich schönsten Lava Trees von ganz Hawai’i stehen. Und so viele, dass man nur so staunt! Egal, in welche Richtung man läuft, Lava Trees über Lava Trees.

Auch sehr schöne Tree Molds sahen wir, hier zwei davon:

In unmittelbarer Nähe eines kleinen Lava Trees ließen wir uns nieder und verspeisen unser Mitgebrachtes. Es war unglaublich schön hier, umgeben von Pahoehoe Lava, Lava Trees und zahllosen Ohia lehua.

Nun ging es nach Hause zurück. Wir stoppten bei der Safeway Tankstelle in Hilo beim Safeway und zahlten $ 0,16 pro Gallone weniger als anderswo, allerdings gilt dieser Preis nur für Barzahlung (was wir machten). Mit Kreditkarte ist der Preis pro Gallone nur $ 0,06 weniger.
Nach einem kleinen Einkauf beim Foodland fuhren wir endgültig nach Hause.

Zur hoffentlich richtigen Zeit (nicht 10 Min. zu früh und nicht 10 Min. zu spät...) gingen wir zu den Hühnern hinüber und sie bekamen Futter.

Auf den beiden nachstehenden Fotos sind wenigstens ein Teil der Hühner zu sehen:

Hier das „Spezialhuhn“ Goldi, die immer eine Sonderbehandlung bekommt. Ihr Fressen erhält sie in der Laundry, in die andere Hühner zu diesem Zeitpunkt nicht hineindürfen. Erst wenn sie dort fertig ist, kommt sie heraus.

Goldi ist aber überhaupt witzig und extrem auf Menschen bezogen. Kommen wir nach Hause, sprintet sie zu unserem Auto. Verlassen wir das Cottage, rennt sie uns wie eine Wilde entgegen und begleitet uns dann. Wo Goldi ist, sind wir und wo wir sind, ist Goldi :)

Als es finster wurde, gingen wir zu den Katzen. Ich hatte für Hopy das Katzenfleisch auf einen entsprechenden Teller gegeben, zwar sah ich ihn kurz, aber dann blieb er verschwunden, so sehr ich ihn auch rief.

Dafür fraßen die anderen Katzen um die Wette. Der kleinen dünnen Katze wollte ich wieder die von uns gekauften Junior Brekkies geben, doch die anderen Katzen waren natürlich nicht dumm, sodass die Kleine Angst bekam und weg lief.

Michi versuchte es dann mit dem Katzenfleisch, die Kleine lief aus dem Basement hinaus, aber Michi stellte den Teller hinaus, worauf die Kleine fraß. Die anderen lenkte ich inzwischen mit Brekkies ab, das funktionierte einwandfrei.

Morgen ist Volunteering bei A’inahou. Michi gab Alana schon Bescheid, dass wir nicht so früh wie gewohnt dort sein können und wahrscheinlich das Treffen am Overflow Parking auch verpassen werden.

 

Dienstag, 27. Juni 2017:

Der Tag begann wiederum mit der Katzenfütterung. Hopy war natürlich weder in der Nähe noch zeigte er sich in der Ferne. Wahrscheinlich ist er wieder am Schmollen und wartet darauf, dass jener Mann kommt, den er seit langem gut kennt, zu dem er Vertrauen hat und auch frisst. Daher bemühen wir uns gar nicht weiter um Hopy.
Die anderen Katzen fressen wie die Bösen. Es gibt eine Katze, die einen zurück gebliebenen Eindruck macht, wir sprachen darüber auch mit Gisella, die das bestätigte. Die Katze ist sehr dünn, sitzt zwar vor dem Futternapf, frisst aber so gut wie nichts. Schon in den letzten Tagen hörte ich nie das bekannte Krachen, wenn eine Katze Brekkies durchbeißt. Deshalb haben Michi und ich gestern beschlossen, dass wir Junior Brekkies kaufen (hier heißen sie Kitty Brekkies oder so ähnlich). Das bekamen Lisa und Leo, als sie noch zu klein waren, um die normalen Brekkies fressen zu können.

Gisellas dünne Katze fuhr auf die Junior Brekkies ab, als sei Weihnachten und Ostern zeitgleich. Nachteil dieser Brekkies: Sie sind nicht organic und bei Gisella muss auch das Katzenfutter organic sein. Der Mann, der Hopy füttert, lacht sich über diesen organic hype halb kaputt

Zufrieden gehen wir zu unserem Cottage zurück, bereiten das Frühstück zu und lassen es uns schmecken. Leider können wir so gut wie nie draußen am Lana’i frühstücken, weil uns die Moskitos zernageln.

Anschließend ergab sich wieder die Frage: Was tun? Das Wetter war nicht gerade toll und der Wetterbericht versprach nichts Gutes. Michi meinte, fahren wir zum Ka’u Desert Trailhead am Hwy. 11 und laufen den Ka’u Desert Trail bis zum Mauna Iki und wieder retour. Ich erhob Einspruch: Dermaßen viele Meilen hin/retour fahren, nur um ein solch kurzes Stück zu laufen, das macht keinen Sinn.

Wir disponierten um und fuhren statt dessen Richtung der Hilo Library in der Waianuenue Ave. Doch zuvor wollten wir, weil es schon sehr spät war, irgendwo eine Kleinigkeit essen. Blane’s Drive In kam wie gerufen, den Jeep stellte ich jedoch am Parkplatz ab. Dann die Frage aller Frage: Gibt es hier irgendetwas zu essen, das absolut sojafrei ist? Antwort: No. Super! Beim nahegelegegen Kozmich Cone, wo wir früher des öfteren etwas gekauft haben, versuchten wir es gar nicht erst. Noch eine Enttäuschung brauche ich nicht. Statt dessen aßen wir im Auto unser Mitgebrachtes. Mir geht diese verd..... Sojaallergie mächtig auf den Senkel! Auf Hawai’i fällt es besonders krass auf, Soja hier, Soja dort, soy everywhere!!!

Dann fuhren wir zur Hilo Library weiter, sie ist riesengroß. Ich fragte nach dem Buchtitel „Shoal of time“, den mir der Schriftsteller, den wir bei unserer Freundin R. auf Kaua’i kennnen gelernt haben, ans Herz legte und die Lady führte uns schnurstraks in die Abteilung „Hawaiiana“, wo sie das gesuchte Buch auch gleich fand. Ich blätterte gar nicht darinnen, denn ich wollte es ohnehin mitnehmen. Stattdessen suchte ich nach weiteren Büchern über die Geschichte Hawaii’s. In der Abteilung „Hawaiiana“ könnte man mich für einen langen Zeitraum einsperren, ich hätte absolut nichts dagegen. Ein Buchtitel interessanter als der andere. Am Ende wurden es zwei Bücher mehr und die Lady, die die Bücher eintrug staunte nicht schlecht, dass Touristen vor ihr stehen. Das kommt angeblich nie vor. Als ich ihr die Library Card, die ich in der Library auf Kaua’i erhalten habe vorlegte, staunte sie dann zum zweiten Mal
Das sind die drei Bücher, die ich mitnahm. Zurück geben muss ich sie bis spätestens 18. Juli.

Nun fuhren wir nach Hause und als wir auf unser Cottage zugingen, sahen wir zwei Wildschweine aus dem Wald kommen und eine auf den Boden gefallene Avocado verspeisen.

Als wir uns nur ein klein wenig bewegten, liefen sie in den Wald zurück.

Zum Abendessen gab es Pasta asciutta. Einen Tag nach der Ankunft auf Big Island hatte ich u. a. Sauce Bolognese vorgekocht, portioniert und eingefroren.

Und schon war wieder Zeit für die Tiere. Zuerst die Hühner, wie jeden Abend. Heute verloren in der Menge vier Küken ihre Mama und ich war gut beschäftigt, die richtige Mama zu finden, aber es ist geglückt. Als die Hühner nach dem Fressen in die Büsche und Bäume verschwanden, war die richtige Zeit für die Katzenfütterung gekommen. Hopy sah ich zwar, aber nur aus der Ferne. Als ich mich ein klein wenig näherte, lief er davon.
Dafür waren alle anderen Katzen sehr dankbar, dass sie ihr Fressen bekamen. Zwischendurch schüttete es heftig, aber wir hatten ohnehin Schirme mitgenommen, die neben der Cottage-Tür stehen.

Am Rückweg zum Cottage sahen wir fünf (!) Kröten!! Gisella wird staunen, denn sie weiß seit langem nur von zwei Kröten.

Mittlerweile sorgen geschätzt eine Million Coquis für das abendliche, später nächtliche Konzert, das ich auf Gran Canaria wieder sehr vermissen werde. Umso mehr genieße ich jetzt die allabendlichen Konzerte

 

Montag, 26. Juni 2017:

Die letzte Nacht schliefen wir sehr schlecht, denn die Poolpumpe befindet sich direkt unter unserem Schlafzimmer und sie lief erstmals die ganze Nacht durch. Gisella hatte gestern vergessen, sie auf „Zeit“ zu stellen, auf „manuell“ machte sie einen ganz schönen Lärm.

Morgens war das schon übliche Prozedere mit den Katzen, der Problemkater fraß nichts.

Anschließend waren wir Menschen mit dem Frühstücken dran, mit frischen weich gekochten Eiern von Gisellas Hühnern ein voller Genuss!

Die Wettervorhersage war nicht besonders gut, aber wir glaubten ihr erstmal nicht und fuhren gegen Mittag in den Volcanoes NP, wo die Sonne schien und nur wenige weiße Wölkchen den Himmel zierten.

Wir stellten den Jeep beim Kilauea Visitor Center ab, gingen zum Volano House hinüber, wo wir kurz darauf mit dem Loop begannen. Der Loop besteht aus dem Crater Rim Trail > Byron Ledge Trail > Halema’uma’u Trail > Iliahi Trail.

Nachfolgend einige Impressionen vom Trail:

Auf einzelnen Trailabschnitten waren die Ohelo Berries schon reif, wie immer, bedienten wir uns, da sie super köstlich schmecken.

Für den heutigen Tag war das eine wunderschöne Wanderung bei allerbestem Wetter. Noch schöner hätte es nicht sein können.

Wieder zu Hause, kam bald darauf Gisella zu uns. Die Kalifornier haben ihr angeboten, sie zum Airport zu bringen, ok, dann sollen sie es machen, wir holen Gisella dann ab, wenn sie wieder kommt.

Wir verabschiedeten uns und zur richtigen Zeit gingen wir hinüber, um zuerst die Hühner zu füttern. Gisella war noch zu Hause. „Ihr seid viel zu spät dran“. Anmerkung: Gestern waren wir 10 Minuten früher drüben, da sagte sie „ihr seid viel zu früh dran“. Hmmm, wären 5 Minuten später wie gestern und 5 Minuten früher als heute idealer gewesen? Wir können es nicht glauben, dass es den Hühnern um 5 Minuten geht.
Jedenfalls pickten die Hühner wieder all das auf, was sie bekamen, auch die kleinen Küken.

Erst als es finster wurde, widmeten wir uns den Katzen, die sich schon an uns gewohnt haben. Bis auf Hopy hat keine Katze mehr Angst vor uns. Hopy, stets die Sonderbehandlung gewohnt, sollte sie auch bekommen, aber er wollte nicht. Er lag im Gebüsch und schmollte, während ich deutlich mehr als eine halbe Stunde mit dem geschnittenen Hühnerfleisch am Teller versuchte, ihn zu locken. Ich hatte null Chance, er näherte sich nicht mal einen Zentimeter. Na gut, dann eben nicht, du wirst schon noch Hunger bekommen.

Zwei der drei Kalifornier waren mit Gisella zum Airport gefahren, in der Küche war ein S..stall sondergleichen, nicht von Gisella, sondern von den Kaliforniern. Wie oft hat ihnen Gisella schon gesagt, sie sollen nichts offen stehen lassen, weil sofort die Ameisen kommen? Am Tisch standen zwei Marmeladegläser offen, Butter ebenfalls (ok, diese hatten zu diesem Zeitpunkt die Ameisen noch nicht angerührt). Fleisch lag einfach so in der Pfanne herum usw. Wir beschlossen, alles so zu belassen, wie sie die Küche verlassen haben. Sie müssen wohl erst selbst sehen, dass sich die Ameisen auf ihre Speisen gestürzt haben, sonst glauben sie es nicht. Bisher hat Gisella alles von ihnen weggeräumt, ich mache das definitiv nicht, ich bin nicht ihr Kindermädchen.

Nach langer Zeit gingen wir zu unserem Cottage zurück und staunten nicht schlecht. Schon letztes Jahr saßen oftmals in der Finsternis zwei Kröten am Weg, Gisella sprach auch immer von zwei Kröten, wir zählten heute aber vier (!) Kröten! Das müssen wir Gisella erzählen, wenn sie wieder hier ist.

Vor unserer Eingangstür saß ein Coqui und sah mich ganz lieb an. Ich war nicht ganz so lieb, denn ich wollte ihn nicht IM Haus haben, außerhalb tut’s auch.

Heute werden wir früher uns Bett gehen und versuchen, ein wenig vermissten Schlaf von der letzten Nacht nachzuholen.

 

Sonntag, 25. Juni 2017:

Wiederum gingen wir noch vor dem Frühstück zu den Katzen, damit sie zu ihrem Fressen kommen. Morgens werden die Hühner nicht gefüttert, nur abends.

Alle Katzen, bis auf den Problemkater Hopy, kamen alle und fraßen in unserer Anwesenheit, ich konnte sie dabei sogar streicheln. Noch gestern früh wäre das undenkbar gewesen.
Hopy ist nicht nur extrem schüchtern, sondern dermaßen auf Gisella fixiert, sodass er ausnahmslos nur dann frisst, wenn sie ihn zum Futternapf mit dem von mir klein geschnittenen Hühnerfleisch trägt. Ich würde ihn auch tragen, aber ich komme nach wie vor nicht in Reichweite. Wenn Hopy in Gisellas Abwesenheit 2 Tage lang nicht frisst, haben wir eine Kontakttelefonnummer von jemandem, der ansonsten täglich bei ihr im Haus ist und zu dem Hopy Vertrauen hat, er frisst auch von ihm gegebenes Fressen.

Die Prozedur in der Früh dauerte ziemlich lange und bis wir dann endlich gefrühstückt hatten, war es später Vormittag.

Wir packten unsere Rucksäcke, denn wir wollten zur ’Ainahou Ranch im Volcanoes NP wandern. Das machen wir traditionsgemäß normalerweise am 1. oder 2. Tag auf Big Island, aber dieser Urlaub verläuft für die nächste Zeit nun mal anders.

Doch vor dem Wandern stand ein Besuch des Maku’u Farmers Markets bei Pahoa am Programm. Pro Auto sind 2 Dollar zu zahlen, eine Rechnung bekommt man selbstverständlich nicht - ein Schelm, wer Böses dabei denkt ;)

Wir schlenderten ein wenig durch, kauften aber nichts.

Dann ging’s aber zum Volcanoes NP. Wir kontrollierten, ob die Nummer vom Gate jene ist, die wir kennen - ja, passt.

Zu unserem großen Erstaunen lief vor uns eine Familie mit 3 KIndern, das haben wir hier

Wir zweigten ab und sahen das Gate, das wir schon kennen. Aber was ist denn das? Das Gate ist mit einer Kette mit 2 verschiedenen Schlössern abgesperrt! Vorne ein Schlüsselschloss, hinten, am Foto nicht zu sehen, das Nummernschloss.

Da wir nicht wussten, wie weit wir die Familie hinter uns gelassen hatten, probierten wir nicht aus, ob die uns bekannte Nummer auch bei diesem Schloss funktioniert - wir wollten nicht, dass die Familie das eventuell mitbekommt.

Wir gingen zu den Pferden, aber heute hatten sie anscheinend frei, kein einziges Pferd ließ sich blicken.

Wir pausierten eine Zeit lang auf den Stufen der Hütte und warteten darauf, dass die Familie in einiger Entfernung bei uns vorbei wandert, aber sie kamen nicht. Wir jedoch konnten auch nicht weiter wandern, es fehlte uns die Zeit dazu, also traten wir den Rückweg an.

Beim mit 2 Schlössern verschlossenen Tor kontrollierten wir die Nummer, ok, passt, das Schloss ließ sich öffnen.

Beim Volcano Store in Volcano fasste Michi 2 Kaffee aus, warum auch immer, waren wir beide sehr müde und zum Glück war der Filterkaffee sehr stark.

In Hilo kauften wir beim Safeway zuckerfreies Eis, das wir mit einem weiteren Kaffee auf dem Lana’i genossen.

Dann war es auch schon wieder Zeit für die Tierfütterung. Während Michi die Hühner fütterte, ging ich in die Küche und schnitt das Hühnerfleisch für Hopy klein. Hopy verhielt sich wie immer, er will nur von Gisella zum Fressen getragen werden. Er ist halt verwöhnt. Das wird heiter, wenn wir ab morgen Abend allein sind. Mit den Hühnern haben wir keinerlei Probleme. Bei ihnen müssen wir nur Acht geben, dass die demnächst schlüpfenden Jungen immer bei der entsprechenden Mutter sind und wenn eines oder mehrere alleine ohne Mutter herum hüpfen, müssen wir die dazu gehörige Mutter suchen. Doch das sollte auch kein Problem sein, wir wissen ja, worauf wir achten müssen.

Dazu täglich auf Eiersuche gehen, so als sei Ostern ;) Legt eine Henne zu viele Eier und brütet schon, ihr dann einige wegnehmen, feststellen, wie weit sie schon bebrütet sind. Die kaum Bebrüteten nehmen wir uns, die zu sehr Bebrüteten bekommen die Katzen, aber nicht alle, sondern nur ganz bestimmte. Die anderen fressen das nicht.
Topfpflanzen gießen, derer es genug gibt, auf den genauen Wasserstand im Pool achten und die Chortabletten immer rechtzeitig nachfüllen. Was für ein Segen, dass ich von Österreich her fast jahrzehntelange Erfahrung mit der richtigen Gabe von Chlortabletten habe. Michi konnte sich damals aus Zeitgründen nie der Poolpflege widmen, das machte ich immer selbst.
Achja, Hühnerfleisch für Hopy kaufen steht auch noch auf unserem Plan. Und wenn’s dumm läuft, dann noch Liegengelassenes von den 3 Kaliforniern, die die Küche benützen dürfen, wegräumen oder auch entsorgen. Sie lassen immer alles offen stehen, egal, ob Zucker, Müsli oder sonst etwas. Gisella hat ihnen schon ein paar Mal erklärt, dass man das in den Tropen nicht machen kann, aber es hilft nichts. Mal sehen, ob die Kalifornier wirklich am 30. ausziehen oder noch einmal verlängern.

Morgen Abend bringen wir Gisella zum Airport.

Langweilig wird uns nicht, es ist aber dzt. eine völlig andere Art des Urlaubes.

 

Samstag, 24. Juni 2017:

Noch vor dem Frühstück gingen wir zu Gisella hinüber. In der Küche schnitt ich wieder das Fleisch klein für Hopy, dem „Problemkater“. Dann folgte der nächste Versuch, die Katzen zu füttern und es war dasselbe Problem wie gestern. Sahen sie Michi oder mich, waren sie weg, nur eine einzige Katze, Coco, wurde langsam neugierig, kam auf mich zu und wollte ihre Streicheleinheiten haben, die sie auch bekam.
Die Hühner bekommen in der Früh nichts, nur abends.

Dann erklärte sie uns alles Mögliche im Haus und auch im Garten, welche Pflanzen wann gegossen werden sollten und dergleichen.

Anschließend ließen wir uns das Frühstück schmecken. Gisella hat uns wieder viele Eier ihrer Hühner geschenkt und zwei riesengroße Avocados ebenfalls.

Da wir heute ohnehin nichts Großartiges unternehmen wollten, kochte ich gleich mal vor, portionierte es und fror es ein.

Am Nachmittag fuhren wir zum Walmart, wo wir leider kein auf 230 Volt umschaltbares Ladegerät für die A++-Batterien bekamen. Unser mitgebrachtes Ladegerät will nicht mehr so wie vor kurzem noch.

Am frühen Abend folgte die übliche Hühnerfütterung und dann wieder die Katzenfütterung. Hopy war dermaßen verschreckt, dass Gisella ihn den ganzen Tag nicht gesehen hatte und jetzt war er auch unauffindbar. Immerhin kamen die anderen Katzen näher und oh Wunder! Fast alle fraßen in meiner Anwesenheit ihr Futter! Plötzlich näherte sich Hopy, blieb aber 3 m entfernt sitzen. Ich konnte ihn noch so locken, er kam einfach nicht näher. Aber er wollte sein Fleisch, das merkte ich ihm an, aber die Angst war viel zu groß. Gisella fing ihn wieder ein, setzte ihn zum Fleisch und obwohl ich nur knapp daneben war und mit Gisella redete, fraß er. Na also, wird doch! Du wirst schon noch merken, dass ich dir nichts Böses, sondern nur Gutes will.

Morgen früh drehen wir den Spieß um. Gisella wird sich nicht zeigen, während ich die Katzen füttere. Ob Hopy dann gewillt ist sein Fleisch zu fressen, wird sich zeigen, ich hoffe jedoch, dass ihn der Hunger zum Fleisch treiben wird und die Angst in den Hintergrund gerät.

Zum Abendessen bereitete ich uns leckeren Avocadosalat zu, himmlisch! Wir könnten uns reinsetzen!

Morgen möchten wir, wenn das Wetter passt, den ’Ainahou Trail laufen.

 

Freitag, 23. Juni 2017:

In der vergangenen Nacht schlief ich denkbar schlecht. Ich, die nur weiß, wie man „Kopfschmerzen“ schreibt, hatte sie auf einmal und ganz schön stark. Außerdem war mir speiübel, weswegen ich nicht mehr liegen wollte und beschloss, einen Teil der Nacht sitzend auf der Couch im Wohnzimmer zu verbringen. Das war immer noch besser als liegen. Mir war heiß ohne Ende. Michi wachte irgendwann auf und erschrak, weil ich nicht neben ihm lag. Als er dann das schwache Licht im Wohnzimmer sah, wusste er, dass irgendetwas mit mir nicht stimmt. Ich erwähnte u. a., dass mir unendlich heiß ist, worauf er meinte, stimmt nicht, es ist unerwartet kühl im Cottage.

Jetzt dämmerte es mir! Es kommt bei mir nur extrem selten, aber doch vor, dass ich einen Sonnenstich bekomme. Die Symptome würden dazu passen - nur mir passte das jetzt überhaupt nicht in den Kram, denn heute stand der Flug von Lihu’e nach Hilo am Programm.

Nach sehr langer Zeit ging ich ins Bett zurück, aber liegen konnte ich nicht, die Übelkeit wurde noch stärker. Also legte ich mir drei Kopfpolster unter und saß fast im Bett. Vor lauter Müdigkeit bin ich dann irgendwann wieder eingeschlafen - bis uns der Wecker aus dem Schlaf riss.

Wohl wissend, dass Mittagsflüge weniger als suboptimal waren, ließ ich schon vor Monaten diesen Mittagsflug von meiner RB-Lady buchen.

Da wir wussten, dass vor Kalaheo Straßenarbeiten stattfinden (der Belag sollte erneuert werden), rechneten wir mit einem größeren Stau und fuhren entsprechend los. Und was war? Kein Stau, kein Nichts, der neue Asphalt wurde schon aufgebracht. Dass wir dadurch zu früh am Airport waren, störte uns nicht, wir vertrieben uns die Zeit mit Lesen.

Um 13 Uhr sollte das Boarding beginnen. Problem: Der Flieger von Kahului war noch gar nicht hier, er kam mit 30 Min. Verspätung und entsprechend spät hoben wir ab. Wie um alles in der Welt sollten wir unseren Anschlussflug von HNL nach ITO erreichen? Das ist doch nahezu ein Ding der Unmöglichkeit!

Der Captain konnte keine einzige Minute der vorhergehenden Verspätung einholen und wir waren dann zwar schon gelandet, durften aber nicht aus dem Flieger. Endlich waren wir draußen, „Gate #55 closes now“ hörten wir durch die Lautsprecher. Super, das ist unser Gate! Wir rannten, als seien wir auf der Flucht und von Gate 60, wo wir gelandet sind bis zum Gate 55 läuft man schon einige Meter, sich durch die Menschenmassen schlängelnd. Zum Gate 55 lief niemand vor uns, aber hinter uns auch nicht, wir waren die einzigen. Endlich sahen wir Gate 55 in einiger Entfernung. Just in diesem Moment drehten sich zwei dort stehende Angestellte um, ich winkte ihnen zu, damit sie erkennen, dass wir zu ihrem Gate rennen. Bordkarten hingehalten, rein in den Flieger zu unseren Sitzplätzen, die Tür schloss sich und der Flieger rollte, ehe wir angeschnallt waren. Puhhhh! Das war mehr als knapp!

Uns war klar, dass es unsere Koffer nicht in den jetzigen Flieger geschafft haben, die Zeit war viel zu kurz. Na gut, müssen sie die Koffer halt zu Gisella liefern, das ist kein Problem.

In Hilo angekommen gingen wir trotzdem zum Baggage Claim. Ich blickte am Weg dorthin nach unten und sah unsere Koffer, die aus allen anderen hervorstechen. Solche Koffer, wie wir sie haben, gibt es unter Garantie sonst nirgendwo auf der Welt. Wir gingen ins Laufen über und ich schnappte die Koffer gerade noch, ehe sie sich auf eine erneute Runde gemacht hätten.

Nun zu Alamo. Hoffentlich hat eine der beiden uns gut bekannten Ladies Dienst, dann wäre uns das kostenlose Upgrade sicher. Doch daraus wurde nichts, keine hat Dienst, sondern zwei junge Männer, die wir noch nie sahen. Ich mache es kurz: Ans kostenlose Upgrade kamen wir nicht. In mir kochte es, aber das half natürlich auch nichts. Zugewiesen bekamen wir einen weißen 4-door Jeep Wrangler, endlich wieder mal ein Sahara, den hatten wir schon Jahre nicht mehr. Reifen und alles top, Reserverad ok, Werkzeug komplett, das passte alles.

Nun ab zum Foodland, wo ich eine zweite Runde drehte, um dann einen Parkplatz direkt gegenüber des Einganges zu bekommen. Da wir unser gesamtes Gepäck im Auto lassen mussten, legten wir wert auf solch einen Parkplatz.

Für die nächste Zeit gut versorgt fuhren wir zu Gisella, die uns schon erwartete. Die Wiedersehensfreude war von beiden Seiten groß.

Sie erzählte u. a., dass die drei Männer aus Kalifornien, die bis gestern in unserem Cottage wohnten, dieses gerne noch bis zum 30. Juni belegt hätten, aber Gisella ihnen erklärte, dass das nicht geht, weil sie uns erwartet. Somit übersiedelten die drei in die Gästezimmer in Gisellas Haus.

Wir brachten unsere ganzen Sachen ins Cottage und dann ging es an die „Einschulung“, von der wir schon wussten. Gisella schrieb mir nämlich vor wenigen Wochen eine Mail, ob es möglich wäre, dass sie in unserer Anwesenheit nach Europa fliegt, um ihre Enkelin nach Hawai’i zu holen und ob wir in dieser Zeit ihre Hühner und Katzen füttern würden. Das war überhaupt kein Thema für uns.

Die Fütterung der Hühner begann kurz vor der Abenddämmerung. Sind sie mit dem Fressen fertig, klettern oder fliegen sie in die nahe liegenden Sträucher und verbringen dort die Nacht.

Sobald es finster war, war die Katzenfütterung dran. Das erwies sich als sehr schwierig, weil die Katzen Fremde nicht gewöhnt sind und mit den drei Kaliforniern und uns sind für die Katzen eindeutig zu viele fremde Menschen hier.

Erst als wir uns ein paar Meter entfernten fraßen die Katzen. Kaum näherte ich mich alleine, waren sie auf der Flucht. Mist! Üblicherweise laufen mir Katzen zu, aber nicht davon! Gisellas „Problemkater“, ein ganz süßer Kater, den wir schon länger kennen, hat grundsätzlich Angst, egal, wovor und warum, er fürchtet sich immer, mit und ohne Begründung. Ich schnitt für ihn in der Küche das Fleisch auf und wollte ihn damit locken - keine Chance. Gisella fang in dann ein und setzte ihn vor die Schüssel, dann fraß er endlich - auch in meiner Anwesenheit.

Viel zu spät gingen wir ins Bett. Zuerst bewunderten wir noch die neuen Bettdecken und Zierpolster, die Gisella gekauft hat. Sie sehen wirklich sehr schön aus.
Und die neue Überdecke erst! Ein Traum! So etwas Flauschiges haben wir ansonsten auf Hawai’i nie zum Zudecken. Entsprechend rasch schliefen wir ein und schliefen auch sehr gut.

 

Donnerstag, 22. Juni 2017:

Früher als geplant standen wir am Nualolo Trailhead, außer unserem Auto war kein anderes hier.

Bei bestem Wetter starteten wir, doch das konnten wir nur kurz genießen, denn kurz nach Beginn des Nualolo Trails war der Boden nicht feucht, sondern nass, auch standen etliche Pfützen, die wir aber ganz gut umgehen konnten. Erst als wir aus dem hohen Wald heraus kamen, wurde der Trail trockener, aber dafür war er auf eine andere Art und Weise ungenehm zu laufen, der sandige, abwärts führende Trail machte uns etwas zu schaffen, weil wir fast ständig am Rutschen waren.

Als wir später in das Grasland kamen, war der Trail ganz schön überwuchert, zu finden war er dennoch.

Richtig schön wurde es, als der hohe Baumbestand fast endete und die Sicht immer besser wurde.

Dann war, nach längerer Zeit des Wanderns, das Ende des Trails bereits zu erahnen.

Entspurt!

Und das „end of trail“:

Hier ein Foto, auf dem man ein wenig die Na Pali Coast erkennt. Deutlich mehr Fotos - auch Panoramafotos - wird es später in meinem ausführlichen Reisebericht zu sehen geben.

Lange, sehr lange, saßen wir hier, verspeisten unser Mitgebrachtes und genossen die Natur und Ruhe. Schweren Herzens mussten wir dann irgendwann den Rückweg antreten.

Ein wunderschön blühender Ohia lehua:

Der Rückweg machte mir im unteren Teil große Probleme, ich bekam nur schlecht Luft. Ich muss aber sagen, dass ich die Virusinfektion vom Flug von Frankfurt nach Honolulu immer noch nicht ganz überwunden habe. Meine Hustenattacken sind einfach grausam.

Zu Hause angekommen musste ich noch den zweiten Koffer sowie unsere Cabin Max Rucksäcke packen, auch wusch ich noch die letzte Schmutzwäsche, viel war es nicht mehr. Dann war ich dermaßen kaputt, dass ich zu nichts mehr fähig war. Ich fühlte mich scheintot.

 

Mittwoch, 21. Juni 2017:

Der Wetterbericht war hervorragend und das Wetter ebenfalls. Daher rasch zum Alaka'i Swamp Trailhead auf der Mohihi Rd. gefahren. Oh Mann! Wie konnten wir vor lauter Euphorie über das tolle Wetter komplett vergessen, dass es gestern dort oben so geschüttet hat? Wir fuhren auf der Mohihi Rd. nur bis zur Kreuzung mit der Kumuwela Rd., dann überlegten wir, was wir tun sollen. Umdrehen war klar, die Piste war weitaus nasser als beim allerersten Mal, als wir sie dieses Jahr fuhren.

Ok, nichts östlich der Koke'e Rd. kam in Frage, aber der Nualolo Trail, Awa'awa'puhi Trail, Honopu Ridge Trail, Kelapa Ridge Trail auch nicht. Blieb also auf dieser Inselseite nur eine der Ridge Roads, von denen wir so gut wie alle kennen, manche schon mehrfach gelaufen sind.

Wir entschieden uns für die Miloli’i Ridge Rd.

Etwa die Hälfte fuhren wir sie mit dem Jeep.

Was für passende Worte für jene, die ihren Müll einfach liegenlassen, statt mitzunehmen.

Wir ließen dann das Auto stehen und liefen zu Fuß weiter.

Schwere Baumschäden durch den Hurrikan Iniki 1992:

Es war so traumhaft schön hier, wir kamen aus dem Staunen nicht heraus. Für uns ist die Miloli’i Ridge Rd. eindeutig die allerschönste Ridge Road in diesem Gebiet.

Nach einiger Zeit hatten wir das Ende der Piste erreicht. Wir gingen ein wenig durchs Gebüsch und hatten eine hervorragende Sicht auf die Pacific Missile Range Facilities:

Ich wüsste keine andere Stelle, von der aus man eine dermaßen gute Sicht dorthin hat, auch mit dem Heli sieht man es nicht.

Die Pacific Missile Range Facilities stehen am Ende der Makaha Ridge, auf der wir gestern waren. Dort ist jedoch weiter unten das Gebiet um die PMRF weitläufig abgesperrt, sodass man nicht annähernd so viel sieht wie von der Miloli’i Ridge aus.

Wir sahen auch zwei fast nebeneinander stehende Richtfunkanlagen:

Auf der anderen Seite hatten wir eine wunderschöne Sicht zur Nualolo Ridge.

Am selben Weg gingen wir zurück, aber durch das nahezu ständige Bergaufgehen - dazu die enorme Hitze - war das halbwegs anstrengend.

Richtig erschrocken sind wir, als uns plötzlich ein Auto entgegenkam. Die Insassen waren vielleicht auch neugierig, die PMRF so nahe zu sehen.

Wieder im Kala Plantation House packte ich schon den ersten Koffer und bügelte die Wäsche von gestern. Somit können wir, wenn das Wetter morgen passt, etwas Schönes unternehmen, den zweiten Koffer und das Handgepäck packe ich dann morgen Abend.

Am Freitag geht es nach Big Island, wir freuen uns, als stünde Weihnachten vor der Tür :)

 

Dienstag, 20. Juni 2017:

Der Wetterbericht für heute war gut, aber in der Realität stimmte das nicht. Ehe wir umsonst bis zum Alaka’i Swamp Trailhead auf der Mohihi Rd. fahren und dann umdrehen müssen, schrieb ich Katie eine Mail ans CCC Camp, um sie zu fragen, wie dort oben das Wetter ist und was sie von unserem Plan hält. Zum Glück war Katie noch im Camp, denn heute werden sie und etliche Volunteers ins Kalalau Valley geflogen, wo sie drei Tage verbringen werden, dann bringt sie der Heli wieder zurück.

Katie antwortete, dass der Alaka’i Swamp Trail keine gute Idee ist und auch sonst kein Trail dort oben, da das Wetter sehr regnerisch ist. Besten Dank, somit haben wir uns unsinnige Fahrzeit erspart.

Na gut, dann eben heute keine Wanderung, es muss ja nicht zwingend sein. In Kekaha fing es auch schon zu regnen an und wir fuhren Richtung Osten und als erstes zum Foodland in Kapa’a. Ich wollte doch so gerne das Coleslaw Gewürz haben, das in grünen Tütchen verkauft wird.

Wir fanden es nicht, egal, wo wir suchten. Michi entdeckte zwei Angestellte, männlich und weiblich. Der gute Mann sagte, er arbeitet seit 12 J. in diesem Foodland, aber er ist sich sicher, das haben sie nicht. Und die gute Frau erklärte, sie kauft Coleslaw immer nur fertig und weiß gar nicht, wie man es selbst zubereitet.

Keine guten Aussichten für meinen Wunsch, aber der Angestellte machte sich mit uns auf die Suche und steuerte sofort die Obst- und Gemüseabteilung an. Kurz darauf hatte er das Coleslaw Tütchen in der Hand! Wir trauten unseren Augen nicht.

Wir bedankten uns, ich nahm zwei Tütchen, zahlten und weg waren wir.

Ein Riesenstau in Kapa’a Richtung Süden, für die kurze Strecke vom Foodland bis zur Abzweigung mit der Kuamo’o Rd. brauchten wir 45 (!) Minuten. Zu Fuß wären wir deutlich schneller gewesen.

Wir fuhren ans Ende der Kuamo’o Rd. und staunten nicht schlecht - es wurde eine Brücke errichtet, durchs Wasser fahren geht gar nicht mehr!

Unmittelbar neben der Autobrücke ist die Fußgängerbrücke.

Sieht man von der Fußgängerbrücke rechts hinunter sieht man jene Betonplatte, über die wir letztes Jahr noch fuhren:

Unmittelbar rechts nach der Brücke wurde ein neuer Parkplatz errichtet (am Foto oberhalb zu sehen). Auf diesem haben ca. 15 Autos Platz.

Gegenüber des Parkplatzes ist das Keahua Arboretum. Es existiert kein Schild, kein Nichts:

Bekannt ist das kleine Keahua Arboretum wegen der zahlreichen Rainbow Eucalyptus Trees:

Die einzelnen Wege führen jeweils zu einem überdachten Picknickplatz, es gibt auch zwei Plumpsklos.

Ansonsten hat das Keahua Arboretum nichts zu bieten, außer ein paar ganz wenige Blüten wie jene von einem Tulpenbaum.

Will man nach Beendigung des nahe gelegenen Kuilau Ridge Trails eine Picknickpause einlegen, lohnt es sich, einen Picknicktisch im Keahua Arboretum zu belegen, aber extra deswegen hinfahren, das würden wir nicht mehr tun.

Da wir uns im Keahua Arboretum wieder einmal mehr viel Zeit gelassen und die Ruhe genossen haben, war es schon längst mittlerer Nachmittag geworden und wir traten gemütlich die Rückfahrt an. Beim KFC legten wir einen Stopp ein und gönnten uns je ein crispy-Teilchen. Das Crispy aßen wir jedoch nicht, es dient nur als Warmhaltepackung.
Durfte ich letztes Jahr noch die mashed potatoes mit gravy essen, musste ich nun die Hälfte von dem wenigen übrig lassen, das war nicht gerade erfreulich, musste aber sein und diese gravy hat nicht mal Soja!

Zu Hause setzten wir uns mit Kaffee und Eis auf den Lana’i und blieben dort, bis es schon fast finster wurde.

Dann erinnerte ich mich meiner hausfraulichen Pflichten, füllte die Waschmaschine und dann den Trockner. Bügeln werde ich heute aber nicht mehr, morgen ist auch noch ein Tag.

 

Montag, 19. Juni 2017:

Unser heutiger Wunsch war, den Nualolo Trail zu laufen. Je höher wir die Koke'e Rd. fuhren, umso mehr verschlechterte sich das Wetter und es begann zu nieseln. Das alleine hätte uns nicht gestört, aber um alles in der Welt, was war denn hier oben heute los? Autos über Autos fuhren hoch, sogar Reisebusse! Was sollte dann das? War denn überall Schlechtwetter, sodass die Leute in den Waimea Canyon und Koke'e SP flohen? Der Nualolo Trailhead hoffnungslos überfüllt, der Awa'awa'puhi Trailhead noch mehr, beim Koke'e Restaurant gab es keinen einzigen freien Parkplatz mehr, einige Autos blockierten bereits andere, nur um ihr Fahrzeug abstellen zu können. Nein, DAS ist nichts für uns. Wir möchten gerne die Einsamkeit hier oben genießen, also bedeutete das wieder einmal mehr Planänderung. Wir überlegten nicht lange und fuhren als Erstes zum Pu'u Lua Reservoir, wo gestern das Regenbogenforellenangeln begonnen hatte.

Viele Leute waren bereits am Angeln:

Anschließend fuhren wir dorthin, wo wir vor 3 Tagen schon waren, nämlich zum Pine Tree Arboretum Trailhead an der Makaha Ridge Rd., heute liefen wir jedoch ein wenig anders, die zahlreichen Pisten ermöglichen immer wieder eine Abwandlung.

Schon bald nahmen wir die ersten Vitamine zu uns, köstlich schmeckende Strawberry Guavas:

Bald darauf hätte ich einen Anwärter für eine Pilzsauce behabt, aber ich wusste nicht, um welchen Pilz es sich handelt, deshalb ließ ich es bleiben ;)

Mit den normalen Guavas war noch nichts anzufangen, sie sind noch winzig klein und grasgrün.

Je weiter westlich wir kamen, umso mehr schöne Eucalyptus Trees sahen wir:

In der Nähe dieses Plätzchens ließen wir uns zum Picknick auf der nackten Erde nieder, mit Blick auf Ni'ihau sowie (rechts) das Atoll Lehua und (links, schwer zu sehen) das Atoll Kaulu.

Wir verspeisten unser Mitgebrachtes und genossen die Ruhe. Nur Vögel zwitscherten, sanft wehte der zarte Wind durch die Baumkronen und selten flog ein Heli. Nein, wir ärgerten uns nicht über die Helis, wir sind schon des öfteren selbst in einem gesessen und nun freuten wir uns für jene Touristen, die in ihnen saßen und Kaua'i von oben bewundern konnten.

Nach langer, wirklich sehr langer Zeit traten wir den Rückweg an.

Bei diesem Picknicktisch legten wir eine Trinkpause ein, es war unheimlich schwül und heiß.

In Kekaha angekommen überlegten wir kurz, ob wir nicht noch rasch nach Lihu'e zum Walmart fahren sollten. Dort würden wir eine Fishing Licence und das nötige Angelmaterial samt Köder bekommen, aber wir verwarfen den Plan wieder, denn würde ich morgen angeln, müssten wir dann mit den Forellen nach Kekaha, da sie rasch gekühlt werden müssen und dann wäre mehr als ein halber Tag weg.

Somit bliebe uns der morgige Tag für eine Wanderung im Waimea Canyon oder Koke'e SP, aber welche, das hängt von den Touristenmassen ab. Sind diese, wie heute, enorm groß, würden wir uns etwas Anderes einfallen lassen. Mal sehen, was der morgige Tag bringt.

Das Buch, das ich mir vor wenigen Tagen in der Library in Kekaha ausgeliehen habe, habe ich fast ausgelesen und werde es wieder Erwarten auf Kaua'i zurück geben, anstatt, wie zuvor gedacht, in Hilo auf Big Island.

 

Sonntag, 18. Juni 2017:

Die Satellitenkarte verhieß nichts Gutes, auch mein Blick Richtung Waimea Canyon half nichts, es wurde nicht schöner. Trotzdem wollten wir versuchen, unseren Plan in die Realität umzusetzen und zwar, entweder den Alaka'i Swamp Trail bis zum Kilohana Lookout zu laufen oder aber den Loop Alaka'i Swamp Trail/Pihea Trail, um dann auf der Mohihi Rd. wieder zu unserem Auto zu laufen.

Je mehr wir uns dem Koke'e SP näherten, umso bewölkter wurde es, aber wir fuhren bis zum Alaka'i Swamp Trailhead, wo es zuvor riesengroße Wasserlöcher gab. Wir blickten gegen den Himmel - nein, das macht keinen Sinn, zum Kilohana Lookout sowieso nicht, aber den Loop auch nicht.

Wir drehten wieder um und parkten uns beim Pu'u Hinahina Lookout ein.

Von dort liefen wir zuerst am Canyon Trail, der uns immer tiefer in den Canyon führte. Trocken war der Trail wahrlich nicht, aber er war immerhin gangbar.

Wir sahen auch Ukiuki, eine endemische Pflanze:

Viele, viele Kahili Ginster wachsen hier, gut, dass wir nicht im Volunteer-Dienst sind heute!

Nach längerer Zeit erreichten wir die Kreuzung mit dem Black Pipe Trail und zweigten auf diesen nach links ab:

Waren wir zuvor mit zahlreichen Leuten unterwegs, gehörte uns der Black Pipe Trail nahezu alleine! Es war herrlich und wir hatten auch eine schöne Aussicht (aber nur diese eine, mehr Aussichten bietet der Black Pipe Trail nicht):

An einer bestimmten Stelle kamen wir zu zwei großen Bäumen mit weißen Pfirsichen, von denen etliche schon reif waren. Lecker, lecker, kann ich nur sagen!

Dann ging es am Black Pipe Trail weiter.

Nach einiger Zeit standen wir vor einer PIste, es handelte sich um die Halemanu Rd., hier liefen wir links.

In der Folge zweigten wir auf die Halemanu Rd. ab und schließlich ging es wieder am Canyon Trail zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Nach dieser wunderschönen Wanderung fuhren wir nach Hanapepe zum Tanken. Hanapepe ist nicht weit von Waimea entfernt (Kekaha, wo wir wohnen, hat keine Tankstelle) und tanken in Hanapepe ist um etliches günstiger, da spielen die paar gefahrenen Meilen dorthin und retour absolut keine Rolle.

Zu Hause angekommen genossen wir Kaffee und zuckerfreies Eis auf dem Lana'i, später holten wir uns unsere Bücher und schmökerten darin.

Wenn Petrus morgen nichts dagegen hat, würden wir gerne wieder einen Trail im Waimea Canyon oder Koke'e SP laufen. Wir lassen uns überraschen, was morgen sein wird.

 

Samstag, 17. Juni 2017:

Unser heutiger Plan war, den Ditch Trail bis zur Ridge zu laufen. Der Ditch Trail befindet sich im Koke'e SP. Wir fuhren zuerst die Mohihi bis zur Kreuzung mit der Kumuwela Rd., zweigten in die Kumuwela Rd. ein und suchten uns weiter drinnen ein Plätzchen zum Parken, denn bis zum Ditch Trailhead zu fahren, ist mehr als eine Herausforderung.

Als wir zu Fuß auf der Kumuwela Rd. gingen, hatten wir mit einigen Wasserlöchern zu kämpfen, aber alle ließen sich umgehen.

Dann folgte der bergab führende Teil auf der Waininiua Rd.:

Nach nicht allzu langer Zeit waren wir unten. Der Ditch Trail nach Süden ist schon lange gesperrt:

Doch der nach Norden führende Ditch Trail, den wir laufen wollten, ist nicht gesperrt:

Der Ditch Trail ist teilweise sehr schmal, Rutschfestigkeit ist gefragt, aber er ist nicht überwuchert, wie ich schon gelesen habe. Nie, wirklich nie, mussten wir den Trail suchen, er zeigte sich immer von selbst.

Dann kamen wir zur Abzweigung, bei der wir rechts Richtung Ridge liefen. Kurz darauf ging es zunächst an einem Wildschweinzaun hoch, um kurz darauf steil hinab zu führen:

Dann waren wir auch bald bei der Ridge, die wir bis zum Schild "end of trail" liefen:

Absolute Schwindelfreiheit ist nötig. Leute, die Höhenangst haben, sind hier völlig falsch aufgehoben!!

Wir bewunderten unter uns die Kauaikinana Falls...

sowie die Kawaiko'i Triple Falls:

Wieder zurück beim Auto fuhren wir zuerst zu jener Stelle, von der wir wissen, dass dort nach und nach die wild plums reif werden. Wir pflückten etliche, ein paar landeten auch in unseren Munden - lecker, lecker!

Da das Wetter nach wie vor herrlich war, fuhren wir zum Kalalau Lookout:

Er ist immer wieder schön anzusehen.

Zum Sonnenuntergang gingen wir zum Kekaha Beach, aber einen richtig schönen Sonnenuntergang gab es nicht. Macht nichts, wir waren höchst zufrieden.

 

Freitag, 16. Juni 2017:

Wir schliefen tief und fest, bis uns der Wecker aus dem Schlaf holte. So, was machen wir heute? Nicht in Frage kommt einer der steilen Trails im Waimea Canyon oder im Koke'e SP. Demnach bleibt nur eine der Ridge Road Trails westlich der Koke'e Rd. in Frage.

Die Wahl fiel auf die Makaha Ridge Rd., die bis zur NASA Facilty für jedermann zu befahen ist. Noch ehe die NASA Facility erreicht ist, beginnt links der Pine Tree Arboretum Trail, den wir vor Jahren schon einmal liefen und der uns bereits damals gut gefiel.

Man läuft bei diesem Loop ständig auf einer Waldpiste.

Es wachsen die unterschiedlichsten Pflanzen, in erster Linie Pine Trees, dann Eucalyptus Trees, einige Silk Oak Trees und Strawberry Guavas, die ein paar wenige reife Früchte hatten.

Es gibt auch viele niedrig wachsende Pflanzen, die fast den ganzen Waldboden bedecken. Es duftete herrlich und wir hörten oftmals den Vögeln zu.

Auf einem von uns ernannten Lookout nahmen wir unser Lunch ein und blickten von einem von uns ernannten Lookout gegenüber auf die Kauhao Ridge, unterhalb ist ein klein wenig das Kauhao Valley zu erkennen. Ni'ihau und das Atoll Lehua kann man in der Ferne gerade noch erahnen:

Michi im Fotoelement:

Dann traten wir den Rückweg an, schön langsam und gemütlich, wir hatten zum Glück Zeit.

Auf der Fahrt nach Kekaha stoppten wir bei einem namenlosen Lookout, da die Waipo'o Falls in diesem Moment so schön von der Sonne beleuchtet wurden.

Zu Hause angekommen gab es Kaffee und Eis, dem folgte eine Dusche und dann fuhren wir nach Waimea zu Wrangler's Steakhouse. Kurz darauf erschien unsere Freundin R. und wir begrüßten uns wiederum sehr herzlich.

Wir hatten R.'s Lieblingstisch reservieren lassen und nahmen Platz. Doch bald darauf widmeten wir uns der Suppen- und Salatbar. Michi wählte Salat, ich die Corn Chowder (ein Genuss!) und R. Salat und die Corn Chowder.

Es dauerte nicht lange, wurden die Hauptgänge serviert. Für Michi gab es das "special of the day", nämlich Lobster (riiiiiesengroß!) mit Steak , Reis und Gemüse. R. wählte - wie immer - das Japanese Tempura, jedoch wiederum mit der doppelten Portion Shrimps und ich ein Pfeffersteak mit sauteed mushroms und mashed potatoes sowie ein wenig Gemüse. Ich esse seit Jahren in Wrangler's Steakhouse ein Steak, ein Pfeffersteak aß ich auch schon einige Male, aber welch großes Pfeffersteak ich heute bekam - ich traute meinen Augen nicht. Es war ungefähr doppelt so groß wie die Pfeffersteaks in der Vergangenheit.

R. erzählte wiederum sehr viel vom Leben in Waimea, Interessantes und auch Trauriges und auch viel von ihrem eigenen Leben, wobei wir uns einige Male halb tot gelacht haben!

Nebenbei ließen wir uns das Essen schmecken, aber ich schaffte nur maximal 2/3 meines Pfeffersteaks. R. ließ sich die Reste ihres Essens in ein Dogy Bag geben und ich bat ebenfalls um ein Dogy Bag, in dem dann auch ein kleiner Teil von Michis Steak landete.

Aber insgesamt gesehen war das Dinner so was von köstlich! Unglaublich! Weiterhin eine klare Empfehlung für Wrangler's Steakhouse in Waimea.

Später als üblich verabschiedeten wir uns. Danke, R., für den wundervollen Abend!

 

Donnerstag, 15. Juni 2017:

In der vergangenen Nacht regnete es sehr häufig und stark. Nach dem Aufstehen warf ich die interactive radar map an, die reichlich Unerfreuliches zeigte. Demnach sollte Kaua’i von einer großen Regenwolke „gefressen“ werden. Na, das kann ja heiter werden.

Quelle: www.hawaiinewsnow.com

Egal, bei uns war halbwegs schönes Wetter, das sich auch nicht verschlechterte und wir konnten wiederum am Lana’i frühstücken.

Um 9:30 trafen wir uns mit unserer Freundin bei der Waimea United Christ of Church. Links am Foto seht ihr unsere zwei Autos parken.

Die Kirche wurde, wie noch zwei weitere Kirchen von Waimea, vom Hurricane Iniki 1992 stark zerstört und in der Folge wieder aufgebaut. Im Vorraum der Kirche hängen Fotos, die die Zerstörungen zeigen - einfach grauenvoll!

Während der Messe spielt unsere Freundin seit einigen Jahrzehnten jeden Sonntag - ohne Ausnahme - diese Orgel:

Ehe wir die Kirche verließen, schenkte sie mir dieses Notenbuch über sämtliche Lieder, die in der Kirche gespielt werden:

In mir keimte mit einem Schlag eine Hoffnung auf. Vor etlichen Jahren, wir wohnten noch in Österreich, kaufte ich einen Bausatz für eine Alleinunterhalterorgel, 2-manualig. 70 Stunden war ich mit dem Löten beschäftigt und wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich dann 11 Platinen bestückt, die - wie vieles andere - in die Orgel eingebaut werden mussten.
Als wir dann vor der Auswanderung nach GC standen, trat die Frage auf: Orgel mitnehmen oder nicht? Für mich war das keine Frage, nur für Michi und er stimmte natürlich zu, weil er wusste, wie sehr mein Herz an der Orgel hing. Wir ließen einen schönen Transportbehälter anfertigen und somit ist meine selbst gebaute Orgel seither auf GC, allerdings stellte ich sie nie auf, sie ist seither im Transportbehälter.

Doch das möchte ich nach der Rückkehr ändern, auch wenn es einige Zeit dauern dürfte, bis ich mich wieder ins Orgelspielen eingefunden habe. Aber das Notenbuch mit hawaiischen Texten verleitet mich enorm dazu - und das ist richtig gut! :)

Unsere Freundin fuhr mit uns zum alten Missionary House, das nicht nur durch den Hurricane Iniki dermaßen mitgenommen ist.

Anschließend ging sie mit uns zu einer einheimischen jungen Frau in unmittelbarer Nähe, da diese (gemeinsam mit ihrem Mann) Obst und Gemüse ohne jegliche Chemie züchtet. Während sich unsere Freundin von uns verabschiedete, führte uns die junge Dame durch ihren Garten, in dem ungefähr alles wächst. Auch gingen wir mit ihr von der rückwärtigen Seite des Missionary House sogar ins Innere, das sehr herunter gekommen ist. Die Restaurierung soll nächste Woche beginnen, die Finanzierung ist geklärt.

Schließlich war der Rundgang beendet, wir kauften noch 3 Papayas bei ihr um spottbilliges Geld und verabschiedeten uns von ihr.

Wir fuhren zur Public Library in Waimea, denn ich wollte mir ein bestimmtes Buch ausleihen.

Einen freundlichen Angestellten fragte ich, ob es auch für Touristen möglich ist, sich ein oder auch mehrere Bücher auszuleihen. Nein, kein Problem, hieß es und er überreichte mir eine 3 Monate gültige Tourist Card, die in jeder Library auf Hawai’i ihre Gültigkeit hat.

Bücher kann man vor Ort lesen oder auch mit in die Unterkunft nehmen, aber innerhalb von 3 Wochen muss man sie retournieren. Das Retournieren muss jedoch nicht in jener Library erfolgen, in der man sich das Buch ausgeliehen hat, sondern man kann das Buch auch auf einer anderen Insel in einer Library retournieren. Na, wenn das nicht toll ist!

Das von mir gesuchte Buch - „Hawai’i and the German speaking Peoples“ - war vorhanden und nun habe ich es im Kala Plantation House und lese in jeder freien Sekunde.

Nun ging es noch zum Ishihara Market, der ganz schön groß ist. Ein Besuch lohnt sich für jeden! Es gibt eine unglaublich große Frischetheke mit allem, was das Herz begehren könnte. Auch Frischfleisch gibt es zur Genüge und teilweise preiswerter als beim Foodland oder Big Save.

Michi sah in einer Vitrine eine 6-er Packung von „Taro Donuts“. Die Farbe war überhaupt nicht nach Taro und die Form war alles andere, nur kein Donut.
Doch 6 Stück waren ihm zuviel, er wollte sie ja nur probieren. Ich sagte zu ihm, frage doch einfach, ob sie dir nur 2 davon verpacken. Er sah mich an, als würde er kurz an meinem Verstand zweifeln, fragte aber dann doch. Und das Ergebnis? Es werden ihm so viele (oder wenige) Taro Donuts verpackt, wie er möchte und Michi wollte zwei davon.

Solch ein Taro Donut ist durch und durch Teig, erinnert ein wenig an einen Weißbrotteig, nur ein klein wenig dunkler. Das Äußere ist knusprig und der Donut schmeckt leicht süßlich. Michi wollte eigentlich nur einen essen und den zweiten am Abend, aber schwups, waren zu Mittag schon beide weg.

Den Nachmittag verbrachten wir großteils zu Hause. Ich war mit der Bettwäsche-, Handtücher-, Badetücherwäsche beschäftigt, zusätzlich noch mit unserer Schmutzwäsche und gebügelt wollte dann auch noch fast alles werden.

Am späten Nachmittag fuhren wir zum Walmart in Lihu’e, wo ich vier Tank Tops zu einem Spottpreis ($ 3,95 das Stück) erstand.

Auf der Rückfahrt nach Kekaha sahen wir den Sonnenuntergang nur vom Hwy. aus:

Zum Abendessen gab es Hühnerfrikassee mit Kartoffeln, das essen wir sehr gerne.

Für morgen wissen wir dzt. nur eines: Wir werden mit unserer Freundin in Wrangler’s Steakhouse zum Dinner sein :) :)

 

Mittwoch, 14. Juni 2017:

Gestern spätabends hatten wir Starkregen, der einfach nicht enden wollten und Gewitter, deren Blitze immer wieder kurzfristig unser Haus von innen beleuchtete. Donner hörten wir jedoch nur selten.

Heute morgen standen wir etwas gerädert auf, denn durch den prasselnden Regen hatten wir nicht besonders gut geschlafen.

Wieder Erwarten konnten wir unser Frühstück am Lana’i genießen. Anschließend fuhren wir zu unserer Freundin, wo es wieder viel zu erzählen gab. Seit einer Ewigkeit spielt sie Sonntag für Sonntag in einer der zehn Kirchen von Waimea die Orgel und sie versprach, dass wir die Kirche von innen sehen können. Die Kirchen sind nämlich ansonsten geschlossen, da es viel zu viele Obdachlose gibt, von denen man befürchtet, dass sie es sich in der Kirche gemütlich machen. Wann sie uns die Kirche zeigen wird, stand in diesem Moment nicht fest, sie muss das mit anderen Terminen koordinieren und wird uns anrufen.

Von ihrem Grundstück aus fotografierte ich den Waimea River. Waimea heißt übersetzt „rotes Wasser“ und heute war es durch die zuvorigen massiven Regenfälle wirklich rot (warum es mein Fotoapparat mehr in braun dargestellt hat, wird wohl sein Geheimnis sein). Die Einheimischen nennen es „Alaka’i Swamp Water“.

Wir verabschiedeten uns, fuhren nach Hause und ich bereitete ein kleines Lunch zu.

Auf dem Weg nach Lihu’e legten wir einen Stopp bei der Kaua’i Coffee Comp. ein.

2015 hatte die Kaua’i Coffee Comp. in der Nähe des Parkplatzes eine übergroße Kaffeetasse stehen. Ich stieg über den Rand, das war ein witziges Fotomotiv. Doch 2016 war die Kaffeetasse verschwunden, was wir schade fanden.

Heute dann die Überraschung! Die Kaffeetasse ist wieder hier :) Allerdings wurde ihr an der linken Seite ein Stück entfernt, damit man leichter einsteigen kann:

Weiter ging es nach Lihu’e. Zum Home Depot, Target, Safeway - war da noch etwas?

Da Michi im „Shopping Rausch“ war, ging es zum Kukui Grove SC weiter. Meine Güte, da stehen viele Läden leer! :( Es war auch kaum Betreib und das Shopping Center machte den Eindruck eines Geister Shopping Center.

Zwischendurch läutete Michis Phone, unsere Freundin war dran. Wir treffen uns morgen Vormittag bei der Kirche.

Erstaunlich, wie viel Zeit wir im Shopping Center verbrachten. Überall gucken und gucken - auch dabei vergeht die Zeit ;D

Dass es zwischendurch immer wieder kurz, aber sehr heftig geregnet hat, erwähne ich nur am Rande.

Am Rückweg nach Kekaha regnete es immer wieder sehr stark, erst kurz vor Kekaha stoppte der Regen.

Der Himmel war jedoch voller Wolken, sodass wir nicht die paar Meter zum Strand gingen, um ein Sonnenuntergangsfoto zu versuchen.

 

Dienstag, 13. Juni 2017:

Mit nur wenigen Minuten Verspätung kamen wir beim CCC Camp an, was dort überhaupt keine Rolle spielt, denn für die anderen ist Pünktlichkeit grundsätzlich ein Fremdwort ;D

In der Folge hieß es erstmal warten, denn jener Herr, der den Schlüssel für die Exclosure hat, tauchte einfach nicht auf und auch ein zuständiger Herr vom DLNR nicht. Gut, beide mögen vielleicht angerufen haben, aber in Koke’e funktioniert kein Handy. Katie und andere haben ein Verizon, auch das funktionierte nicht.

Mit einer weiteren Verspätung über 1,5 Stunden fuhren wir los und zwar in die unmittelbare Nähe des Kalalau Lookouts, dort stellten wir beidseits die Autos in der Wiese ab und gingen zur Exclosure, die fest verschlossen war. Also hieß es weiter warten und das bei schönstem Wetter, wo wir schon längst arbeiten hätten können. Vielleicht kommt C. mit dem Schlüssel? C. kam nach weiteren 30 Min., jedoch ohne Schlüssel, sie wusste gar nichts davon und kam nur deswegen zu uns, weil sie die Autos am Straßenrand stehen sah.

Mittlerweile war auch ein Botaniker gekommen, der unglaublich viel Wissenswertes erzählte. U. a., dass es Pflanzen in Koke’e gibt, die derzeit keinen Namen haben, weil sie völlig unbekannt sind. Er selbst hat in den letzten Jahren sehr viele Pflanzen selbst bestimmt, rund 50 Pflanzen sind nach ihm benannt.
Er arbeitete bis zur Rente im National Botanical Garden und wurde von diesem aus in die Südsee geschickt, da es dort auch noch sehr viele Pflanzen gibt, die unbekannt waren.

Mehr folgt später in meinem ausführlichen Reisebericht.

Katie war dann langsam am Verzweifeln, weil wir nur herum standen und fragte den Botaniker, was er meint, was wir tun sollen. Er antwortete, das tun, was er immer macht und zwar über den Zaun steigen.

Damit ist ein mindestens 2,5 m hoher wackeliger Wildschweinzaun gemeint, wie soll ich das mit meinem verrückten Knie schaffen? Ich habe nicht die geringste Lust mir mein Knie auszukegeln und wenn doch, würde ich den anderen nur Unannehmlichkeiten bereiten - das war ganz und gar nicht in meinem Sinn. Ok, meinte Katie, es gibt auch außerhalb der Exclosure mehr als genug zu tun, dort ist das Gelände ebener und ohne überklettern irgendeines Zaunes zugänglich. Michi und ich machten uns eifrig an die Arbeit - endlich!

Immer wieder begann es zu regnen, hörte aber bald wieder auf, um kurz darauf verstärkt zu regnen. Lieber Petrus, drehe die Gießkanne ab!

Petrus hörte unsere Bitte nicht, der Regen wurde immer stärker und Michi und ich beschlossen, zum Picknicktisch unter dem großen Baum zu gehen, um etwas zu trinken. Schon kamen die anderen über den Zaun zurück geklettert. Katie sagte, sie dürfen heute nicht in der Exclosure arbeiten, wenn das Tor nicht geöffnet ist und um Ärger zu vermeiden, trat Katie mit den anderen Volunteers den Rückweg an.

Der Regen mutierte zum Sturzregen, gemeinsam picknickten wir, Regenjacken hatten wir an, aber die Hosen waren innerhalb von Sekunden klatschnass.

Katie meinte dann, der Regen hört heute wohl kaum mehr auf und in der kommenden Nacht soll es heftige Gewitter geben, wir beenden unsere Arbeit.

Wir alle gaben unsere Werkzeuggürtel in ihr Auto und dann fuhren wir nach Hause.

Na lieber Himmel! Wie wir aussahen! Fast nicht mehr zum Erkennen! Aber so ist das nun mal, wenn man unter Büsche kriecht, um irgendwelchen nicht endemischen Pflanzen den Garaus zu machen.

Am späten Nachmittag fuhren wir zum Salt Pond Beach und warteten dort den Sonnenuntergang ab. Ein schöner Abschluss des heutigen Tages:

 

Für morgen hätten wir viele Pläne, mal abwarten, welchen Plan uns Petrus genehmigt. Ist ja nicht ganz einfach mit dem Mann ;)

 

Montag, 12. Juni 2017:

Ich habe euch vorenthalten, was uns unsere Freundin schenkte. Wunderschöne tropische Blüten aus ihrem Garten, die Apple Bananas wachsen ebenfalls auf ihrem Gelände, nur die Squash Melon nicht:

Heute stand als erstes der Maha’ulepu Heritage Trail vom Maha’ulepu Beach bis zum Kawailoa Beach am Plan. Weiter kommt man nicht.

Etwas links im Bild ein Teil des Kawailoa Beach:

Dürfte man weiter laufen, würde man nach kurzer Zeit zum Haula Beach kommen, doch dieser blieb uns verwehrt:

Blick vom Zaun zum Kawailoa Beach:

Wir gingen zurück und überlegten nicht lange, denn die Plantation Gardens (frühere Moir Gardens, die auf dem Gelände der jetzigen Kiahuna Plantation West Entrance liegen) wollten wir endlich besuchen.

Plantation Gardens ist sehr klein, man sieht zu sicherlich 90 % Orchideen, ein Traum für jeden Orchideen-Liebhaber!

Gegen Abend gab es endlich einen schönen Sonnenuntergang, fotografiert, wie schon letztes Jahr einige Male, vom Kekaha Beach aus:

Morgen heißt es früh aufstehen, denn Volunteering in der Exclosure im Koke’e SP steht am Plan.

 

Sonntag, 11. Juni 2017:

Das Lawa’i International Center, auf dem sich die 88 shrines befinden, ist nur am 2. und 4. Sonntag des Monats geöffnet. Letztes Jahr verpassen wir es bzw. standen genau an einem Sonntag dort, der weder der 2. noch der 4. Sonntag war.

Die 88 shrines befinden sich auf einem Hügel, in Serpentinen steigt man hoch. Wenn man möchte, bekommt man zuvor einen Wanderstecken.

Auf unserer Tour um 12 Uhr waren sehr viele Teilnehmer, aber wir hatten noch nicht mal ein Viertel gesehen sah ich, dass andere schon wieder unten waren und mit dem Autos wegfuhren. Für diese Touristen war es wohl ein Punkt zum Abhaken auf ihrer Liste. Für uns jedoch nicht, wir benötigten unglaublich viel Zeit und waren erst um 13:45 zurück - die letzte Tour des Tages begann um 14:00, somit waren wir immerhin rechtzeitig zurück.

In meinem ausführlichen Reisebericht wird es dann später genauere Infos geben. Hier vorerst nur ein paar Fotos.

In jedem Shrine sind mehr oder weniger viele Gaben drinnen, die teilweise sehr unterschiedlich sind.

Das weitere von unserem Besuch bei unserer Freundin schrieb ich schon gestern. Fotos davon wird es auch in meinem ausführlichen Reisebericht nicht geben, da ich - bis auf einen Gast - niemanden gefragt habe, ob ich die Fotos online stellen darf.

Dieser eine Gast ist jener, der bereits etliche Bücher über die Hawaiian history schrieb, von ihm und mir wird es in meinem ausführlichen Reisebericht ein Foto geben.

 

Samstag, 10. Juni 2017:

Der Wecker riss uns sehr früh aus dem Schlaf, wir wollten nämlich zur Flower Parade anlässlich des King Kamehameha Day nach Lihu’e fahren.

Während wir auf dem Lana’i frühstückten, begann es zu tröpfeln und später richtig zu regnen. Mist! Richtung Osten sah der Himmel dunkelgrau aus. Na, das kann ja heiter werden. Blumen brauchen zwar Wasser, aber bitte nicht während der Floral Parade.

Wir kümmerten uns nicht um den Regen und fuhren nach Lihu’e, wo wir sehr nahe der Rice Str., dem Ort der Parade, einen Parkplatz bekamen. Doch es schüttete und schüttete, weswegen wir vorerst im Auto sitzen blieben. Intelligenter Weise hatte ich mein Regencap im Haus vergessen.

Nach 30 Min. wurde der Regen weniger und wir gingen zur Rice Str., wo wir zur Floral Parade zurecht kamen.

Für den dunklen Himmel auf den Fotos kann ich nichts, das war Petrus!

Anschließend liefen wir noch ein wenig übers Festgelände, als es wieder zu regnen begann, gingen wir zum Auto und fuhren zum Walmart sowie anschließend zum Safeway.

Ich kann mich noch so bemühen, mit dem Safeway werde ich nicht warm. Die meisten Preise der von uns gewünschten Produkte sind deutlich höher als beim Foodland. Daher fuhren wir zum Foodland nach Kapa’a und kauften dort ein paar Kleinigkeiten.

Nicht um alles in der Welt wollte es zum Regnen aufhören, Richtung Norden sah es noch grimmiger aus, deshalb beschlossen wir, die Rückfahrt anzutreten.

Zu Hause angekommen beförderte ich die Wäsche in die Maschine und dann in den Trockner, wir schlürften dazwischen Kaffee, Michi genehmigte sich ein kleines Kuchenstück dazu und ich ein zuckerfreies Eis.

Nun war die Zeit zum Bügeln gekommen. Wir wollen auch im Urlaub nicht mit zerknitterten Klamotten herum laufen und bügeln stört mich in keinster Weise.

Für morgen Vormittag hätten wir rein theoretisch einen Plan, aber was Petrus dazu sagen wird, wissen wir noch nicht. Am Nachmittag sind wir bei unserer Freundin eingeladen, es kommen auch zahlreiche weitere Gäste, von denen wir jedoch nur wenige kennen. Das ändert sich dann ab morgen. Wir freuen uns darauf und ich hoffe, Katie kocht wieder Taro, das sie dann in Scheiben geschnitten mit flüssiger Butter überträufelt. Das schmeckt so was von lecker!

 

Freitag, 9. Juni 2017:

Heute gibt es nicht viel zu berichten. Wir schliefen etwas länger (ok, 15 Min. mehr ;)), frühstückten sehr gemütlich am Lana’i und während wir zusätzlich der Katze, die mehr und mehr zutraulich wird zusahen, wurde der Himmel immer dunkler.

Das machte uns überhaupt nichts aus, denn heute stand keine Wanderung am Plan, da ich mir während der gestrigen Wanderungen eine sehr große Blase gelaufen habe, die noch dazu eitrig wurde.

Wir wollten ohnehin schon längst unsere Freundin in Waimea besuchen, also passte das heute recht gut. Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten sehr groß, unserer Freundin entschlüpften sogar ein paar Tränchen, so sehr freute sie sich. Wir saßen lange beisammen, sie erzählte, was sich alles getan hat, als wir letztes Jahr hier waren und dass der Mann ihrer Enkelin nun Captain bei Capt. Andy’s arbeitet. Fallweise wird er auch als Koch gebraucht, dann stellt er sich zum Grill und bereitet das köstlich schmeckende Essen zu.

Die Zeit verging wie im Flug, kein Wunder, wenn man so viel zu erzählen hat. Nach längerer Zeit verabschiedeten wir uns, ich bat sie aber, Katie auszurichten, dass wir dieses Jahr nicht volunteeren werden, da ich mir vorgestern mein linkes Knie auskegelte und anstrengendes Volunteering in anspruchsvollem Gelände für mich dzt. nicht machbar ist.

R. fand es zwar schade, sagte aber, dass es unter diesen Umständen vernünftiger ist, aufs Volunteering zu verzichten.

Wir fuhren Richtung Süden und bummelten durch die Shops at Kukui’ula. Sie sind nicht hochmodern und gerade das gefällt uns gut.

U. a. sahen wir diese enorm großen gelben Hibisci. Michis Handteller wirkte wie eine Kinderhand dagegen:

Wir spazierten zum Auto.

Nun ging es zu den Plantation Gardens in den Kiahuna Plantations in Poipu. Als wir aus dem Jeep aussteigen wollten, begann es zu schütten. Wir warteten einige Zeit, doch das half nichts. Der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet.

Na gut, dann eben nicht. Wir wollten heute ohnehin nicht so spät zu Hause sein, also fuhren wir zurück und setzten und mit Kaffee und zuckerfreiem Eis auf den Lana’i. Hoffnung auf einen tollen Sonnenuntergang hatten wir nicht und vom Lana’i sahen wir, dass zwar die Sonne irgendwann untergegangen ist, aber nicht so, wie wir es uns gewünscht haben.

Ich warf dann mein Notebook an und sah eine Mail von Katie. Nächste Woche würde sie sich freuen, wenn wir beim Volunteeren helfen würden und es wäre in nicht anspruchsvollem Gebiet, nämlich dort, wo wir ohnehin schon 2x waren. Ok, das ist machbar für mein Knie.

Kurz darauf kam eine zweite Mail von ihr. Wir sind am Sonntag Nachmittag bei ihnen eingeladen, es findet im Haus von unserer Freundin statt, da dieses Haus ziemlich groß (und urgemütlich ist!). Wir sollen unbedingt kommen. Nichts fällt uns leichter als das! :)

 

Donnerstag, 8. Juni 2017:

Da ich mir gestern Abend im Haus das linke Knie auskegelte, sollte es heute fußtechnisch keine herausfordernde Wanderung sein. Wir entschieden uns für die Ha’ele’ele Ridge Road (Trail 2) westlich der Koke’e Rd.

Heute war ein normaler Wochentag, das bedeutete, dass viele Ridge Roads ab der Koke’e Rd. gesperrt waren und man sie nur über die Contour Rd. erreichen konnte. Um zur Ha’ele’ele Ridge Rd. zu gelangen, musste ich etliche Meilen auf der Contour Rd. fahren, die zeitweise in einem nicht besonders guten Zustand ist. Aber mit 4L beim Wrangler war es gut machbar, nur konnte ich kaum mehr als 10 mph fahren. Kein Problem, wir sind ja im Urlaub :)

Die Ha’ele’ele Ridge Road ist eine zu Beginn sehr breite Fahrpiste, die sich sehr gut laufen lässt.

Weiter unten wird sie schmäler und weist tiefe Spurrinnen auf.

Noch vor dem Ende der Ha’ele’ele Ridge Rd. hatten wir einen sehr guten Blick nach Ni’ihau sowie zum Atoll Lehua zur Rechten.

Es war brütend heiß, die Sonne knallte auf uns herab und wir verzogen uns in den spärlichen Schatten, um unser Mitgebrachtes zu verspeisen.

Lange blieben wir hier sitzen und hörten den Vögeln zu. Andere Geräusche fehlten, es war unglaublich ruhig und schön.

Wir wären gerne viel länger sitzen geblieben, aber es lagen etliche Kilometer bergauf vor uns und wir mussten schweren Herzens den Rückweg antreten.

Je mehr wir bergauf gingen, umso dunklere Wolken zeigten sich am Himmel.

Zum Glück blieben die Wolken dicht, dafür floss uns der Schweiß in Strömen herunter. Immer wieder legten wir Trinkpausen ein.

Wieder am Trailhead angekommen fuhren wir die Contour Rd. zurück zur Koke’e Rd. und nach Hause, wo wir uns einen kühlen Kaffee mit zuckerfreiem Eis gönnten. Hmmm, lecker!

Mittwoch, 7. Juni 2017:

Heute legten wir einen speziellen Tag ein, nämlich etliche verschiedene Fotos für meine Freundin auf Gran Canaria zu schießen. Seitdem wir in Urlaub sind, versorge ich sie täglich mit Fotos via WhatsApp und ich merke, wie sie aufblüht. Das „Mitreisen“ in unserem Urlaub tut ihr sichtlich gut und die enormen Belastungen durch den schweren ärztlichen Kunstfehler treten etwas in den Hintergrund, wie sie schreibt.

Als Erstes liefen wir ein Stück am Kukui Trail, denn der Blick in den Waimea Canyon ist auch beim 17. Hawai’i-Urlaub immer noch umwerfend - und wird es wohl immer bleiben.

Am Kukui Trail:

Weiter unten legten wir im Schatten eines Baumes eine Trinkpause ein, von dieser Stelle entstand das nachfolgende Foto:

Am Iliau Nature Loop Trail fotografierte ich eine wunderschöne Iliau-Blüte:

Von einem namenlosen Lookout aus konnten wir sehr gut die Waipo’o Falls sehen:

So sieht die Mohihi Rd. in unmittelbarer Nähe des Ditch Trailheads nach der „Renovierung“ aus. Grobe scharfkantige Steine wurden auf der Piste verteilt, großteils auch deswegen, um die früher existierenden riesigen Löcher aufzufüllen:

Der „neue“, inoffizielle Ditch Trailhead (der Trail wird seit langem nicht mehr gewartet):

Wer den Trailhead von früher nicht kennt, findet ihn wohl kaum.

Ziemlich zu Beginn des Ditch Trails ist zur Rechten ein kleiner Pool mit Zufluss:

Am Ditch Trail:

Für morgen hätten wir uns - je nach Wetter - entweder eine der Ridge Roads westlich der Waimea Canyon Rd. oder Koke’e Rd. vorgenommen, alternativ, wenn es dort regnet, den Maha’ulepu Trail im Süden der Insel. Am Abend kegelte ich mir jedoch im Haus mein linkes Knie aus und stürzte innerhalb einer Millisekunde auf den Boden. Autsch! Das bedeutet, dass wandern morgen höchstwahrscheinlich flach fällt :(

 

6. Juni 2017:

Ein Trail im Waimea Canyon oder Koke’e SP kam heute nicht in Frage, da es gestern dort geregnet hatte. Kein Problem, wir wollten nach vielen Jahren wieder einmal einen Teil des Powerline Trail North laufen.

Am Trailhead knallte die Sonne unbarmherzig auf uns herunter, die paar Wölkchen brachten keinen Schatten.

Der Trail wird schon lange nicht mehr gewartet.

Frohen Mutes zogen wir los, außer uns war niemand hier unterwegs.

Es dauerte nicht lange, war vor uns ein Wasserloch über die gesamte Piste. Es ließ sich jedoch auf der rechten Seite gut umgehen.

Nach etwa einer Meile sahen wir einen Pfad nach rechts, dem wir für nur kurze Zeit folgten. DER perfekte Picknickplatz! Ein Wasserfall zur Linken, den wir rauschen hörten.

Und mit dieser Aussicht:

Nach einiger Zeit liefen wir weiter, ein Wasserloch folgte dem anderen, aber wir hatten keine Probleme damit, sie zu umgehen.

Doch dann kam ein See über die gesamte Piste und darüber hinaus, an eine Umgehung war nicht zu denken und barfuß wollten wir nicht durchlaufen. Die Länge war gut und gerne 30 m wenn nicht mehr.

Am Foto ist nur ein wenig davon zu erkennen, denn ich entdeckte just an dieser Stelle eine seltsame Frucht:

Wir kehrten um, gerieten in einen Platzregen und fuhren nach Princeville, um kurz durch das Shopping Center zu schlendern. Weiter ging es nach Hanalei, wo „unser“ Café leider gerade zusperrte, es war erst kurz nach 17 Uhr! Na gut, dann eben nicht. Insgesamt gesehen war in Hanalei wieder der Teufel los, von Jahr zu Jahr wird es mehr :nono

Zeit zum umdrehen und wir stoppten erst wieder bei der Wildschweinfarm:

Zwei Wildschweine zeigten reges Interesse an meiner Kamera :)

In Kapa’a legten wir einen Stopp beim Foodland ein und kauften u. a. einige French Bread, die ich zu Hause einfror. Der Big Save Market in Waimea hat bis auf weiteres kein French Bread, wie uns gesagt wurde.

Erst gegen 21 Uhr kamen wir nach Hause.

Was morgen am Plan steht? Das wüssten wir auch gerne :)Pläne hätten wir viele, aber wir wissen nicht, mit welchem Petrus einverstanden ist.

Montag, 5. Juni 2017:

Beim Frühstück beschlossen wir, den Kalepa Ridge Trail zu laufen. Je höher wir die Koke’e Rd. fuhren, umso mehr verschlechterte sich das Wetter, zeitweise regnete es sogar ein wenig. Die Sicht war gleich null.

Nein, noch weiter hoch zu fahren, würde uns nur Zeit stehlen, denn den Kalepa Ridge Trail oder andere Trails im Koke’e SP laufen wir bei diesem Wetter nicht. Es gibt schließlich Alternativen :)

Ab mit uns in den Süden nach Poipu, genauer gesagt zum Shipwreck Beach. Wir wollten ein Stück am Maha’ulepu Heritage Trail laufen. Er gefällt uns riesig gut.

Bei traumhaft schönem Wetter stapften wir los. Hier einige Impressionen:

Als es dann zu regnen begann, störte uns das nicht, denn wir wollten ins Poipu Shopping Center fahren, in der Hoffnung, dass ich eine wasserfeste Hülle für mein iPhone bekomme.

Kurz darauf liefen wir wieder in der Sonne und schwitzten um die Wette.

Es war traumhaft schön und wir möchten den Trail in diesem Urlaub wenn möglich noch einmal laufen, aber dann weiter als heute.

Noch vor dem Poipu Shopping Center fuhren wir zum Spouting Horn. Heute blies nur das kleine, das große hatte anscheinend Urlaub :)

In der linken kleinen Bucht (rechts vom Spouting Horn) sahen wir wieder Honus! :)

Im Poipu Shopping Center bekam ich natürlich keine wasserfeste Hülle. Was soll’s, es gibt noch andere Möglichkeiten.

Am Heimweg machten wir beim Big Save Market einen Stopp, da wir Wasser zapften, dann ging es nach Hause. Mit Kaffee und zuckerfreiem Eis setzten wir uns in den Garten. Himmlisch!

 

Sonntag, 4. Juni 2017:

Wir frühstückten wieder am Lana’i, das ist einfach herrlich! Anschließend kochte ich 2 verschiedene Gerichte vor, die ich dann portionierte und in das Gefrierfach gab. Zwischendurch war die Waschmaschine und Trockner befüllen am Plan.

Gegen 15 Uhr fuhren wir die Koke’e Rd. hoch, da wir wissen wollten, wie weit wir in der Mohihi Rd. im Koke’e SP kommen.

Den Waimea Canyon Lookout nahmen wir mit, die anderen ließen wir sein, da sie uns zu viel Zeit gekostet hätten.

Der erste Teil der Mohihi Rd. war, bis auf die ohnehin schon bestens bekannten Schlaglöcher, sehr gut zu befahren und das Wetter war wunderschön.

Bald darauf kamen wir aus dem Staunen nicht heraus! Die drei uralten Brücken, die schon eine Zumutung zum Darüberfahren waren, wurden durch vernünftige Betonbrücken ersetzt!

Schon zuvor und auch ein wenig nach der 3. Brücke wurden die einst tiefen Schlaglöcher und Spurrillen mit größeren scharfeckigen Steinen ausgefüllt. Ein Stoßgebet zum Himmel, dass uns kein Reifen platzt. Einen Reservereifen hätten wir ja, aber nicht 2 oder 3.

Doch dann, bald nach dem Ditch Trailhead (den man schon wissen muss, wo er ist, sonst findet man ihn nicht) kam es zu einer Schlammpartie, in der das Auto dort fährt, wo es will, aber nicht dort fährt, wo ich will. Schon krass, als ich merkte, ich habe keine Herrschaft mehr übers Auto. Es schlingerte einfach von links nach rechts und retour, fiel in Schlaglöcher und kroch irgendwie heraus. Puhhh! Ein Mal und nie wieder! Halt, zurück muss ich ja auch noch.

Als das überwunden war, atmete ich tief auf (und Michi mit mir, er sagte während des „Schwimmens“ kein einziges Wort), aber nicht lange, denn noch vor dem Kawaiko’i Stream Trail bzw. Kawaiko’i Campground kam eine Stelle mit dermaßen tiefen Schlaglöchern und Spurrillen, dass unser Jeep hoffnungslos aufgesessen wäre. Wie des öfteren kommt es am Foto nicht so heraus, wie es in der Realität war.

Auf engstem Raum musste ich umdrehen, ohne Michis Anweisungen wäre es deutlich schwerer gewesen.

Und dann kam sie wieder - die „ein Mal und nie wieder“-Stelle, über die ich nun musste. Eine großzügig ausgebaute Kurve, die aber den großen Nachteil hatte, dass die Piste an dieser Stelle nicht eben war, sondern von dieser Seite stark nach rechts abfiel.

Rechts zu fahren erschien mir zu kritisch, ganz links außen erst recht, daher wählte ich die goldene Mitte, die hier mal nicht golden war, sondern mir den Schweiß auf die Stirn trieb. Wiederum machte der Jeep was er wollte und interessierte sich überhaupt nicht dafür, was ich wollte. Ich brachte das Auto langsam, aber gut um die Kurve. Von hier weg zur Koke’e Rd. war es nahezu eine „gemähte Wiese“.

Dass wir auf der Koke’e Rd. nicht bis zu ihrem Ende kamen bedeutet offenbar für unseren Urlaub, dass wir weder den Alaka’i Trail von dieser Seite, den Kohua Ridge Trail sowie den Mohihi-Wai’alae Trail nicht laufen können. Ach ja, unseren geliebten Loop - Pihea Trail und Alaka’i Swamp Trail - können wir auch nicht laufen (der Loop hat nichts mit dem bekannten Pihea Trail-Alaka’i Swamp Trail zu tun, außer dem identen Namen). Das ist bitter, wirklich sehr bitter. Wir können nur darauf hoffen, dass es jetzt längere Zeit nicht regnet, was für Koke’e eine große Herausforderung ist.

Wir kamen gerade rechtzeitig nach Hause zurück, um noch rasch einen Kaffee auf dem Lana’i genießen zu können, ehe wir zum Sonnenuntergang am Kekaha Beach eilten.

Hier stand ein Forentreffen an: Beate (= Bea) und wir trafen uns. Ihre Freundin Anna war zwar mit Beate losgegangen, aber irgendwo weiter hinten „stecken“ geblieben. Daher lernten wir Anna nicht kennen. Erst als es bereits stockfinster war, verabschiedeten wir uns. Es war mittlerweile fast 21:30 geworden.


Samstag, 3. Juni 2017:

Extrem früh standen wir heute nicht auf, denn wir flogen erst zu Mittag nach Kaua’i. Den Mittagsflug wählten wir bewusst, weil wir nicht vor 15 Uhr in Cottage können. Aber Mittagsflüge sind wirklich doof, ein ganzer Tag geht verloren.

Der Abflug von Honolulu erfolgte mit 40 Min. Verspätung und nach nur 20 Min. (!!) Flugzeit (anstatt 45 Min.) knallte der Captain den Flieger dermaßen auf die Landebahn, dass etliche Leute im Flieger vor Angst laut aufgeschrien haben.

Der Flieger war rappelvoll, auf unser Gepäck mussten wir längere Zeit warten, aber dann ging es mit dem Shuttle zu Alamo. Dort angekommen wollte ein freundlicher Herr unser Skip the counter sehen und meinte dann „you can take any 2-door from over there“.

*dummiemodusan“
„Over there“ standen keine 2-door, sondern nur 3-door und 5-door.
Wir möchten heute noch unseren Großeinkauf tätigen, also nehmen wir den 5-door (4 Türen plus eine Kofferraumtür)
„dummiemodusaus“

Es standen 5 2-door und 2 4-door dort, wir wählten einen silberfarbenen 4-door und mit diesem kamen wir auch beim Herrn mit dem Schranken vorbei. Puh! Glück gehabt! :)

Ab ging es nach Kapa’a zum Foodland. Unser letzter kleiner Einkauf auf O’ahu bescherte uns einen 5 %-Gutschein, den wir beim heutigen Großeinkauf einlösen wollten - besser geht’s nicht.

Und nun nach Kekaha, wo ich in „unserem“ Kala Beach House das Eingekaufte entsprechend einordnete, die Koffer und Kofferrucksäcke leerte und wir uns zwischendurch einen Kaffee auf dem Lana’i gegönnt haben.

Ursprünglich dachte ich, ich könnte vielleicht heute noch vorkochen, aber das ließ ich bleiben und verschob es auf morgen.

 

Freitag, 2. Juni 2017:

Obwohl wir im Besitz eines gültigen Permits für die Wai’anae Mountains sind, verschmähen wir sie auch heute - verdient haben sie es definitiv nicht. Aber auf meiner Liste wartete noch ein neues Highlights für uns - das Lyon Arboretum. Vor wenigen Jahren wollten wir ihm einen Besuch abstatten, nicht bedenkend, dass es ein Sonntag war und sonntags ist das Lyon Arboretum geschlossen. Heute war jedoch Freitag und somit passte es sehr gut.

Es wurde kein fixer Eintrittspreis verlangt, aber eine Mindestdonation von $ 5/Person - könnte man durchaus als fixen Eintrittspreis bezeichnen ;D

Vorerst meinte es das Wetter nicht gerade rümlich mit uns, aber in der Folge wurde es immer schöner - und heißer. Wir merkten die Hitze aber erst viel später, denn wir waren so von der Schönheit des Lyon Arboretum gefesselt, dass wir keine Gedanken an irgendwelche Temperaturen verschwenden wollten.

Das Lyon Arboretum ist sehr groß und obwohl wir uns mehrere Stunden dort aufgehalten haben, haben wir bei weitem nicht alles gesehen.

Hier einige meiner Fotos:

Nach dem Lyon Arboretum fuhren wir nochmals zum Ala Moana Center, wo wir uns die köstliche Clam Chowder schmecken ließen.

Im Condo machte ich mich übers Kofferpacken, denn morgen Mittag fliegen wir nach Kaua’i.

Wir freuen uns riesig, nach einem Jahr Abstinenz unsere Freunde wiederzusehen, schön gemütlich zu wandern und einfach gut gehen lassen.

Donnerstag, 1. Juni 2017:

Heute stand der gesamte Maikiki Valley Loop Trail am Programm, ein nur 2,5 Meilen langer Trail, der es aber in sich haben soll. Das wir dem zustimmen werden, hätten wir nie gedacht.

Wir begannen mit dem Kanealole Trail.

Zu Beginn war der Trail trocken und gut zu laufen, es ging stetig bergauf, kein ebenes Stück war dabei und wir sind die hohe Luftfeuchtigkeit noch nicht gewöhnt. Das war ganz schön anstrengend.

In der Folge wurde der Trail immer feuchter/nasser und dadurch rutschig und in der Folge auch am Makiki Valley Trail.

Es gab diverse Bachüberquerungen, einige davon waren über „Brücken“ gut zu gehen, auf anderen mussten wir mehr oder weniger große Steine, die im Bach lagen, zur Überbrückung nutzen.

Unglaublich, wie nass der Boden war und wie rutschig er gewesen ist. Das führte dazu, dass ich ausrutschte und völlig ungebremst auf den harten Steinen landete - die Kamera bekam ein paar weitere Schrammen ab, mehr fehlte ihr zum Glück nicht. Ich blutete an einem Finger enorm stark und meine rechte Hüfte hat seither einen großen - derzeit blauen - Fleck, der beim Liegen ganz schön weh tut. Was mich nicht umbringt, macht mich nur härter - aufgestanden, weiter geht`s!

Von einem Herrn, der seit 5 Monaten auf O’ahu wohnt bekamen wir den Tipp, über den Moleka Trail zum Bambuswald zu gehen, es sei nur eine Meile one way. Besten Dank, das machen wir doch glatt :)

Wir sahen dermaßen viele Heliconias, dass wir vor lauter Filmen und Fotografieren nicht weiter gekommen sind. Nach über einer halben Stunden sind wir erst ¼ Meile gelaufen und wir mussten auf Grund der Uhrzeit einsehen, dass wir umdrehen müssen, so schade es auch war.

Über den Maunalaha Trail, der nahezu nur aus Wurzeln besteht und ständig bergab führt, ging es dann zum Trailhead zurück.

Zurück in Waikiki ließen wir den Abend in Tiki’s Bar & Grill ausklingen. Die herrliche Live-Musik, dazu zwei Hula-Tänzerinnen, gefielen uns sehr gut.

Todmüde fielen wir später ins Bett.

Mittwoch, 31. Mai 2017:

Heute standen die Wai'anae Mountains am Programm, für die wir uns gestern das Permit holten.

Erstens kommt es anders, als man zweitens denkt...

Warum auch immer kontrollierten wir zwar bei der Jeep-Übernahme, ob das Bordwerkzeug komplett ist (ja, war es), aber wir kamen nicht auf die Idee, den Reservereifen zu kontrollieren, dabei gehört das eigentlich mehr oder weniger zusammen.

Heute, als wir in der Parkgarage standen, fertig für den Ritt zur Satellite Tracking Station Access Rd., kam Michi auf die glorreiche Idee, den Reservereifen zu kontrollieren. Schock!!! Er hatte einen Platten!!! Ok, damit fahren wir nicht in die Wai'anae Mountains, denn die dortigen Pisten sind mies, sehr mies sogar.

Es blieb uns nichts Anderes übrig, als zu Alamo zu fahren und den Jeep zu tauschen, wiederum in einen 4-door.

Schön und gut, aber für die Wai'anae Mountains war es zu spät. Was tun? Ganz einfach, endlich mal Trails nahe des DLNR laufen. Ist nicht weit zu fahren und soll wunderschön sein. Also nichts wie hin. Am Hikers Parkplatz, auf dem wir gestern schon standen, waren zahlreiche kleine Glasscherben - von einer eingeschlagenen Scheibe eines Autos. Klasse, das haben wir dort bisher nie gesehen, aber klar, es kommt wirklich überall vor.

Wir stellten das Auto ab und liefen als erstes den kurzen Arboretum Trail.

Gegenüber des oberen Trailheads, bei dem wir heraus kamen, beginnt der Makiki Valley Loop Trail, der aus 3 Trails besteht: Maunalaha Trail, Makiki Valley Trail, Kanealole Trail. In der Summe ist das ein 2,5 Meilen Loop, also recht kurz (leider!).

Wir knöpften uns als nächstes den Maunalaha Trail vor, auf dem es stetig über zahlreiche Wurzeln und Steine bergauf geht:

Nach 800 m begann es zu regnen. Mist! Der Untergrund wurde mit einem Schlag sehr rutschig und dadurch gefährlich. Langsam gingen wir zurück, das machte keinen Sinn.

Wieder bei der Kreuzung angekommen, regnete es nicht mehr. Wir waren neugierig auf den Kanealole Trail und liefen ein Stück entlang.

Auf diesem Trail fällt auf, dass viele Pflanzen beschriftet sind.

Hier die Blüte eines Montains Apple:

Und eine Heliconia:

Ich überlegte leise vor mich hin... Da heute die Wai'anae Mountains nicht wurden, stehen sie für morgen am Programm. Sie sind für uns der schönste Teil von O'ahu, wir waren schon sehr oft dort oben, liefen alle Trails, die es dort gibt, teilweise sogar mehrfach. Was machen wir morgen dort schon wieder?

So viele neue Trails stehen auf meinem Plan, sollen wir diese denn schon wieder verschieben, nur damit wir etwas laufen, was uns sehr gut gefällt? Nein, das ist doch Unsinn und dann machte ich Michi den Vorschlag, die Wai'anae Mountains sein zu lassen und statt dessen morgen diesen anscheinend wunderschönen Loop zu laufen. Ev. dann auch die Manoa Falls dazu? Anbieten würde es sich, denn sie sind ja in der Nähe. Und wenn wir schon dabei sind, könnten wir doch auch den Tantalus Drive endlich wieder einmal fahren, das war schon lange nicht mehr der Fall. Michi: Warum nicht? Dein Vorschlag gefällt mir. Beide glücklich mit dieser Entscheidung drehten wir um und wollten heute noch ein paar Fotos von Waikiki, dem Waikiki Beach sowie dem Sonnenuntergang dort schießen. Meine Freundin wünscht sich viele, viele Fotos, diesen Wunsch erfülle ich ihr sehr gerne. Also ab nach Waikiki.

Ein wunderschöner Tag im Paradies neigt sich seinem Ende zu.

 

Dienstag, 30. Mai 2017:

Am Vormittag fuhren wir zum DLNR, um uns das Permit für die Sattelite Tracking Station Access Rd. ausstellen zu lassen. Im Büro angekommen fielen wir fast in Ohnmacht. Jene Lady, die uns vor Jahren die Permits ausstellte und dafür rund 2 Stunden (!) benötigte, war heute wieder hier! Doch zum Glück gerieten wir an ihren Kollegen, von dem wir das Permit sehr rasch bekamen.

Schon vor Tagen mailte ich mit Peter und erfuhr dadurch, dass er heute und am Donnerstag in seinem Toy Train Museum ist.


Peter, ein vor Jahrzehnten nach Hawai’i ausgewanderter Schweizer, hat das Toy Train Museum am Gelände der Hawaiian Railway Society in Ewa errichten lassen und die große Spielzeugeisenbahn hat er selbst gebaut, mit so vielen Details, dass man mit dem Gucken nicht nachkommt.

Heute war die Spielzeugeisenbahn bereits in Betrieb, am 19. Juni 2017 wird sie offiziell eröffnet.

Hier ein paar Fotos davon:

Wer die Kosten für all das trug und immer noch trägt? Die Antwort ist einfach: Peter!

Ein Update meiner Info-Seite über Peters Toy Train Museum wird es nach meinem Urlaub geben, zusammen mit einem Video, das ich heute dort gedreht habe.

Morgen sollte das Wetter im Nordwesten passen, denn wir möchten in die Wai'anae Mountains fahren. Permit und Reisepässe liegen bereit, der Jeep ist voll getankt :)


 

Montag, 29. Mai 2017:

Heute stand als Erstes der Diamond Head am Plan. Auch wenn es eine Massenwanderung ist, dieses Highlight sehen wir uns alle paar Jahre mal an.

Der Blick vom Gipfel nach Honolulu mit Waikiki ist traumhaft:

Am Nachmittag gingen wir zu Fuß zum Ala Moana Beach Park. Angeblich waren 50.000 Besucher dort, um am Lantern Floating teilzunehmen. Hier ein paar davon:

Zahlreiche Leute haben die Laternen beschriftet und/oder mit Bildern versehen:

Das Lantern Floating habe ich mit 2 Kameras fotografiert, unzählige Fotos habe ich, jedoch sind nur 2 davon halbwegs vorzeigbar (keine Ahnung, warum):

Zu Fuß ging es dann wieder nach Ost-Waikiki zurück.

 

Sonntag, 28. Mai 2017:

Beim Blick nach draußen zeigte sich schönstes Wetter. Wir überlegten, nach vielen Jahren endlich mal wieder auf den Diamond Head zu gehen, aber mein Schnupfen und Husten quälten mich sehr, zudem musste ich Wäsche waschen - also ließen wir den Diamond Head sein.

Auf einmal sieht Michi einen Heli über dem Diamond Head "stehen". Mir schoss nur eines durch den Kopf: Es muss jemand geborgen werden. Mit der Tele und scharf gezoomt sind diese Fotos entstanden:

Auf unten stehendem Foto hat der Heli bereits das Seil abgelassen:

Und das, was ich erwartet habe:

Da wir täglich mehrfach junge Kakerlaken zum Entsorgen haben, kontaktiere ich heute Sky, die Besitzerin des Condos, per Mail. Sie reagierte umehend (wie ich es von ihr gewöhnt bin) und schickt morgen die Pest Control vorbei. Das ist sicher gut so, denn die jungen Kakerlaken werden, wenn man nichts dagegen unternimmt, nur größer und sind dann richtig ekelhaft. Zukünftige Mieter des Condos sollen sie gar nicht erst zu Gesicht bekommen. Sky war richtig dankbar, dass ich sie darüber informiert habe. Klar, andernfalls kann sie nichts dagegen unternehmen, wenn sie nichts davon weiß.

Anschließend gingen wir zum neuen International Market Place.

Tja, was soll ich sagen? Ich wusste schon längst, wie er aussehen wird, welche Läden dort sind, aber beim Betreten dieses hochmodernen Shopping Centers zog ich unwillkürlich Vergleiche zum alten International Market Place, der sooo viel Flair ausstrahlte. Teure Sachen konnte man am alten International Market Place nicht erwerben, aber das hat auch niemand erwartet, der ihn besuchte. Beim neuen International Market Place kann man hingegen nur teure Dinge kaufen. Ob das der Grund ist, dass heute so wenig Leute dort waren?

Immerhin musste der alte Banyan Tree nicht gefällt werden, das wäre ja etwas gewesen...

Hier können sich Kinder ein wenig austoben:

Es gibt einen Super Market, der so gut wie ausnahmslos fernöstliche Produkte anbietet. Auch Restaurants sind vorhanden, die wiederum stark fernöstlich angehaucht sind. Überall Soja, Soja, Soja - wo sollte ich hier mit meiner Sojaallergie etwas essen?

Das seinerzeit super gemütliche Baumhaus musste weichen, an dessen Stelle wurde ein neues Baumhaus errichtet. Wo ist das ursprüngliche Flair geblieben?

Auf einer der Ebenen finden sich gemütliche Sitzecken:

Nach längerer Zeit verließen wir den International Market Place. Ob wir ihn ein zweites Mal besuchen werden, ist zweifelhaft. Wenn shoppen, dann im Ala Moana Center.

Wieder zurück im Condo holten wir uns im Banyan Breeze Coffee zwei Espresso, Michi gönnte sich einen Lemon Cake. Damit fuhren wir zu unserem Condo hoch und genossen das Mitgebrachte mit Blick zum Diamond Head auf dem Lanai.

Dann machten wir es uns mit der mitgebrachten Lektüre gemütlich. Endlich habe ich mal wieder Zeit, ein Buch zu lesen.

Morgen ist Memorial Day. Am Vormittag planen wir im Moment den Diamond Head und am Nachmittag möchten wir zum Ala Moana Beach Park gehen. Mit Beginn der Dämmerung beginnt das Lantern Floating, das wir uns wieder einmal ansehen möchten.

 

Samstag, 27. Mai 2017:

Wir sind vergangene Nacht gut gelandet, alles verlief problemlos. Wir nahmen uns einen 4-door Jeep Wrangler, weil gar kein anderer vorhanden war :)

Ab FRA hatte ich kein Internet und das Internet im Condo funktionierte nicht. Heute kam auf vermehrtes Drängen unsererseits ein Herr vorbei und bringt das Internet zum Laufen.

Von der LH habe ich das jährliche Geschenk bekommen: Den LH- Virus. Obwohl wir erst um 3:30 ins Bett gegangen sind, wachte ich um 7:30 auf, aber nicht weil ich Jetlag hatte, sondern enorme Halsschmerzen.

Michi schlief selig vor sich hin, daher wartete ich im Bett, bis der Wecker um 10:00 läutete. Das Frühstück ließen wir uns schmecken und fuhren dann zum Ala Moana Center. Dort gibt es u. a. einen AT&T-Laden, in dem wir uns je eine SIM-Card für Michis Android, mein iPad sowie mein iPhone kauften. Endlich wieder Internet!

Nun ging es ins Condo zurück. Ich schnappte meine Kamera und wir gingen zum Waikiki Beach, denn heute sollte noch die "king tide" sein, also ein ungewöhnlich hoher Gezeitenspiegel.



Da wir gestern nur einkauften, was wir fürs Frühstück benötigen, war heute der normale Einkauf dran, den wir wieder beim Foodland erledigten. Schon praktisch, dass der Foodland nicht weit entfernt ist, denn er ist doch um etliches "preiswerter" als die Food Pantry.

Endlich ging auch das Internet im Condo wieder! Da sieht man mal, wie sehr man sich daran gewöhnt hat, Internet zu haben...

Was wir morgen unternehmen, wissen wir noch nicht. Es hängt davon ab, wie es mir geht. Lassen wir uns überraschen.

 

Donnerstag, 25. Mai 2017:

In all den letzten Wochen konnten wir nicht so viel schlafen wie heute, nämlich 6 Stunden. Das war echt gut und das haben
wir auch gebraucht.

Wir frühstückten im Hotel, aber nicht im Restaurant mit "all you can eat" für € 26/Person, sondern hinter der Bar. Dort gibt es das sogenannte "kleine Frühstück", wobei man sich dazu - selbstverständlich gegen Geld - noch alles Mögliche vom Buffet wünschen kann. Das war um Ecken preiswerter, denn Sonderwünsche hatten wir keine.

Zurück im Zimmer richtete ich unsere Tagesrucksäcke her. Um 11 Uhr trafen wir uns mit Heike in der Lobby und wir fuhren in die Gegend vom Römer. Heute am Feiertag - und, wie uns Heike aufklärte, gleichzeitig am Vatertag - war enorm viel los. Als Erstes enterte Heike das Tourismusbüro, um eine geführte Tour zu buchen. Für mich aber nicht, da ich nicht wollte. Das ist nichts für mich. Michi bezahlte und wir zogen los. Für mich, die Städte überhaupt nicht mag (was keine Neuigkeit ist) ging es erst nach einiger Zeit zu einer schönen Parkanlage, die auch großteils im Schatten lag. An solch einem heißen Tag wie heute war das gerade Recht.

Zwischendurch bestellten wir uns etwas zum Trinken, den Rest vom Inhalt der Mineralwasserflasche durfte ich mitnehmen, wie mir eine Angestellte sagte. Pünktlich um 15 Uhr waren wir wieder beim Tourismusbüro, kurz darauf startete die 1-stündige Tour. Ich hockte mich zuerst auf eine im Schatten befindliche Stiege, um das Treiben zu beobachten, außerdem war es hier noch am "leisesten", soweit man das heute sagen konnte. Später schlenderte ich ein wenig herum, ging auch Richtung Main, aber dort war ein Höllenlärm! Also ging ich wieder zurück und wartete, bis die Stunde um war.

Wir spazierten dann zum anderen Mainufer, gingen dort noch ein wenig entlang und fuhren nach einiger Zeit zum Hotel zurück. Heike steuerte direkt das Restaurant "Forsthaus" an, das zum Hotel gehört. Sie bestellte sich eine "Entenbrust rosa gebraten (oder so ähnlich), wir nur Getränke. Das Abendessen für heute hatten wir gestern schon gekauft und das hätten wir wegschmeißen müssen, was wir nicht gewollt hätten. Kurz nach dem Essen verabschiedeten wir uns und eilten zum Hotel, wo gerade der Shuttle vorfuhr. Gutes Timing! Ab zum Tegut, 2 Brötchen für heute Abend gekauft und wie durch ein Wunder erreichten wir den nächsten Shuttle zum Airport zurück.

Im Zimmer ließen wir uns das Essen schmecken und dann hieß es für mich, einige Dinge aus dem Koffer räumen, ins Handgepäck geben; Klamotten für eine ungeplante Übernachtung fürs Handgepäck herrichten u.v.m.

Michi schlief zwischendurch beim Fernsehen ein, so geschafft war er, mich hielt das weitere Packen halbwegs munter.

Morgen mussen wir sehr früh aufstehen und erstmals habe ich Zweifel, ob wir die Flüge von FRA nach LAX und von LAX nach HNL wirklich munter bleiben können. Wir hoffen es aber, andernfalls wird uns der Jetlag plagen.

 

Mittwoch, 24. Mai 2017:

Um 5 Uhr läutet der Wecker, doch so eilig haben wir es nicht und stehen erst 15 Min. später auf. Frühstück gibt es keines, das folgt am Airport.

Den Katzen gebe ich Brekkies, Lisa bleibt jedoch unter ihrer Bettdecke liegen. Noch den letzten Müll entsorgen, Blumen gießen, das ganze Reisegepäck ins Auto räumen, kurz Nachrichten im TV gucken, dann fahren wir zum Airport.

Da wir Premium Plus haben, können wir bereits die Koffer abgeben und dann genehmigen wir uns das Frühstück, für das wir uns viel Zeit lassen.

Es dauert nicht mehr lange, dann fahren wir mit dem Bus zum Flieger, der wieder irgendwo in der Pampa stehen wird.

Da wir in der Condor Premium Eco Sitze hatten (1 A + 1 C), war neben einer erweiterten Limitierung des Koffergewichts auch ein warmes Mittagessen inkludiert. Schon letztes Jahr schmeckte es hervorragend und so war es dieses Jahr auch.

Am späten Nachmittag landeten wir in Frankfurt und als wir gemütlich im Flieger sitzend eine Flughafenrundfahrt bekamen, war - vermute ich - jeder entspannt. Es musste ja nur noch das richtige Gate gefunden werden und das war nicht unser Problem. Beinahe wäre es aber das Problem des Piloten geworden, denn auf einmal hing jeder vornüber im Gurt.

Was war geschehen? Knapp, sehr knapp, hatte der Pilot bemerkt, dass er rechts abbiegen und nicht gerade aus weiter fahren muss. Mit einiger Geschwindigkeit war er auf der Geradeausspur, bemerkte seinen Fehler und vollzog eine Notbremsung. Gerade noch so hat er dann die Kurve nach rechts bekommen.

Mitsamt Gepäck fuhren wir mit dem kostenlosen Shuttle zum Steigenberger Airport Hotel, das wir schon bestens kennen.

Gepäck abgestellt und wieder zum Airport zurück. Wir waren auf der Suche nach sinnvollen Zeitschriften oder auch Büchern und wurden sogar fündig.
Dann noch zum Tegut, ein paar Kleinigkeiten fürs Abendessen eingekauft und wieder zum Hotel zurück, wo wir unser Abendessen verspeisten.

Morgen um 11 Uhr holt uns Heike ab. Letztes Jahr kam sie zusammen mit Carmen, aber Carmen fährt über das lange Wochenende weg.

Wir freuen uns sehr auf morgen, haben wir doch Heike 1 Jahr lang nicht gesehen!

 


 

Ihr seid herzlich eingeladen, uns auf unserer 17. Hawai'i-Reise zu begleiten, die wiederum 8 Wochen dauern wird. Ich werde aller Voraussicht nach täglich einen kleinen Tagesbericht einstellen, ab und zu mit Fotos garniert

Die neuesten Kurzberichte stehen jeweils an oberster Stelle, damit ihr nicht weit hinunter scrollen müsst. Das ist, denke ich, komfortabler für euch.

In meinem Hawai'i-Forum stelle ich den Kurzbericht ebenfalls ein, das hat den Vorteil, dass ihr dort Kommentare abgeben oder Fragen stellen könnt. Nur keine Scheu!

 

23. Mai 2017:

Der Vortag unseres Urlaubsbeginns. Wir besuchten wiederum unsere Freundin, die nach einem extrem schweren ärztlichen Kunstfehler mittlerweile bei ihrer Mutter zu Hause ist, da sie derzeit nicht alleine wohnen könnte. Sie kann noch nicht alleine aufstehen, sich niedersetzen oder sich niederlegen, nur gehen konnte sie heute zum ersten Mal ganz alleine! Was für ein Erfolg! Insgesamt hat sie noch enorme Schmerzen, aber ist willig und bat mich immer wieder, ihr beim Aufstehen zu helfen, was ich sehr gerne tat. Sie tut mir so leid!! Die Trennung fiel uns heute schwer, aber ich werde des öftern via WhatsApp mit ihr telefonieren.

Die Koffer und die Kofferrucksäcke sind fertig gepackt, das Mietauto war jedoch nicht ganz problemlos. Zuerst übernahm ich einen Renault Clio, aber kaum hatte ich das Parkhaus verlassen, leuchtete die Motorkontrolllampe an. Als umgedreht und um ein anderes Auto gebeten. Das war jedoch vorerst nicht einfach, denn ein zweiter Kleinwagen war nicht vorhanden. Wir könnten ein Auto eine Klasse höher haben, aber das kostet dann natürlich etwas mehr. Nein! Das kostet nicht mehr, denn wenn die gebuchte Wagenklasse nicht vorhanden ist, hat man Anspruch auf ein Auto der nächst höheren Klasse und zwar kostenlos. Kurz darauf bekam ich den Schlüssel für einen Seat Ibiza ausgehändigt. Na also! Geht doch!

Zu Hause gab es dann noch viel zu erledigen, das letzte Mal Wäsche waschen und bügeln und noch vieles mehr.

Am späten Nachmittag fuhren wir zu meiner Freundin, die mich umgehend bat, ihr beim Aufstehen zu helfen, was ich sehr gerne tat. Und nicht nur ein Mal, in der Zeit, wo wir bei ihr waren, nein, mehrere Male und sie konnte alleine gehen, wenn sie erstmal stand!

Der Abschied fiel ihr und mir nicht leicht, aber er musste sein. Ich habe ihr aber versprochen, sie immer wieder via WhatsApp anzurufen und sie bat mich, ihr häufig Fotos zu schicken, was ich gerne machen werde.

Vor mittlerweile 16 Tagen hing ihr Leben an einem seidenen Faden, ich bin sehr froh, dass es ihr heute so "gut" geht.

Und wohin genau wird es uns im kommenden Urlaub verschlagen?

Zuerst nach O'ahu, wo wir wieder im schon uns gut bekannten Condo im Waikiki Banyan Hotel wohnen werden.

Die nächste Insel ist Kaua'i, wo wir wiederum im uns ebenfalls schon sehr gut bekannten Kala Beach Cottage in Kekaha wohnen werden.


Und nach Kaua'i folgt Big Island. Wir freuen uns riesig, wieder bei Gisella in ihrem wunderschönen Plantation Cottage in Kea'au wohnen zu dürfen.

Meine Pläne für die einzelnen Inseln sind - wie immer - voll gefüllt. Und ebenfalls wie immer werden wir uns nicht exakt nach dem Plan richten, sondern das machen, worauf wir Lust haben.

Fix ist, dass wir auf Big Island wieder im Volcanoes NP als Volunteers 2x/Woche tätig sein werden.

Auf Kaua' sind wir eigentlich auch seit Jahren im Koke'e SP Volunteers. Wir sind ein wenig unschlüssig, ob wir das dieses Jahr auch sein wollen oder doch lieber nicht. Es wird sich zeigen.

Wenn alles nach Plan läuft, hebt unser Flieger morgen von Gran Canaria um 11:00 Richtung Frankfurt ab.

 

Los gehts - Hawai'i, wir kommen!!