Heute wollen wir in den Norden fahren und am Weg bei der Dole Plantage stoppen. Da die Plantage jedoch erst um 09:30 Uhr öffnet, spazieren wir vorher noch ein bisschen durch Waikiki Beach und machen ein paar Fotos der bekannten Waikiki Surf Alley. Die Atmosphäre hat uns hier morgens sehr gut gefallen. Leute aller Altersgruppen kommen mit ihren Surfboards an uns vorbei und stürzen sich in die Wellen bevor sie sich zusammenpacken und auf den Weg ins Büro machen.



Auch für uns heißt es dann fertig zum Aufbruch und wir fahren über den Highway 2 einmal der Länge nach über die Insel in Richtung North Shore. Zuerst aber unser Abstecher zu Dole.

Die Plantage ist eine Ananasplantage, wo es neben einem riesigen Merchandising Shop allerlei Aktivitäten gibt. Der Pineapple Express ist ein Bummelzug, der über die Anlage fährt, es gibt ein Labyrinth und es werden Gartentouren angeboten. Wir haben uns zwar gegen die angebotenen Touren entschieden, da die Plantage aber direkt am Weg an die North Shore liegt wollen wir uns zumindest ein Eis – das bekannte Dole Whip – gönnen. Wir müssen uns überraschend kurz anstellen und schon sitzen wir mit einem Eis in der Sonne.


Auch ein Bummel durch den Shop darf nicht fehlen, dort es gibt nichts, was es nicht gibt – alles natürlich unter dem Motto „Pineapple“.
Für die North Shore haben wir uns einige Strände herausgeschrieben, unsere Idee ist es im Nordosten zu starten und dann mit unterschiedlichen Stopps bis Haleiwa zurückzufahren, wo wir Abendessen wollen. Am Honokawela Beach verbringen wir rund 40 Minuten damit die Küsten entlang zu Bummeln und versuchen uns erstmalig beim Schnorcheln.



Weiter geht es für uns an den Sunset Beach. Die Parkplätze strandseitig sind gut belegt, am kostenlosen Parkplatz auf der anderen Straßenseite sind aber genügend freie Plätze. Zuerst unschlüssig ob wir unseren Wagen hier abstellen wollen, teilweise waren hier sehr eigenwillige Persönlichkeiten unterwegs, haben wir uns dann doch dazu durchgerungen und haben unser Auto ganz vorne geparkt, wo regelmäßig Leute vorbeispaziert sind. Und wie froh wir waren, nicht weitergefahren zu sein, der Strand ist unfassbar schön.

Ein langer Sandstrand mit feinem Sand, das Meer bietet tolle Farben wir konnten uns gar nicht sattsehen. Für uns war das einer der Moment wo wir uns kneifen mussten und uns so richtig bewusst wurde, dass wir tatsächlich auf Hawaii sind. Kurz hatten wir überlegt, ob wir noch unsere weitere Liste der Strände „abarbeiten“ sollten, haben uns aber sehr schnell einstimmig entschieden, dass wir hier den weiteren Nachmittag verbringen.


Kurz haben wir hier auch geschnorchelt, zum Schnorcheln eignen sich andere Strände aber vermutlich mehr. Wir konnten dort nicht viel Unterwasserwelt beobachten.
Am späteren Nachmittag haben wir noch für einen kurzen Spaziergang am Ehukai Beach Park unternommen, wo sich die berühmt berüchtigte Banzai Pipeline befindet.


Die Pipeline, ist einer der bekanntesten Surfspots auf Hawaii, viele bekannte Surfevents finden dort im Winter statt. Dort befindet sich ein Riffbruch, in dem Wellen zu brechen beginnen, sobald sie die Untiefen eines Riffs erreichen. Jetzt im Mai ist das Wasser jedoch ruhig, sodass wir uns dort nicht lange aufhalten.

Einen weiteren Stopp machen wir im Haleʻiwa Aliʻi Beach Park. Die Wolken türmen sich mittlerweile über den Bergketten hinter Haleiwa. Wir haben jedoch Glück und es beginnt erst zu regnen, als wir bereits im Auto zurück Richtung Honolulu sitzen.


Vorher bummeln wir jedoch noch durch Haleiwa, einer süßen kleinen Surfstadt, mit einigen Restaurants und Shops. Zum Abendessen entscheiden wir uns für den Stonefish Grill. Ich entscheide mich für eines der Nationalgerichte Hawaiis, Loco Moco. Loco Moco ist ein Gericht aus Reis, Fleischlaibchen, Sauce und Spiegelei. Mir persönlich etwas zu deftig, geschmacklich aber sehr gut.

Im Anschluss daran ging es für uns in das Verkehrschaos Honolulus‘ zurück. Wir sind leider direkt in den Feierabendverehr geraten, mit mehrspurigen Autobahnen macht das Fahren in Honolulu keinen Spaß. Leider hatten wir das Pech, dass ein Fahrer hinter uns die blockierte Kreuzung übersehen hat und uns an die Stoßstange gefahren ist. Wir hatten jedoch Glück im Unglück, uns ist absolut nichts passiert, das Auto hat „nur“ eine Schramme davongetragen und der Fahrer des zweiten PKW’s war ein junger Mann der sehr höflich war und auch über die Schuldfrage nicht mit uns diskutiert hat. Wir haben noch vor Ort die Alamo Roadassistance kontaktiert die uns mitgeteilt hat, dass wir sofern kein Personenschaden entstanden ist, sowie kein nennenswerter Schaden am Wagen sichtbar ist die Polizei nicht gerufen werden muss und wir die Fahrt fortsetzen können. Am Abend habe ich den Unfallverlauf nochmals schriftlich zusammengefasst an Alamo geschickt und uns wurde mitgeteilt, dass das Fahrzeug nach Rückgabe kontrolliert werden wird. Uns hat vor Jahren mal eine sehr nette Mietwagenangestellte empfohlen, bei Autoübernahme und Rückgabe immer sofort ein Video des gesamten Wagens anzufertigen, idealerweise sogar mit einem Blick auf den Kilometerstand, um mögliche Schäden zu dokumentieren. Das haben wir jahrelang gemacht und sind uns immer sehr „österreichisch/deutsch“ vorgekommen, waren aber nun froh, dass wir das vorweisen konnten. Der Wagen war bereits, als wir ihr übernommen hatten, vollkommen zerschrammt, wir haben in den USA vorher (und auch nachher) noch nie einen so zerkratzen Wagen übernommen. Es gab zwar eine Choice Line, alle Autos haben dort jedoch gleich ausgesehen. Um das schon vorneweg zu nehmen, der Wagen wurde von Alamo anstandslos zurückgenommen und man hat auch nicht versucht uns irgendwelche Schäden von Vormietern zuzuschreiben.
So weit so gut, wir waren an diesem Abend trotzdem „unrund“ und froh gut in unserem AirBnB angekommen zu sein.