Hallo zusammen,
Hier ist eine Zusammenfassung unserer ersten Woche...
Leider ist unser Hawaii-Urlaub sehr holprig gestartet.

Es begann schon ein paar Tage vor der Reise mit starken Rückenschmerzen. Mittlerweile glaube ich, dass es sich um eine Entzündung des Ischiasnervs handelt. Trotz des Flugs in der Business Class waren die Flüge für mich die reinste Hölle.
Unser Routing führte uns am Freitag von Stuttgart nach Budapest über London und L.A. nach Honolulu, mit einer Übernachtung in Budapest.
Schon in Budapest trat der Super-GAU ein: Mein Koffer wurde nicht verladen. Nach der Verlustmeldung erhielt ich die Nachricht, dass der Koffer noch in der Nacht nach Budapest geflogen wird. Ich könnte ihn dann am Flughafen abholen. Dank Apple AirTags wusste ich immer genau, wo sich mein Koffer befindet! Und tatsächlich kam er in der Nacht am Flughafen an!
Dummerweise öffnet der Lost & Found-Schalter dort erst um 8:00 Uhr, unser Flug ging aber schon um 7:00 Uhr! Also veranlasste ich die Weiterleitung nach Honolulu.
Soweit, so schlecht... Budapest ist nicht die USA, was den Kundenservice betrifft, und selbst die Servicewüste Deutschland schneidet da noch gut ab. Wir saßen in London und warteten auf den Weiterflug, als plötzlich das Handy klingelte... Lost & Found Budapest am Telefon. Sie wollten den Koffer zu mir nach Hause schicken, bitte was?? Bianca übernahm das Gespräch, da ich mich am Telefon mit Englisch schwer tue... Ich rief nur, ob die noch alle Latten am Zaun haben, ich habe doch die Zieladresse angegeben.
Ich kann doch nicht für drei Wochen ans andere Ende der Welt fliegen, mit nichts! Also nix da nach Hause. "Wo soll der Koffer denn hin?", fragt der Typ am Ende der Leitung, mit einem schlechteren Englisch als Lothar Matthäus in seinen besten Zeiten.
"Nach Honolulu, in das Hotel Outrigger in Waikiki", erwidern wir. Die nächste Frage an uns war dann, wo sich Honolulu genau befindet, in Europa?? Genau in diesem Moment wurde mir ganz flau im Magen, und ich habe mich innerlich von meinem Koffer verabschiedet.
Mühevoll geben wir nochmals sämtliche Zieldaten durch, ohne jede Hoffnung, dass der gute Mann am anderen Ende etwas versteht. Und die Zeit drängt – unser Flug wird schon zum Boarding aufgerufen!
Irgendwie schaffen wir es dann, aber mit einem unguten Gefühl. Dann im Flieger rufe ich noch meine Mails ab und zu meiner riesigen Überraschung bekomme ich eine Nachricht von Lufthansa, dass mein Gepäck über München, San Francisco nach Honolulu noch am Samstag geliefert wird… Wow, vielleicht kommt mein Gepäck früher an als ich…
Und dann wird es richtig lustig… Wir sitzen im Flieger, und nichts tut sich. Wir sind jetzt schon über 30 Minuten am Gate, und dann meldet sich der Pilot, dass sich der Weiterflug weiter verzögert. Wie sich herausstellt, hat ein Kind so sehr gebrüllt und sich nicht mehr beruhigen lassen, dass sich der Pilot geweigert hat, die Familie mitzunehmen. Die Familie weigert sich aber auszusteigen… Nach langem Hin und Her waren sie dann draußen. Natürlich mussten jetzt die Koffer wieder ausgeladen werden! Und schwupp haben wir eine fast zweistündige Verspätung. Jetzt bekommen wir Schweißperlen auf der Stirn, denn unser Flug von Los Angeles nach Honolulu ist ernsthaft in Gefahr. Einreise in die USA und Gepäck in Empfang nehmen, zumindest das Gepäck von Bianca, hat schließlich nicht jeder diesen Luxus…
Selbstverständlich vertrödelt die Maschine eine weitere halbe Stunde auf dem Rollfeld… Somit wird der Flug total unentspannt für uns.
Der Flieger landet in L.A. und rollt gefühlt in Zeitlupe an das Gate… Wir rennen wie die Geisteskranken zur Immigration… eine Schlange, die länger war als vor dem Bierzelt auf der Wiesn… Das dürfte es dann gewesen sein! Wir versuchen, unsere letzte Patrone zu verschießen und sprechen jeden Offiziellen an, der uns über den Weg läuft, reiben ihnen unsere Bordkarte unter die Nase und machen darauf aufmerksam, dass unser Boarding soeben begonnen hat. Der vierten Person sind wir dann endlich nicht egal… Wir dürfen nach vorne, eine kleine Restchance tut sich auf!
Wir haben jetzt noch sieben Personen vor uns bei drei zuständigen Offizieren… Ich glaube, in unserer Schlange reiht sich jeder mit Problemen ein, unfassbar! Als wir dann endlich an der Reihe sind, reichen natürlich nicht die üblichen Standardfragen, er will es genau wissen… Wir reisen nach letztem Jahr ja schon wieder in die USA ein, warum denn das? Ich bin innerlich am Kochen und hätte ihm am liebsten gesagt: „Ich weiß es auch nicht, warum ich so blöd bin, schon wieder in euer Weltherrschaftsreich einzureisen…“ Also schnell „Hurra USA, USA, ihr seid ganz toll“ ausgepackt, und wir dürfen die Gnade des Officers erfahren…
Im Vollsprint rennen wir zum Gepäckband (ich erinnere an meinen Rücken) und holen Biancas Koffer, ja, wenn er denn da wäre… Ja, selbstverständlich kommt der Koffer als einer der letzten… Ich frage mich gerade, für was ich eigentlich so viel Geld für die Business Class bezahle, wenn den Leuten das Priority-Band am Koffer eh egal ist.
Aber wir müssen ja zum Glück nur auf einen Koffer warten, ist echt super praktisch, so einen Koffer zu verlieren…
Den Koffer werden wir schnell los, ob die den ernsthaft noch in den Flieger laden?? Aber im Moment haben wir eher das Problem, uns noch rechtzeitig zu verladen…
Also wieder im Vollsprint Richtung Gate, und ihr wisst bestimmt, wie groß der Flughafen ist!!!
Wir kommen tatsächlich als Letzte, komplett nassgeschwitzt, in den Flieger… Ich habe noch nicht mal den Champagner in der Hand, da geht auch schon die Tür des Fliegers zu. Uff, das war knapp und anstrengend, ich merke schnell, dass ich keine 20 mehr bin. Also sowas braucht kein Mensch! Bianca schaut noch kurz aufs Handy, ihr Koffer wurde tatsächlich noch verladen… Wow, wendet sich jetzt endlich alles zum Guten?
… to be continued…






