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Ausflug in den Barranco Hondo de Abajo, Westküste, GC 210 nach Artenara


6. April 2012:

Den gestrigen Tag haben wir mit Traude und Wiki gemütlich bei uns zu Hause verbracht. Draußen war es nicht sehr einladend, was uns weiters nicht störte.

Man sollte ja meinen, dass einem mal der Gesprächsstoff ausgeht, aber bei uns vier wird das wohl nie der Fall sein Und wie immer gab es natürlich auch viel zu lachen, einem von uns fällt stets etwas Lustiges ein

Ehe Traude und Wiki sich spätabends verabschiedeten, wurden noch rasch Pläne für übermorgen geschmiedet und ich dachte, ich höre nicht richtig Pläne für übermorgen? Gerade heute morgen hatte ich Michi erzählt, dass der staatliche Wetterdienst AEMET für übermorgen Schlechtwetter vorhergesagt hat - was soll der Scherz, dass wir übermorgen eine Fahrt über die Insel unternehmen? Nein, Einspruch euer Ehren!

Mein Vorschlag lautete, dass wir gleich morgen etwas unternehmen, da das Wetter noch halbwegs brauchbar sein soll. Die drei dachten nur kurz nach und stimmten dann zu. Ok, also morgen, alias heute, treffen wir uns wieder. Die Nacht wird kurz

Doch was spielte das für eine Rolle? Gar keine

Heute ist Karfreitag und unser Treffpunkt ist in San Bartolomé de Tirajana, das von den Einheimischen "Tunte" (= "altes Dorf") genannt wird.

Über die GC 60 und GC 210 fuhren wir nach Artenara. Am rechten und unten linken Bild ist der Roque Bentayga zu sehen.

In Artenara legten wir einen kleinen Stopp in unmittelbarer Nähe der Iglesia de San Matías ein.

Kurz nach Artenara bogen wir auf die GC 215 Richtung Coruña ab (ist ausgeschildert).

Nach einiger Zeit erreichten wir den ersten von drei Stauseen, nämlich den Presa de las Hoyas, der erwartungsgemäß relativ wenig Wasser hatte.

Wir gingen ein paar Schritte Richtung Staumauer hinunter, da dort Ziegen wohnen.

Nach kurzer Weiterfahrt erreichten wir den Presa de Lugarejos, mit ebenfalls wenig Wasser.

Nun wurde noch der Dritte im Bund angesteuert, der Presa de los Pérez. Auch hier sieht man, wieviel Wasser fehlt.

Unmittelbar nach dem Presa de los Pérez bogen wir rechterhand in die ausgeschilderte GC 223, in den Barranco Hondo de Abajo, ab.

Die Blüten auf dem linken Foto gehören zu einem Riesenfenchel.

Bei der "santuario Cueva de La Virgen de Fátima", einer Höhlenkapelle, entdeckte ich diese Natternkopfbüte.

Leider war die Kapelle vermutlich auf Grund der späten Uhrzeit (es war 14 Uhr vorbei) gesperrt und Wiki musste sich wiederum mit einem Foto von außen geschossen, zufrieden geben.

Wer gegen wen?

Sieht hübsch aus, oder?

Durch den Barranco Hondo de Abajo fuhren wir nach Juncalillo weiter, wo heute Pepe, dem das "Restaurante Juncalillo" gehört, geöffnet hatte.

Wir genehmigten uns als Vorspeise pan con alioli (Brot mit Alioli-Sauce) und als Hauptspeise für jeden carne de cabra en salsa (Ziegenfleisch in einem Saft) mit papa arrugadas (Runzelkartoffeln).

Rasch bekam ich von den dreien ein ganz dickes Lob! Mein gekochtes Ziegenfleisch sei unerreichbar! Es wäre viel zarter, besser gewürzt und überhaupt. Danke!

Nach dem Verabschieden von Pepe konnten wir endlich der Kirche einen Besuch abstatten, sie war geöffnet!

Sie nennt sich Templo Parroquial de Santo Domingo de Guzman.

Am schlichten Äußeren der Kirche würde man nie vermuten, wie sie von innen aussieht. Wir waren sprachlos!

Am Plan stand, von hier über die GC 702 und die GC 70 nach San Bartolomé de Tirajana zu fahren. Der Ginster blühte zwar sehr schön, aber was am Foto nicht so gut heraus kommt: Wir würden direkt in die dunkelgraue Wetterlage fahren, der Regen stand schon fast am Himmel! Nein! Pläne sind hier, um umgeschmissen zu werden
Wie durch ein Wunder, konnte ich die drei überzeugen, meinen neuen Plan abzusegnen

Ich gebe es ja freiwillig zu, mein neuer Plan war schon ein wenig verwegen, denn es war bereits 16.30 Uhr und nun stand die Fahrt nach Agaete, anschließend die Westküste hinunter und von San Nicolás de Tolentino über die GC 210 nach Artenara und von dort nach San Bartolomé de Tirajana am Programm!!!

Die Entscheidung war goldrichtig, ich lasse jetzt die Bilder sprechen:

Obwohl erst Karfreitag war, hatte ich Ostereier mitgenommen. Mir entschlüpfte ein kleiner Freud'scher Versprecher und wir lachten alle vier Tränen Michi hob fast ab!

Als wir uns der GC 60 näherten, schienen die Berge in der untergehenden Sonne zu brennen. Es war sooooooo schön!!!!!!!!!!!!!

Die restliche Strecke bis San Bartolomé lag eine dicke Wolkenschicht über uns, aber das machte uns nichts aus. Wir waren nur am Schwärmen ob eines solch traumhaften Tages!

Doch in San Bartolomé kam der Moment, den wohl jeder von uns gefürchtet hat: Wir mussten uns verabschieden und wissen nicht, wann wir uns wiedersehen...

Traude meinte, dass sie vielleicht in drei oder vier Jahren wieder kommen. Ich darf gar nicht daran denken, wie lange drei oder vier Jahre sind, wenn man auf etwas sehnsüchtig wartet